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Halbe Treppe
 
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Halbe Treppe

DVD ~ Steffi Kühnert
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Produktinformation

  • Darsteller: Steffi Kühnert, Gabriela Maria Schmeide, Thorsten Merten
  • Regisseur(e): Andreas Dresen
  • Komponist: 17 Hippies
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround)
  • Untertitel: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.85:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universal/DVD
  • Erscheinungstermin: 18. September 2003
  • Produktionsjahr: 2002
  • Spieldauer: 106 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0000AGDMR
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 3.932 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Andreas Dresens Halbe Treppe auf der Berlinale 2002 uraufgeführt wurde, feierten ihn die meisten Kritiker als Sensation. Ein kleiner, mit digitaler Kamera gedrehter und fast vollständig improvisierter Film wurde zum Hoffnungsträger eines anderen deutschen Kinos hochstilisiert. Und wo man auch hinhörte, wurden Dresens Realismus, die Authentizität der Geschichte und die Lebensnähe der vier Hauptdarsteller gerühmt. Blickt man nun mit etwas Abstand auf den Film und den ganzen Trubel um ihn zurück, scheint sich einiges zu relativieren. Was aber auf jeden Fall bleibt, ist ein ungewöhnliches und damit zumindest grundsätzlich interessantes Experiment.

Auf den ersten Blick scheint diese beiden Ehepaare aus Frankfurt an der Oder kaum etwas zu verbinden. Ellen (Steffi Kühnert) und Uwe Kukowski (Axel Prahl) leben mit ihren beiden Kindern und einem Wellensittich in einer typischen ostdeutschen Plattenbausiedlung. Sie verkauft Parfüm in einem großen Kaufhaus, und er steht von frühmorgens bis spätabends an der Theke seiner Imbissbude Halbe Treppe. Katrin (Gabriele Maria Schmeide), eine Angestellte einer Speditionsfirma, und Chris Düring (Thorsten Merten), der Morgenmoderator eines privaten Radiosenders, bewegen sich eigentlich in etwas anderen Kreisen als die Kukowskis, und so überrascht die recht enge Freundschaft der beiden Paare zunächst. Aber letztlich sind diese etwas irritierenden Unterschiede zwischen ihnen nur oberflächlich. Alle vier sind sie Gefangene ihres Alltags und ihrer Verpflichtungen, und keiner von ihnen ist auch nur ansatzweise glücklich. Natürlich steht auch das kleine Glück, das Chris und Ellen finden, als sie sich beinahe zufällig ineinander verlieben, von Anfang an unter einem ganz schlechten Stern.

Das Hauptaugenmerk des Films gilt dem Alltag und Berufsleben seiner vier Protagonisten. Schon lange hat kein deutscher Kinofilm mehr beides so akribisch und so aussagekräftig dargestellt. Zumindest in dieser Hinsicht ist Dresens Methode ideal. Es gab kein festes Drehbuch, nur ein paar grundlegende Vorgaben bezüglich der Figuren, sodass die Darsteller die Geschichte selbst Schritt für Schritt, Szene für Szene entwickeln konnten. Die daraus erwachsene Freiheit spiegelt sich in einem bemerkenswerten Gespür für das Gewöhnliche, für all die Dinge, die sonst im Kino untergehen oder einfach übersehen werden.

Auf der anderen, klassischeren Ebene der Erzählung erweist sich Dresens Idee des "demokratischen Filmemachens" allerdings als wahrer Fluch. So lebensnah sich Halbe Treppe in seiner Schilderung all der Zwänge präsentiert, die unser Leben von Tag zu Tag bestimmen und manchmal sogar aufzufressen scheinen, so klischeehaft wirken die dramatischen Konflikte, die sich aus der Affäre von Ellen und Chris ergeben. Natürlich braucht auch ein Film wie dieser das emotionale Drama und den Kampf, der mit ihm einhergeht. Nur verlassen sich Dresens Darsteller hier zu sehr auf das, was sie schon auf der Bühne oder in anderen Filmen gespielt haben. Letztlich wirkt die ganze Situation nur noch konstruiert, zumal Dresens Methode der gemeinsamen Autorenschaft den Schauspielern vielleicht schon zu viel Raum für eigene Ticks und Obsessionen lässt. --Sascha Westphal



Produktbeschreibungen

Universal Halbe Treppe, USK/FSK: 12+ VÃ-Datum: 16.09.03

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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Tragischkomische Realsatire, 17. Dezember 2004
Als ehemalige Wahlfrankfurtoderanerin war der Film für mich natürlich ein abslolutes Muss. Abgesehen von der lokalpatriotischen Atmosphäre im Kino selbst, dem Beifall nach dem Schließen des Vorhangs und dem Eindruck, jedes Haus, jede Straße und sogar einige Darsteller zu kennen - abgesehen davon also ist "Halbe Treppe" ein Beispiel dafür, dass wir Deutschen können, wenn wir wollen. Gute Filme machen nämlich. Ja, er ist Geschmackssache - vor allem die wackelnde Handkamera kann manchen Kinobesucher leicht in den Wahnsinn treiben. Die düstere Atmosphäre einer der östlichsten Städte Deutschlands, die Verlassenheit der eisigen Wohnblocks (in denen man selber wohnt, nicht wahr) und die geradezu banale Durchschnittlichkeit der Charaktere wird überstrahlt von der Hoffnung und dem Willen, eben doch was ganz besonderes zu sein. Machen wir uns nichts vor - Frankfurt(Oder) muss man lieben lernen. Man geht durch diese Stadt nicht durch und sagt: Hach, schön hier. (Ich mittlerweile schon, aber das hat seine Gründe.) Und machen wir uns nichts vor - wir sind genauso durchschnittlich wie die Charaktere mit ihren Problemen und Freuden. Genau das aber ist es. Wir leben mit unserer Durchschnittlichkeit in einer durchschnittlichen Welt, die zum Märchenland wird, wenn wir sie verändern. Suchen wir doch einen entflogenen gelben Kanarienvolgel inmitten der grauen Betonsilos! Wir wissen - er kommt zurück. Das gilt für Vögel und für Männer. ;o) "Halbe Treppe" erlaubt den Blick in die ostalgische Seele Deutschlands, ohne sentimantal, vorwurfsvoll oder effekthascherisch zu sein.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Midlifecrisis beim Establishment., 21. September 2006
Von Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Zwei befreundete Ehepaare in den mittleren Jahren leben in Ostdeutschland ihr Leben. Uwe und Ellen sind genauso wie Chris und Katrin beide beruftätig, haben Kinder und eine Mietwohnung.

Der Tristesse des Alltags entfliehend beginnen Chris und Ellen mehr zufällig eine intime Beziehung. Der dadurch entstehende Stress motiviert die beiden auf eigenwillige weise, zum Beispiel, werden Chris morgendliche Horoskopansagen beim Radiosender emotionaler. Das kleine Glück erhält eine neue Dimension, als Katrin die beiden in der Badewanne erwischt. Verletzte Gefühle und rationales Denken überlagert sich. Die vier treffen sich und glauben so eine Lösung zu finden. Dies scheitert aber an fehlenden Konzepten.

Ellen will eine gemeinsame Wohnung mit Chris und die beiden ziehen los, sich Wohnungen anzuschauen. Dabei wird klar, das Chris diese Art von Veränderung nicht geheuer ist. Er bricht die Wohnungssuche ab, und kehrt zu Katrin zurück. Für Ellen sind allerdings Dämme gebrochen. Sie will das alte Leben nicht mehr. Gemeinsam mit ihren Kindern zieht sie in eine neue Wohnung.

Der Film zeigt, das der gewöhnliche Alltag routiniert zu meistern ist. Für Zwischenfälle, wie eine Amour fou, gibt es aber keine festen Ablaufregeln. Ungewissheit, Kränkung und Wut dominieren und verhelfen nicht zu Lösungen. Trotzdem scheint jeder im Bauch zu wissen, was das Richtige für ihn ist. Unterhaltsamer Film mit einer Portion Humor.
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9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Kritik der Urteilskraft lesen oder weniger Biere schießen, 13. Oktober 2003
Das Leben ist "work in progress", oder wie ein anderer, wesentlich nichtssagenderer deutscher Film betitelt ist, eine Baustelle. Auf dieser Baustelle sind zwei befreundete Paare, Katrin und Chris - Uwe und Ellen, mit progredienter lateraler Drift unterwegs. Auf Deutsch: Gewohnheit, Leere und Alltag fressen Seele auf. Die sich entwickelnde Affäre zwischen Chris und Ellen ist vordergründig Kristallisationspunkt der Story und unschwer als kleine Flucht aus der zähen Eintönigkeit des Daseins erkennbar. Die Sensation stellt somit auch eher der ans übernatürliche grenzende, messerscharfe Blick auf gesellschaftliche Zustände und Befindlichkleiten einer deutschen/europäischen Wirklichkeit der Jahrtausendwende dar, denn eine meisterhaft komponierte Erzählung. Wenn Chris als Moderator eines lokalen privaten Dudelsenders eine morgendliche Astrosendung moderiert, Katrin im Schneematsch auf dem Motorroller an kilometerlangen Reihen von Lastwagen ihrem Broterwerb, nämlich eben jene Lastwagen abzufertigen, entgegenstrebt, Uwe sich in seinem Imbiss mit Suffköppen streitet oder Ellen irgendwelchen bepelzten Rentnerinnen Parfüm andient, tritt der Betrachter des Film aus seiner persönlichen Rolle als Rädchen im Gesellschaftsgetriebe und als Mutter Courage des Alltags heraus und steigt in den Spiegel, der ihm vorgehalten wird. Die Realität ist tatsächlich hässlicher, als wir uns das bisher einzugestehen gewagt haben und es stellt sich automatisch die grundsätzliche Frage, warum einjeder tagtäglich an diesem offenen Irrsinn teilnimmt. Die Realitätsnähe des Films basiert nicht zuletzt auf Schauspieler, die auch das letzte Molekül ihrer privaten Struktur in die zu spielende Figur umgewandelt haben, die "demokratische" Regietechnik und die organische Dynamik der Geschichte. Es gibt nur sehr wenige Szenen, in denen auf diese Linie der Schatten des Unauthentischen fällt, etwa wenn Dogma-Anklänge zu direkt als solche hervortreten. Die am Ende des Filmes stehenden Loose Ends könnte man dann mit der Binsenweisheit bündeln, dass jedes Ende eben irgendwie auch ein Anfang sei. Zu erwähnen ist noch die Musik der 17 Hippies, eine Art Folk-Busking, deren Platten ich mir nicht kaufen würde, die hier aber nicht bessser platziert wirken könnten.
Unterm Strich also ein absolut sehenswerter Film, dessen Detaildichte ein mehrmaliges Anschauen unumgänglich macht und von dem ich mich dann doch mit etwas Wehmut Frage, ob seine Protagonisten ihn sich selber nach einem Tag in der Imbissbude oder am LKW-Schalter ansehen würden.
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5.0 von 5 Sternen toller Film
Man kann eben doch mit einfachen Mittel und ohne große Budgets wunderbare Filme produzieren. Dieser Film ist witzig, aber auch tragisch und liebevoll. Einfach schön...
Vor 9 Monaten von Expidet veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Anrührend!
Ich habe im Kino Du bist nicht alleine mit Axel Prahl gesehen. Deshalb habe ich mir die DVD von Halbe Treppe gekauft, weil ich den Schauspieler Prahl gut finde. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von damenwelt veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen es muss nicht immer mainstream sein
Nicht nur für älteres Publikum. Auch für junge Menschen, die sich ohne Vorurteile Filme ansehen können und wollen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Juli 2006 von D. IT-Organisation

2.0 von 5 Sternen nur ein unter-der-woche-film
die aufmachung ist nicht schlecht- die ganzen improvisierten szenen; aber dieser film ist eher etwas für mütter und väter ab 45.
Am 22. März 2005 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Deutsches Kino wie es sein soll
* * *
Halbe Treppe ist ein Film der durch sein Thema, seine Bilder und seinem Verlauf extrem realistisch wirkt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Oktober 2004 von Barclay

5.0 von 5 Sternen Nicht "Nachtgestalten", aber...
Man setze ich an einem regnerischen Tag in ein Kino mitten in Schottland und wähle "Halbe Treppe", einer von drei deutschen Filmen der es bis auf die Insel geschafft hat... Lesen Sie weiter...
Am 28. Mai 2004 veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen beeindruckend
Ich mag keine deutschen Filme. Generell nicht. Wie sehr auch immer ein deutscher Film versucht in der Produktion einem Hollywoodstreifen Konkurrenz machen zu können, so scheint... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Oktober 2003 von Tiffy

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Die Story ist nicht neu - die Art zu Filmen auch nicht - das einzig Neue sind die Darsteller, die ich noch nie auf der Leinwand gesehen habe (und nur deshalb der eine Stern - da... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. September 2003 von Robert Baier

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