Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
SciFi in Österrreich trifft es ganz gut., 24. Juni 2007
Zuerst muß man sich in die Situation eindenken: wir Österreicher haben 10 Jahre auf den Staatsvertrag gewartet und waren während dieser Zeit ein besetztes Land - Wien und Österreich waren in vier Zonen aufgeteilt, für Frankreich, Rußland, Amerika und Großbritannien (vielleicht als Hintergrund vorher "The Third Man" anschauen!). In diesem Film gibt es auch 2000 noch keinen Staatsvertrag, und die Österreicher leben noch immer fremdbestimmt. Also erklärt Österreich den Allierten den Krieg und mithilfe von eigens hergestellten Filmen wird versucht, die Vorsitzende davon zu überzeugen, das Österreich frei sein soll.
Also was ist es? Ein Heimatfilm, ein Science Fiction Film (Raumschiffe & Kostüme z.T. inspiriert von "The Day The Earth Stood Still"), ein Plädoyer für den Staatsvertrag? Alles in einem, und ein Stück österreichische Filmgeschichte. Ein außergewöhnlicher Film, sowohl für die damalige Zeit als auch für heute. Vielen Dank an den Standard, das er dieses Kleinod der österreichischen Filmgeschichte auf der Versenkung geholt hat!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
(K)Ein Aprilscherz., 25. Juli 2007
Dass ich diesen Film aus meiner Heimat bislang nicht kannte, ist mir unbegreiflich, denn obgleich mir Wein-und-Wiener-Schmäh-seliger "Schmu" mit Hans Moser, Josef Meinrad & Co samt und sonders bekannt ist, würd ich doch glatt behaupten:
Der Erwerb dieser DVD schloss eine echte Bildungslücke.
Dabei ist bei "1. April 2000" nicht nur die fiktive Handlung und der Geschichts-Nachhilfeunterricht bemerkenswert, auch die Requisiten und Ausstattung hauen einen vom Hocker. Wer die Bügeleisen-Griff und Duschkopf-Installationen von "Raumschiff Orion" kennt und für solcherlei Requisiten ein Faible hat, sollte sich alleine aus diesem Aspekt heraus einmal diesen Österreichischen Science-Ficition-Klassiker zu Gemüte führen. - Doch der Reihe nach!
Wir schreiben das Jahr 2000 und Österreich ist noch immer nicht frei, sondern das Bild der "Vier im Jeep" ziert die Strassen Wiens. Sprich, Österreich ist noch immer von den vier Großmächten besetzt.
Aber der Ministerpräsident (gnadenlos charmant von Ifland-Ringträger Josef Meinrad verkörpert) hat die Nase voll und erklärt Österreich für frei!
Das ruft sofort die Weltsicherheitsorganisation auf den Plan, die mit ihren Raketen sofort ab nach Austr...alien düst. Diesen Faulx Pas filmisch zu verarbeiten konnten sich die Produzenten wohl nicht verkneifen. Und so einige andere Scherze auch nicht.
Jedenfalls steht Österreich nun vor Gericht den Weltfrieden zu gefährden.
Und da beginnt der propagandistische Teil dieses Films. In einer einzigartig inszenierten Verteidigungs-Tirade redet sich nicht nur der Ministerpräsident den Mund fusselig, er ruft auch noch altes Filmmaterial "per Knopfdruck" ab und engagiert geschichtsträchtige Österreicher, wie Prinz Eugen, Maria Theresia, Sissi (in Form von Schauspielern ;-) - und er engagiert einen bekannten Komponisten ein Lied auf den Freiheitsdrang der Österreicher zu komponieren. Hier tritt Hans Moser auf den Plan. Etwas füher in der Handlung sehen wir bereits den herzigen Hörbiger-Paul als "lieben Augustin". - Ein rührseliges Spektakel. Doch die Präsidentin (Hilde Krahl) dieser ominösen Weltaufsichtsbehörde und ihr Sicherheitschef (Curd Jürgens - in knuffig-fiktivem Outfit!) zeigen sich unerbittlich ...
Ich bin hin und weg und sowas von entzückt über den Einfallsreichtum, den die österreichische Regierung da im Jahr 1952 in Szene gesetzt hat. Bei allem Spaß sollte man allerdings nicht vergessen, dass der Film von der Regierung (!) in Auftrag gegeben wurde und das mit dem Ansinnen die Besatzer (Österreich wurde von 1945 bis 1955 von den vier Besatzungsmächten besetzt) - na, sagen wir davon zu überzeugen, dass Österreich keine Gefahr für den Weltfrieden darstelle. Um so bitterer, dass sich diese Fiktion im Jahr 2000 auf eine besonders unfreiwillig komische Art doch noch als gar nicht so fiktiv herausgestellt hat. Als die damalige FPÖ und die ÖVP nämlich eine Regierungskoalition bilden wollte, gelangte Österreich wieder ins schlechte Licht der Welt-Öffentlichkeit und wieder wurden Beobachter ins Land gesendet und Sanktionen ausgesprochen. Ob der eingesandte Weisenrat auch zuerst nach Australien geflogen sind, entzieht sich meiner Kenntnis, aber dass man ihnen ein vergleichbares Possenspiel geboten hat, ist anzunehmen. Doch da hat leider nicht mehr Josef Meinrad den Verteidiger gespielt, sondern Aussenministerin Ferrero-Waldner. Erfolgreich, wie sich erwiesen hat. ;-)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Toll, charmant, witzig, 22. März 2008
Der Film kam heute endlich an, ich für mich hatte ihn mir gekauft, weil Josef Meinrad hier in einer Hauptrolle spielt und ich ein großer Fan von ihm bin. Der Film ist wirklich toll, ich finde es total süß, wie damals die Zukunft sein sollte (der Film ist von 1952) nun haben wir schon nach dem Jahr 2000 und ich musste so oft grinsen! Allein mal die Reporter! Hammer... aber auch das Schauspieleraufgebot ist toll. Von Josef Meinrad bis Paul Hörbiger, lauter bekannte Gesichter. Ich hatte eine schöne Zeit mit dem Film und kann ihn nur weiterempfehlen ^^
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