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85 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Gequirlter Müll auf 120 Seiten, 22. Februar 2004
Harry Potter fesselt die Welt, Kinder und Erwachsene lesen die Werke von Joanne K. Rowling. Nur eine macht sich Gedanken: Gabriele Kuby, Soziologin und Schriftstellerin. In ihrem Buch "Harry Potter - gut oder böse" wirft sie Rowling vorabberechnete Beeinflussung vor. Angeblich vermittle sie ihren Lesern eine falsche Wertewelt. Aus ihren zehn Argumenten gegen Harry Potter, deren Vervielfältigung ausdrücklich erwünscht wurde, zitiere ich: "Hogwarts, die Schule für Zauberei und Hexerei, ist eine geschlossene Welt der Gewalt und des Grauens, der Verfluchung und der Verhexung, der Rassenideologie und des Blutopfers, des Ekels und der Besessenheit. Es herrscht eine Atmosphäre ständiger Bedrohung, die sich auf den (jungen) Leser überträgt." Was für eine Liste an Bösartigkeiten! Zwar hat Kuby in dieser Aufzählung nur die Fakten der Handlung kurz zusammengefasst, aber der Leser merkt schon hier, worauf sie letztendlich hinaus will. Die Frage im Titel lässt eigentlich vermuten, dass man sich auf eine sachliche Diskussion einlässt, ob Potter nun gut oder böse ist, für Kuby steht aber ab der ersten Seite fest, für welches Argumentationsziel sie sich entscheidet: Potter ist böse. Durch ihre anfängliche Entscheidung gegen Potter und gegen Rowling - sie hält die Begriffe für ersetzbar, wie man an Seite 16 sieht: "Fragen wir also: Welche Werte vermittelt Harry Potter? Was ist seine Botschaft? Was ist seine Methode? In welche Richtung bewegt Potter die Gesellschaft? Statt Potter könnte hier auch Rowling stehen, denn Potter ist die Schöpfung ihrer abgründigen Phantasie." - ist das Buch sehr einseitig geschrieben. Ganze 160 Seiten hat sie mit ihrem Gejammere gefüllt und behauptet doch glatt, es gebe auf den bisher 2.800 Seiten keine Szene, die eine positive, gesunde, fröhliche, hoffnungsvolle Qualität habe (S. 20). Dabei behauptet sie auf der vorherigen Seite doch noch, die Potter-Bücher gründlich gelesen zu haben, um "die Zeichen der Zeit zu erkennen". Ich weiß nicht, welche Bücher sie da gelesen hat, aber ich erinnere mich ohne großes Nachdenken an die freudigen Szenen, die Harry bei der Ankunft in Hogwarts erlebt. Oder - ja, ich habe doch nachgeschlagen - in Band 4, "HP und der Feuerkelch". Harry wird von den Weasleys zur Quidditch-Weltmeisterschaft eingeladen und erhält die Erlaubnis seines Onkels Vernon. Weiter heißt es auf Seite 20: "Alle Türen öffnen sich zu immer neuen Kammern des Schreckens." Was erwarten Sie, Frau Kuby? Dass sich alles in eine rosarote Welt mit Kuscheltieren auflöst? Warum soll Kinderliteratur denn immer nur ein übermäßig positives und damit weltfremdes Bild vermitteln, warum soll den Kindern nicht gezeigt werden, dass man manchmal auch vor schwierigere Probleme gestellt werden kann? Zum Schluss möchte ich Kubys negativen Argumenten zumindest zwei positive gegenüberstellen, die Kuby nicht bzw. falsch untergebracht hat. Das erste: Kinder lesen wieder. Sie hat den Punkt zwar auf Seite 15 untergebracht, schlägt aber gleich wieder zurück, dass Potter in Frage zu stellen sei. Ich halte es schon für gut, dass Kinder wieder lesen. Sie finden Spaß an einem Buch und regen ihre Freunde dazu an, es ebenfalls zu lesen - was will man mehr? Und zweitens haben die jungen Leser wieder ein Thema gefunden, über das sie gemeinsam reden können. Nach Pokémon-Karten, die stark das Geld aus den Taschen gezogen haben, und egoisierenden Tamagochis haben sie nun ein Buch vor sich liegen, in dem sie gemeinsam lesen können, über das sie sich Gedanken machen. Ich sehe Gabriele Kubys gesamte Argumentation als sinnlos an, daher gäbe es eigentlich keinen Stern.
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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Was soll das?, 10. Dezember 2003
Von Ein Kunde
Dieses Buch stellt den Anspruch, über die Gefahren mit Harry Potter aufzuklären. Diesen Anspruch kann es nicht erfüllen. Aus einem ganz einfachen Grund: In diesem Buch werden Behauptungen aufgestellt, die sich durch die Harry Potter Bücher nicht belegen lassen. Der Inhalt wird verfälscht wiedergegeben. Beispielsweise wird behauptet, Lord Voldemort (also der Böse bei Harry Potter) müsse Harrys Blut (!) trinken, um wieder an die Macht zu gelangen. Davon ist in den Büchern an keiner Stelle die Rede. Oder, was ich noch schlimmer finde: In einer Szene soll ein Menschenopfer (!!) vorkommen. Liest man die entsprechende Szene, stellt man fest, dass in dieser weder ein Mensch geopfert wird noch überhaupt irgend jemand stirbt. Wo ist dann also das Menschenopfer? Wie also kommt die Autorin zu solch schockierenden Aussagen? Überhaupt stellt die Autorin mehrfach unter Beweis, dass sie schlicht und einfach nicht in der Lage ist, eine Handlung korrekt wieder zu geben. Bei ihrer Inhaltsangabe des fünften Bandes habe ich mich mehrfach gefragt, welches Buch die Autorin eigentlich gelesen hat. Um nur zwei Beispiele zu nennen: Sie schreibt, Harry und seine Freunde würden in einem Hospital jemanden besuchen und dabei auch Nevilles Großmutter treffen. Der Leser würde aber nicht erfahren, weshalb Nevilles Großmutter in dem Hospital eingeliefert sei. Nur: Nevilles Großmutter IST nicht dort eingeliefert, sie besucht - genau wie Harry und seine Freunde auch - nur jemanden dort. Desweiteren wird Harrys Patenonkel Sirius mehrere Male als Massenmörder bezeichnet und meistens wird dabei nicht erwähnt, dass er zwar als Massenmörder gesucht wird, aber unschuldig ist. Das ist doch ein Unterschied, oder? Wenn besorgte Eltern sich informieren wollen, ob ihre Kinder die Harry Potter Bücher lesen sollten oder nicht, kann dieses Buch leider nicht helfen. Am besten, man liest Harry Potter selber und bildet sich eine eigene Meinung. Dann kann man sicher sein, dass man die richtigen Tatsachen kennt. Dieses Buch hat derartige Mängel, dass ich ihm nur einen Stern geben kann. Schade, es wäre wirklich interessant, ein Buch zu haben, welches sich ernsthaft mit Harry Potter auseinandersetzt.
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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Harry Potter: Gut oder Böse? Schwerpunkt: Band 5, 29. März 2004
Von Ein Kunde
Gabriele Kuby möchte mit ihrem Buch Eltern und anderen Lesern eine Hilfestellung zu dem Phänomen "Harry Potter" geben, um ihnen die Entscheidung zu erleichtern die Bücher zu lesen oder auch nicht. Leider sind die Informationen, die Frau Kuby ihren Lesern gibt größtenteils falsch. Die Bezüge zu den einzelnen Textstellen in den "Harry Potter" Büchern sind nicht mehr herzustellen, Frau Kubys Übersetzungen Band 5 betreffend sind teilweise verfälschend. Durch den Hinweis im Titel ihres Buches, dass der Schwerpunkt auf dem fünften "Harry Potter" Band liege, wird der Leser irregeführt, da sich nur ein geringer Teil des Buches von Frau Kuby darauf bezieht. Wer sich als evtl. zukünftiger Leser über die "Harry Potter" Bücher informieren möchte, wird in diesem Buch keine hilfreichen Analysen und Hinweise finden.
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