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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Die ergreifende Lebensgeschichte einer einfachen Familie in China während der "Kulturrevolution", 16. Oktober 2006
Ein schöner aber zugleich sehr trauriger und ergreifender Film über die Leiden und Freuden einer einfachen chinesischen Familie vor und während der kommunistischen Revolution.
Über den Film:
Man erlebt auf einer ergreifenden Weise, wie sich eine chinesischen Familie durch drei Jahrzehnte vor und während der "Kulturrevolution" durch Mao durchbeisst. Eine Familie, die eigentlich kaum an Besitz hat, aber auf ihrem Lebensweg immer mehr verloren hat. Und trotzdem haben sie einen starken Willen, verlieren nicht ihre Hoffnung, und glauben an eine bessere Zukunft.
Auf eine gewisse Weise spiegelt dieser Film die Facetten des kommunistischen Regimes in China wider. Die Gemeinschaft, die Beängstigung/ Einschüchterung der kleinen Leute, die Hinrichtungen von Regimegegnern, die Propaganda, etc. Dies erklärt auch, wieso dieser Film in China verboten wurde.
Mich hat dieser Film sehr betroffen. Ich entschuldige mich dafür, wenn ich das jetzt so sage, aber wäre ich eine Frau, hätte ich stundenlang über den Film geweint.
Die Lebensweise der Chinesen während dieser schwierigen Zeit, die Leiden, aber auch die kleinen kurzen Freuden in ihrem harten Leben haben mich ergriffen und berührt.
Der Plot des Films und ihre Ironie lassen uns selbst an unsere "auf und abs" in unserem Leben reflektieren.
Zu erwähnen ist noch, dass die Kulisse sehr schön gewählt wurde und dem Film eine gewisse Authentizität und Einfachheit verleiht.
Gong Li, die weibliche Hauptdarstellerin, dürfte Ihnen selbst in Deutschland als erfolgreiche Schauspielerin bekannt sein.
Zur DVD:
DVD Hülle ist aus Pappe, wie man es von der DVD-Reihe der Süddeutschen Zeitung gewohnt ist. Einzel-DVD. Es ist aber zu betonen, dass es sich hier um ein aufklappbares "Papp-Booklet" mit Fotos vom Film, einer Filmrezension und einer kurzen Biographie des Regisseurs handelt und eigentlich sehr schön gemacht ist, obwohl ich Plastikhüllen aufgrund ihrer Lebensdauer eher bevorzuge. Absolut enttäuscht hat mich das Bonusmaterial - Welches denn?! Es gibt gar keins! Yo! Bei anspruchsvollen Filmen sollte man zumindest ein Interview mit dem Regisseur über den Film beifügen, wie ich finde.
Mein Fazit:
Meiner Meinung nach muss man diesen Film unbedingt einmal gesehen haben! Dramatische Darstellung mit einer schönen Kulisse über die Leiden und Freuden der Menschen unter dem kommunistischen Regime Chinas. Sehr anspruchsvoll und ergreifend. Leider vermisse ich hier das Bonusmaterial, sonst hätte ich, ohne zu zögern, 5 Sterne gegeben.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sie wollen einfach nur ein ruhiges Leben führen, 8. Juni 2007
Der Film "Leben!" von Zhang Yimou verschafft einen tiefen Eindruck vom leben der einfachen Leute im China während der großen wirtschaftlichen und kulturellen Wirren in der zweiten Hälfte des 20 Jh.
In vier Episoden zeigt der Film Ausschnitte aus dem Leben einer chinesischen Familie über die Jahrzehnte vom Befreiungskrieg, über den Großen Sprung nach vorn und die Kulturrevolution.
Dabei taucht periodisch das Motto auf. Im Grunde wollen sie nur ein ruhiges Leben führen. Doch zusammenhängend mit den politischen Schwierigkeiten der jeweiligen Zeiten bleiben sie nicht vom Schicksal verschont.
Mir hat besonders gefallen, dass Zhang Yimou sich dabei sehr mit Kommentierungen zurückhält. Er überlässt dem Zuschauer die Bewertung. Kommentare zu der jewals gezeigte Szene sind sehr neutral. "in den Sechzigern, die große Kulturrevolution, sie dauerte 12 Jahre und keine Familie blieb davon unberührt"
Der Film gibt dabei vor allem einen tiefen Einblick in die Denkweise und Mentalität der Chinesen. Die den westlichen Betrachter immer wieder mit ihrer Zuversicht angesichts Familiärer Tragödien verblüffen.
--Jan Krusche
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
lebendiges Basismaterial einer Philosophie, 7. März 2006
Eine warmherzige Einladung, alle traditionellen Vorstellungen über Gerechtigkeit und politische Veränderung über Bord zu werfen. Großartige Entwicklung einer Lebensgeschichte innerhalb neuerer chinesischer Geschichte. Der Held stellt sich im Feudalismus, in der kommunistischen Revolution Chinas, in der Kulturrevolution und in postrevolutionärer Zeit extremsten Herausforderungen des Lebens. Kein empfindsamer Punkt des Gefühlslebens, den der Regisseur Zhang Yimou unberührt (bis zu Tränen) läßt. Eine Lektion in asiatischer Gelassenheit und buddhistischem Humor. Verwunderlich, daß 1994 die Regierung Chinas die Produktion dieses durchaus kritischen Kunstwerkes durchgehen ließ. Hat sich als Grundlage bewährt, mit meinen Kindern über das Leben zu reden. Eine Quelle vieler,vieler Fragen.
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