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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
{~~}==# HILARY HAHN - BACH zum JUBILÄUM - vor 10 Jahren, 1997, erschien diese 1. CD von ihr!, 1. Januar 2007
Der Urknall des Hilary'schen Geigenuniversums...
HILARY HAHNs Aufnahme dieser drei von insgesamt sechs Bach-Solowerken ist bis heute eine der herausragendsten und referenzhaftesten Aufnahmen dieser so wunderbaren, halsbrecherisch schwierigen Stücke für Solovioline, die zeigen, dass Johann Sebastian Bach, der diese vor ca. 200 Jahren komponierte, heute noch genauso "aktuell" und MODERN ist wie einst damals! Und mit seinen Solowerken debütierte vor zehn Jahren die bewundernswerte hochkarätige junge Geigerin HILARY HAHN, die seitdem eine Fülle weiterer überragender Einspielungen von Beethovens Violinkonzert, über die Mozart-Sonaten bishin zu ihrer Neuerscheinung der Loius-Spohr- und Paganini-Violinkonzerte folgen ließ. BACH ist IHR Gott - und HILARY HAHN verhält sich ihm gegenüber ENGELSGLEICH!
Zu HILARY HAHNs 10. Jubiläum ihrer damaligen 1. Aufnahme gibt es nun diese schön gestaltete CD in einer limitierten PREMIER-GOLD-Edition in neuer Verpackung: Die CD ist goldfarben und die CD-Hülle in DVD-Hüllengröße ist mit japanischen Schriftzeichen versehen und bildet verkleinert das ursprüngliche CD-Covermotiv ab, das Hilary Hahn offensiv mit ihrer Geige posierend zeigt, die wohl sagt: "Hier bin ich!". Diese Neuauflage ihrer damaligen CD ist wirklich sehr hübsch gestaltet und der Erwerb deshalb sehr empfehlenswert! Der Neukauf lohnt sich also auch dann, wenn man als Fan und Bewunderer dieser so überragenden sowie technisch und interpretatorisch alles bewältigenden jungen Geigerin HILARY HAHN bereits im Besitz der "ursprünglichen" Version ihrer CD der Bach-Solowerke für Violine. Glückwunsch also zu diesem tollen Bach-Debütalbum!!
Da gibt es so viele Einspielungen dieser Bach-Sonaten und Partiten für Solovioline und diese hier zeichnet sich ganz besonders aus. Denn Hilary Hahn nahm diese 1996 bereits als 17-jähriger "Teenager" auf - und stellte 1997 bereits in so jungen Jahren ihre Extraklasse unter Beweis mit einer derart ausgereiften und bemerkenswerten Interpretation, wie man sie ansonsten nur selten zu Gehöhr bekommt. Hilary Hahn zeigte bereits mit diesem ihrem Debütalbum, was für eine ernsthafte und ausgereifte Violinenvirtuosin sie ist. Man merkt bei dieser Aufnahme sofort, wie intensiv und tiefgründig sich Hilary Hahn hier der Bach'schen Sonate und der beiden Partiten annimmt, in diese eintaucht, diese erforscht und das aus ihnen hervorbringt, was in deren Innersten, in deren Notentexten enthalten ist. Dabei weiß sie genau, was sie tut, sie beherrscht die ausgewählten Werke technisch wie interpretatorisch einwandfrei. Sie trägt dabei sehr energiereich, aber verhalten und bestimmt vor, sie überträgt uns die Spannungen und Vibrationen der Stücke in beängstigender Präzision und Intonationsreinheit und so entsteht eine echte Kommunikation zwischen ihr und dem Zuhörer, wobei Hilary Hahn (schon damals) jedes unnötige Überbetonen und überflüssige Schnörkeleien und Ausformungen vermeidet - und falsche Töne hörte man von ihr auch bereits bei dieser Debütaufnahme nicht! Fünf Sterne gibt es also allein schon dafür, dass Hilary Hahn den Mut hatte, so früh bereits diese Aufnahme zu machen - von derartiger Qualität und Präzision -, womit sich normalerweise andere Violinvirtuosen bedeutend mehr Zeit lassen!
So stellt dieses Debütalbum in gewisser Weise eine Art "Urknall des Hilary'schen Geigenuniversums" dar, das sich seitdem - seit nun schon neun Jahren! - immer weiter ausdehnt und immer wieder mit neuen Interpretationsansätzen und Hilarys einmal jährlich neu erscheinenden CD-Aufnahmen freudig überrascht! Man kann deutlich erkennen, wie sich Hilary Hahns "Geigenuniversum" seit jeher so kontinuierlich ausdehnt, z. B. an ihren neuesten Aufnahmen von 2005 sowie aus diesem Jahr - dem Mozart-Jahr 2006. Mit diesen Aufnahmen, Mozart-Violinsonaten (2005) und Paganini- & Spohr-Violinkonzerte (2006), hat sie es einmal mehr geschafft, ihre Fans und Zuhörer mit ihrem zauberhaften Violinspiel zu begeistern und in IHREN Bann zu ziehen. Und wie in ihren neusten Einspielungen der beiden besonders schwierigen Paganini- und Spohr-Violinenkonzerte ist bereits in ihren Bach-Soloaufnahmen nicht der Hauch von Schwierigkeiten, die in den von ihr ausgewählten Stücken zweifelsfrei in großer Zahl enthalten sind, zu hören. Ihr Violinspiel klingt damals (bei Bach) wie heute (bei Paganini & Spohr) federleicht, frisch, ausgereift und ihre Aufnahmen klingen völlig ungezwungen und Hilary "ummantelt" mit ihrem zarten, sanften und ernsthaften Violinspiel sämtliche Schwierigkeiten und schwierigste Passagen dieser Stücke und verbirgt all diese.
Es bleibt also zu hoffen, dass sich Hilary Hahn auch bald der anderen beiden Sonaten und der anderen Partita annimmt, um diese auch aufzunehmen! Immerhin gibt es ja das Presto aus der Sonate Nr. 1 von Johann Sebastian Bach auf Hilary Hahns DVD "The Last Night of the Proms" zu hören und zu sehen - quasi als kleiner "Vorgeschmack" auf das, was in Zukunft hoffentlich noch kommen mag! Und hoffentlich müssen wir uns mit den restlichen Bach-Solowerken für Violine nicht mehr zu lange in Geduld üben, um auch die Interpretation dieser verbliebenen Bach-Werke für Solovioline von Hilary Hahn zu hören!
BESTE EMPFEHLUNGEN also für diese herausragende und referenzhafte Bach-CD von HILARY HAHN!
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