Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr schön, aber letztlich wenig Inhalt!, 10. März 2006
Nun hat auch Suzuki die neuentdeckte Arie "Alles mit Gott und nichts ohne ihn" eingespielt, sie erscheint hier kombiniert mit der Kantate BWV 51 "Jauchzet Gott in allen Landen" und einem kleinen "Bonustrack", einer Arie aus der Hochzeitskantate BWV 210. Bei allen Stücken ist Carolyn Sampson als einzige Solistin zu hören, und sie unterstreicht hier, dass sie eine der führenden Sopranistinnen in diesem Repertoire ist. Die Jubel-Eröffnung der Kantate 51 ist ja ansonsten ein Stück, das aus der Balance geraten kann, aber auch diese gelingt hier ohne je schrill zu wirken. Worauf aber natürlich alle Hörer am meisten gespannt sind: die neuentdeckte Arie. Es handelt sich um die Vertonung einer Geburtstagsode des Hofpredigers Mylius an den Fürsten Wilhelm Ernst v. Sachsen-Weimar in zwölf Strophen. Auch wenn die Musik eine "Gelegenheitskomposition" ist, zeigt sie alle Tugenden Bachscher Vokalkomposition, einen leicht hymnischen Gestus, aber dabei warm und empfindsam, und den typischen gehenden melodischen Fluss, den man in vielen Solos in Bachs Kantaten antrifft. Die Komposition selbst, sowie Carolyn Sampsons sehr lyrischer aber ungkünstelter Gesang und die klanglich mit großartiger Wärme eingefangene Instrumentalbegleitung sind hier rundum eine Freude. ABER: Suzuki hat sich dafür entschieden, alle zwölf Strophen einzuspielen (wogegen Gardiner, der m.W. die Erstaufnahme des Stücks präsentierte, sich für eine abgekürzte Version entschieden hat). Während man sich den ersten solchen 4-minütigen Durchgang und auch eine Handvoll Wiederholungen als Hörer gern gefallen lässt, hat es keinen rechten Sinn, das ganze auf 12 musikalisch identische Wiederholungen auszudehnen, die dann fast das ganze Programm ausfüllen (48 min). Das ist auch unhistorisch, den Hörern 12 Durchgänge auf einmal anzutun, denn man hatte die Arie sicherlich damals bei der Aufführung aufgeteilt, mindestens etwas davon vor und etwas nach der Predigt. Kurzum: diese CD dient wohl dazu, einen spektakulären Fund zu feiern, musikalisch betrachtet macht das Programm so keinen rechten Sinn (und ist letztlich doch eine Überbewertung einer Gelegenheitskomposition). Damit will ich nicht sagen, dass es nicht eine erfreuliche Scheibe ist. (Ich habe nur die Stereo-Version hören können, kann daher nichts über die SACD-Aspekte sagen. Ich kann aber nur sagen, dass die verbesserte Klangqualität auch für CD-Hörer spürbar ist, das merkt man weil der Bonustrack eine normale Stereoaufnahme ist).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Beifall für Bachs Jubelstück!, 2. November 2007
Was die Arie BWV 1127 betrifft, muss ich meinen Vorrednern leider recht geben: völlig unberührt vom musikhistorischen Standpunkt wage ich zu behaupten, dass es schon ziemlich dogmatisch ist, ZWÖLF mal die gleiche Musik einzuspielen, nur die Textierung ändert sich minimal. Bei allem Respekt vor dem Urtext, aber das ist doch etwas erschöpfend, auch wenn es noch so schön gespielt wird...
"Jauchzet Gott in allen Landen" dagegen ist grandios:
Miss Sampson singt atemberaubend, schon fast überirdisch. Auch der Solotrompeter spielt geradezu genial, derart sauber, dass begleitende Terzenketten zur Singstimme den Höreindruck einer "gesanglichen Zweistimmigkeit" ergeben. Bravo auch für die Artikulation der Streicher und der Continuogruppe!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
mit Längen, 18. Januar 2007
Nun hatte auch endlich Suzuki die Gelegenheit, der Welt die neu entdeckte Arie BWV 1127 zu präsentieren. Während sich Koopman und Gardiner zum Glück mit einer gekürzten Version begnügten, mag man kaum glauben, dass Suzuki uns alle Strophen zumutet!
Bei aller Konsequenz, wirklich das gesamte Kantatenschaffen einzuspielen, war diese Entscheidung eine schlechte Wahl, zumal diese Arie eine der bescheidensten Kompositionen Bachs ist,- er wäre wohl froh, wenn sie nicht wiederentdeckt worden wäre. Aber Carolyn Sampson schlägt sich wacker durch dies Längenwerk, ohne auch nur einen Funken von Langeweile zu vermitteln. Mein großer Respekt! Und auch sonst rettet Carolyn Sampson diese eher peinliche Veröffentlichung mit ihrer beeindruckenden Interpretation der Kantate BWV 51. Selbst die bezaubernde Emma Kirkby stößt sie damit von ihrem Thron und beweist, warum sie eine der gefragtesten Barock- Interpretinnen ist.
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