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von Michel Vovelle
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von Ute Frevert
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von Franz J. Bauer
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Frauenleben im 19. Jahrhundert: Empire und Romantik, Biedermeier, Gründerzeit von Ingeborg Weber-Kellermann |
von Francois Furet
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Die Autoren gewähren Einblick in Mentalitäten und Lebenswelten (immer wieder wird detailreich aus Autobiographien zitiert), sie bieten Überblicke über wirtschafts- und sozialgeschichtliche Forschungsergebnisse und sie skizzieren die Entstehung gesetzlicher Regelungen, etwa für Dienstmädchen und Landarbeiter.
Der Raum dazu -- die Kapitel sind nicht länger als 30 Seiten -- ist freilich knapp bemessen und nicht alles wirkt gleichermaßen gelungen. So berücksichtigt der Artikel von Sylvie Schweitzer über den Ingenieur überwiegend nur die Verhältnisse in Frankreich, der von Giovanni Montroni über den Adel beschränkt sich sogar gleich ganz auf Italien. Dem großen Reiz dieses Lesebuches (auf Anmerkungen wird verzichtet, es gibt lediglich einen kleinen Literaturanhang) tut das keinen Abbruch. Ein Kapitel wie "Die Gläubige" von Michela de Georgio -- facettenreich zeigt die Autorin hier die "Verweiblichung" der katholischen Kirche im 19. Jahrhundert -- rechtfertigt ganz alleine den Kauf dieses Bandes. --Michael Winteroll -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Arbeiter, Unternehmer, Dienstmädchen
uha. Nach dem Menschen der Renaissance, des Barocks, der Aufklärung und der Romantik so die bisherigen Titel der Reihe können wir nun auch mit dem Menschen des 19. Jahrhunderts Bekanntschaft schliessen; zumindest mit demjenigen aus dem west- und mitteleuropäischen Raum. Die Autorinnen und Autoren dieses handbuchartigen Sammelbandes, vorwiegend Wirtschafts- und Sozialhistoriker, verfolgen den Anspruch, anhand von dreizehn «Sozialtypen» die Charakteristika des bürgerlichen Zeitalters mit Leben zu füllen. Weitaus einschneidender als zuvor (und als nachher) hätten die ökonomischen und sozialen Bedingungen man denke an Industrialisierung und politische Revolution die menschliche Existenz geprägt. Neben den neuen Berufsgruppen, vertreten etwa durch den Unternehmer, das Dienstmädchen, den Künstler, haben auch die Klassenprotagonisten ihren Auftritt: der Arbeiter, der Bauer, der Staatsbürger. Mit den Porträts vom Migranten und der Gläubigen wird in weniger bekannte, aber nicht minder wichtige Trends dieser Zeit eingeführt. Dass es «den» Menschen des 19. Jahrhunderts nicht gebe, darauf wird einleitend verwiesen. Doch fraglich bleibt, ob der Weg über eine abstrakte und repräsentative Figur der geeignete ist, um auf das «Leben» hinter den bekannten «Strukturen» zu stossen oder ob diese damit nicht einfach verdoppelt werden. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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