Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genialer Film mit einer damals (fast) neuartigen Idee:, 26. Februar 2007
Das Regiedebüt von Regisseur Vincenzo im Jahre 1997 kann man mit "Cube" glasklar als vollen Erfolg werten. Lediglich der fünf Jahre später erschienen "Cypher" könnte diesem Debüt an Klasse noch gerecht werden. Mit "Cube" schuf er jedoch einen sehr gut inszenierten, durchwegs mehr als spannenden Horror-Sci-Fi-Thriller der noch zwei Sequels nach sich zog, welche aber nicht ganz an den ersten Teil anknüpfen konnten.
Schon die Anfangsszene lässt einen befürchten was einem als Betrachter wohl noch alles bevorstehen wird. Es kommt unerwartet, schnell und ehrlich gesagt für eine 16er - Freigabe ziemlich derb. Im weiteren Verlauf wird zwar auch noch einiges an Blut (oder sonstigem) fließen, aber nicht mehr ganz so direkt als gleich zu Beginn.
Inzwischen dürfte auch die Szenerie von wild zusammengewürfelten und sich noch nie im Leben begegneten Menschen, welche sich in einem Raum oder ähnlichem befinden bzw. dort erwachen, nicht mehr neu sein. Dafür hat nicht zuletzt "Saw" gesorgt. Da "Cube" jedoch, wie bereits erwähnt aus dem Jahre 1997 stammt, kann man dies ohne weiteres als Vorreiter betrachten.
Nur selten lagen Hoffnung und Verzweiflung, Zusammenhalt und Misstrauen so nah beieinander wie in "Cube". Denn nur langsam und sehr mühselig lüften die fünf Charaktere die im Cube sich bietenden Hürden um dann am Ende im wahrsten Sinne des Wortes wieder ganz am Anfang zu stehen. Der Spannungsbogen dehnt sich dabei hervorragend von den Anfangs noch zuversichtlich und optimistisch gestimmten "Insassen" bis hin zur totalen Paranoia und kaltblütigen Angst. Genau das macht "Cube" in meinen Augen auch so erfolgreich, dem entgegen fiebern was wohl als nächstes kommen mag, ebenso wie das eingebildete und andererseits Krankhafte auftreten der Darsteller. Diese machen ihren Job in "Cube" gut - nicht mehr und nicht weniger als es ein Film dieser Art erfordert. Der Film wirkt zu keinem Zeitpunkt langweilig und versprüht auch aufgrund einfacher, aber geschickt gewählter Effekte eine wahrhaft Klaustrophobisches und unheimliches "Flair".
Ein weiteres Geheimnis liegt darin, dass die Motive bzw. die Hintermänner dieses riesigen perfekt inszenierten Würfels, welcher allen einen wunderbaren Horrortrip beschert, nie ans Tageslicht gelangen. Hierfür muss dann wohl das fünf Jahre später erschiene Sequel "Hypercube" oder gar "Cube Zero" (2004) herhalten.
"Cube" ist für mich einer dieser Filme die mit vermutlich sehr geringem Budget das Maximum an Spannung und guter Inszenierung herausgeholt haben. Man mag ihn vielleicht auch als kleinen Juwel der ganz besonderen Art Film betrachten. Für mich ist er jedenfalls längst ein Kultfilm, welcher zwar nicht sonderlich tiefsinnig sein mag, aber dafür in so ziemlichen allen anderen Aspekten vollkommen überzeugen kann. Perfekte Unterhaltung!!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
The Walls are closing in, 30. Juli 2005
Cube ist ein Film wie ein unverständliches Bild. Jeder kann darin sehen was er will und wird feststellen, dass er recht hat. Kurz zur Story: Eine Gruppe von Leuten wacht in einem Komplex aus Tausenden würfelförmiger Kammern auf. Schon bald müssen sie am eigenen Leib erfahren, dass nicht alle Räume harmlos sind. Tödliche Fallen und Reibereien untereinander machen das ganze zu einem Höllentrip. Director und Drehbuchautor Vincenzo Natalie gelang mit diesem minimalistischen Film ein Vorbildlicher Low-budget-Horrorstreifen, der vor allem unter der oberfläche zu faszinieren weiß. Anstatt sich mit erklärungen aufzuhalten, die den Film höchstwarscheinlich kaputt machen würden Bekommen wir eine wilde Verschwörungstheorie nach der anderen serviert und müssen feststellen, dass jede Theorie der Wahrheit entsprechen könnte. Die Faszination an Cube ist die ungewissheit, mit der man am Ende zurückgelassen wird. Cube lät eraum für die eigene Fantasie. Ob Cube nun eine minimal Version von Identity oder eine Metapher auf den Sinn des Lebens oder gar das Leben selbst ist, dass muss jeder für sich entscheiden. Sicher ist nur eins: Es gibt keine wirkliche Erklärung.FAZIT: Geniales Filmpuzzle, in dem sich der Zuschauer die Teile selber basteln darf. 5/5
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hoffnung auf Null - Wahrheit ist wichtiger, 16. Juli 2005
Nachdem ich den Film in meinen DVD-Player geschoben und die ersten paar Szenen gesehen hatte, erwartete ich, einen der üblichen, durchsichtigen SF-Streifen zu sehen, in dem Menschen als Versuchkaninchen missbraucht werden, um womöglich ihre Reaktionen auf Stresssituationen aufzuzeichnen und zu beobachten, ob sie im Kampf um Leben und Tod über sich selbst hinauswachsen und auf irgendwelche genialen Lösungen stoßen, um der Falle zu entkommen. Der gesamte Film - und vor allem das Ende - haben mich eines Besseren belehrt. Die meisten Rezensionen, die ich bisher gelesen habe, fragen nach der Lösung, nach der Hintergrundgeschichte, nach dem Wer und Warum. Meiner Meinung nach ist die Lösung offensichtlich. So klar, dass man es eigentlich von Anfang an wissen müsste. Um Spoiler zu vermeiden, halte ich meine Interpretation des Filmes zurück, doch Einiges lässt sich durchaus sagen. Es beginnt mit der Feststellung, dass ein falscher, unbedachter Schritt zur Vernichtung führt. Doch schon bald begreift man, dass auch trotz sorgfältiger Überlegung und Achtsamkeit der Erfolg nicht gesichert ist - zumindest nicht, wenn man allein ist. Die Gefangenen schließen ihre unterschiedlichen Fähigkeiten zusammen und tragen mehr oder weniger dazu bei, den Ausgang zu finden - das ist die gesamte Handlung des Filmes. Und wen das Ende in Unsicherheit lässt, der sollte sich folgende Fragen stellen:WAS erfährt man über den angeblichen (Un-)Sinn des Cube? WAS passiert mit Leuten, die sich zu viele Gedanken über Verschwörungen, Zweck und Hintergrund machen? WAS passiert mit Leuten, die ihre Intelligenz nutzen, um den Ausgang zu finden? WIE weit kann ein Mensch mit seinem bloßen Faustrecht kommen? WER bleibt schließlich am Leben? WER bleibt zurück und WARUM? WER kommt ins Licht? WAS wäre die beste Möglichkeit gewesen, den Ausgang unbeschadet zu erreichen? Wer schon einmal über das Leben nachgedacht hat, kann diesen Film aus einer sehr interessanten Perspektive betrachten und somit begreifen, dass er eben dadurch jegliche Chance auf irgendeine Errettung verspielt hat. Für mich gibt es da nichts zu grübeln, der Film ist fast übertrieben eindeutig. Selbstverständlich muss man die Augen öffnen und verstehen WOLLEN - auch wenn das Ergebnis extrem hässlich und bitter ist. Alles in allem ein genialer Film, durchdacht bis ins letzte Detail und hervorragend in Szene gesetzt.
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