Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
sooooo lustig!!, 1. September 2008
Obwohl ich das Buch schon vor einiger Zeit gelesen hatte, habe ich mir nun noch die CD angehört -und ich habe wieder soooo gelacht!
Die "Verhörer" sind einfach köstlich - und eigentlich ist uns das doch auch Allen schon passiert, nicht nur als Kind!
Axel Hacke trägt seinen Text auch gekonnt vor (da war ich skeptisch: geht das auch vorgelesen??? JA!!! Es geht sehr sehr gut!).
Eigentlich bleibt nur noch ein Wunsch offen: MEHR DAVON!!!!
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19 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Überteuert und nicht aktuell...., 21. März 2007
Er ist zurück, der weiße Neger Wumbaba. Das erste Büchlein (von einem Buch darf man hier wirklich nicht sprechen) enthielt schon recht wenig Seiten, dafür waren die 'Verhörer', denn darum gehts in diesem Handbuch des Verhörens, lustig und interessant. Der zweite Band ist leider ein Rückschritt. Die Verhörer beziehen sich meist auf Volkslieder und altes Liedgut, die kaum mehr einer kennt (ein kurzes Kapitel befasst sich mit Popmusik, wenn auch nicht aktuell).
Ich glaube, aus dieser Idee, diesem Buch, hätte man deutlich mehr machen können, ja sogar machen müssen.
So wirkt das Buch auf mich eher wie 'Abzocke' nach dem Motto: 'Es wird schon jemand kaufen.'
Insgesamt finde ich ein Buch mit gerade mal 68 Seiten im vekleinerten Taschenbuchformat schlicht überteuert.
Schade. Das Thema ist eigentlich recht gut.
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20 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Volle Punkte für Sowa, leider Abzug für Hacke:, 9. März 2007
Die Bücher des Ex-Braunschweiger Kolumnisten Axel Hacke, nicht zu verwechseln mit dem anderen Nun-Berliner Alex(ander) Hacke, kaufte man sich zumeist eher wegen der Illustratoren als wegen seiner Texte. So viele Bilderbücher des begnadeten Malers Michael Sowa sind nämlich leider nicht erhältlich, daher sammeln sich mit der Zeit lauter mittelmäßige bis überraschend gute Büchlein von Elke Heidenreich, Eva Heller und eben Axel Hacke im Regal an.
Beim ersten Handbuch des Verhörens war ebenfalls Sowa der Kaufgrund, beim zweiten zusätzlich der angeborene Vollständigkeitswahn des Sammlers. Hacke selbst sammelt ebenfalls, und zwar nach alter Kiss-This-Guy-Tradition Lieder, die von ihren Hörern falsch, aber irgendwie lustig verstanden wurden. Die Zeile von Jimi Hendrix ist da sehr populär, da hat nämlich jemand bei Purple Haze nicht when I kiss the sky verstanden, sondern sich über die homoerotische Aussage gewundert. Nachzulesen im Internet auf der gleichnamigen Webseite.
Im Deutschen ist es Owi, mutmaßlicher weiterer Sohn Gottes, der aus Stille Nacht den Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch fand. Und Hacke weiß von derlei Geschichten mehr zu berichten, hauptsächlich eingesandt von Lesern seiner Kolumnen und Zuhörern seiner Kolumnenlesereisen. Nun bekommt man aber nicht Abermillionen von Beispielen aufgelistet, sondern nur einige Dutzend, die aber prosaisch aufbereitet. An vielen Stellen muß man tatsächlich lauthals lachen und erinnert sich auch sofort an eigene Verhörer, die man Hacke sofort zusenden möchte.
Aber dann weiß man, wie sie in seinen Texten verunstaltet würden. Hacke hat nämlich die Eigenart, das Berichtete mit eigenen Worten zu wiederholen und in einen meistens an den Haaren herbeigezogenen Kontext mit Zitaten oder anderen Beispielen zu bringen. Innerhalb der Kapitel werden die angeführten Verhörer bis zu dreimal gebracht, anstatt weitere Beispiele anzuführen. Die Zitierten tauchen doch ohnehin nur als Herr H. aus B. auf, die kann er sich auch alle ausgedacht haben, warum denkt er sich dann nicht noch mehr Lustigkeiten aus und schiebt es dann Frau M. aus S. zu? Zudem ist sein Schreibstil in keiner Weise wirklich so witzig, wie er selber offensichtlich glaubt.
Möglicherweise sind Hackes Gedanken zum Verhören an sich recht aufschlußreich, aber nicht, wenn er da psychologisch und philosophisch zu sein versucht und eine Art Kult daraus macht, Lieder falsch zu verstehen. Und nicht nur Lieder, offenbar gingen ihm die Beispiele aus, denn er erweitert das Spektrum um alltägliche Verhörer, die man beispielsweise beim Nachrichtenhören als Kind in den 80ern hatte, wie Ohrschinken statt Washington. Ganz nett, ja, aber letztlich beliebig, da Kinder sich nur deshalb verhören, weil sie manche Wörter einfach noch nicht kennen, und da kann man ja alles anführen.
Oder sich auch an nicht so bekannte Lieder und Musiker wenden. Damit könnte man Leser vielleicht dazu bringen, sich musikalisch ein bißchen umzuorientieren. In Richtung der kürzlich reformierten Flowerpornoes gar, in deren Liane es heißt, cool ist das Wort dafür, wenngleich es Tom Liwas entspannter Gesang mutmaßen läßt, es hieße Kuh ist das Wort dafür. Die Münchener Freiheit sang in Herz aus Glas: ich erkenn dich, wie du immer warst, doch verstand man absurderweise ich erkenn dich, wie du im A warst, und wunderte sich. Oder Kraftwerks Radioaktivität, die für dich und mich im All entsteht, und gottlob nicht für dich und mich in allem steht. Um das Buch vollzukriegen, würde Hacke mit diesen drei Beispielen mehr als eine halbe Seite füllen, indem er eine Geschichte drumherumkonstruiert und die Beispiele nach Kolumnistenart zyklisch aufeinander Bezug nehmen läßt. Da hätte dann möglicherweise eine Kuh namens Liane im A ein radioaktives Glasherz stehen gehabt, und so was wäre ja nicht gut. Oder so.
So ist der Wumbaba, den Hacke nebenbei noch zum eigenständigen Fachwort für Verhörer machen will, kaum mehr als recht unterhaltsam. Sowas Bilder sind natürlich toll, dem modernen Surrealismus verpflichtet. Dafür lohnt sich der Erwerb wiederum.
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