Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Roadmovie mit Auszeichnung, 6. November 2008
Cyril Tuschi hat für sein Spielfilmdebüt "SommerHundeSöhne" im Jahr 2005
einen Publikumspreis gewonnen - und zwar beim "Festival des deutschen
Films", welches seit eben diesem Jahr in Ludwigshafen veranstaltet wird.
Die Idee:
Muttersöhnchen Frank (Fabian Busch) fällt zufällig dem Draufgänger Marc
(Stipe Erceg) in die Hände, welcher sich mit dem Wohnmobil der ahnungslosen
Eltern des schüchternen und nahezu hilflosen Frank, in der Rolle des
unfreiwilligen Beifahrers, auf den Weg in Richtung Nordafrika macht.
Zu den Hauptdarstellern:
Stipe Erceg, der Name des 1974 geborenen Schauspielers sagt Ihnen auf
Anhieb nichts? Er ist z.B. -aktuell im Kino- in der Rolle des
RAF-Mitgliedes Holger Meins, in "Der Baader Meinhoff Komplex", zu sehen -
vielleicht kennen Sie den Darsteller aber auch in seiner Rolle des "Peter"
in dem Film "Die fetten Jahre sind vorbei"?
Fabian Busch (Jahrgang 1975), die Filmografie des zweiten Hauptdarstellers,
ist ebenfalls sehr umfangreich, er dürfte Ihnen vielleicht in "23 - Nichts
ist so wie es scheint", "Der Untergang", oder diversen TV-Produktionen, wie
z.B. "Tatort", aufgefallen sein...
Lilja Löffler, der Name hat mir absolut nichts gesagt, das Gesicht hingegen
kam mir bekannt vor - und zwar aus der Werbung...
Warum ich zwei Sterne abgezogen habe?
Die Grundidee ist zwar ausgesprochen gut, deren Umsetzung war mir jedoch
spätestens mit Einführung der absolut überflüssigen Figur des "Pauli, der
weltbeste Finder", zu strange geraten - wozu hat man diesen Typen überhaupt
ins Spiel gebracht - die Figuren Frank, Marc und Ilvy, lieferten die
Begleitumstände der ersten Kontakte unter diesen drei Akteuren nicht genug
Potenzial für eine stabile Handlung? Doch, denn Pauli und zudem auch der
"unbekannte Verfolger" der Reisegellschaft hätte man sich locker sparen
können!
Der Versuch, Marc und Frank eine irgendwie doch verbindende Basis zu
schaffen, indem man den einen Vater in Marokko ansiedelt und den anderen
von Beginn an als verstorben in die Handlung einführt, um so beide auf
gewisse Art und Weise als Quasi-Waisen miteinander auf einen Nenner zu
bringen, wirkte auf mich an den Haaren herbeigezogen...
Hier haben letztlich zuviele Köche den Brei zwar nicht verdorben, jedoch
zuviele Ideen zu einem "Roadmovieeintopf" geführt, weniger ist eben doch
manchmal mehr!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Struppiges Roadmovie, das auf weitere Filme des Regisseurs hoffen lässt, 11. September 2006
Der Film wurde in mehreren Rezensionen als struppig bezeichnet und mir leuchtete dieses Wort sofort ein, weshalb ich es hier übernehme. Nein, dieser Film ist eindeutig nicht glattgekämmt. Die Szenen wechseln sehr roh ineinander über, was den Film spröde, widerspenstig macht. Die beiden Protagonisten stolpern zwischen einer leeren, tristen Realität und bizarren Traumsequenzen hin und her, zwischen Großaufnahmen von Gesichtern, die nicht wissen, was sie ausdrücken sollen, und Landschaften, von denen man nicht wirklich beeindruckt sein kann. So ist der gesamte Film kein Roadmovie mit ergreifenden Landschaftsaufnahmen und keine Charakterstudie, die zu einem völlig neuen Leben führen wird, sondern eher ein Kammerspiel von der Beziehungslosigkeit vor dem Hintergrund einer exotischer werdenden Landschaft.
Die Musik ist sehr ausgefallen, von sehr charmanten französischen Chansons über alte UFA-Schlager bis zu Ambient-Techno, aber fast das einzige, was sich eher glatt in den Film einlagert.
Es gibt ein für eine solch kleine Produktion recht umfangreiches Menü, englische Untertitel, ein Making of, das noch struppiger als der Hauptfilm ist, eine umfangreiche Dokumentation entfallener Szenen und einen sehr gelangweilt vorgetragenen Audiokommentar des gesamten Films von Cyril Tuschi und Fabina Busch.
Mir hat der Film bedingt gut gefallen. Nicht sehr gut, nicht gut, aber bedingt gut. Er bedient keine Hollywoodklischees, bleibt klein, anspruchsvoll, mit harten, ironisch gebrochenen Szenen und Momenten, die in ihrer Unbeweglichkeit sehr zart wirken. Manchmal wirken die Dialoge zu hölzern, zu gewollt auf diese Härte zurecht geschnitten. Die Schauspieler beider Protagonisten stolpern manchmal förmlich durch die Szenen und scheinen nur bedingt etwas mit ihren Figuren anfangen zu können. Vor allem Fabian Busch braucht die ersten dreißig Minuten, um seinen Frank den Zuschauern näher zu bringen. So bleibt, trotz wundervoller Zitate aus Pippi Langstrumpf (der Sachensucher, ein abgebrochener Arm einer Schaufensterpuppe), Pulp Fiction und anderen bekannteren Werken, ein schaler Nachgeschmack. Zauberhaft auf der einen Seite, hölzern auf der anderen, zu ehrgeizig darin, eine eigene Filmsprache zu entwickeln, und nicht ausdrucksstark und nicht künstlerisch genug der Regisseur Cyril Tuschi lässt auf wundervolle Filme hoffen, dieser verfehlt sein Ziel dann doch zu weit.
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