Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Oberflächlich und unreflektiert, 7. Mai 2009
Für mich persönlich war das Buch ein Reinfall. Ich hatte mich ebenso etwas anderes davon erwartet wie Michaela sich (anfangs) von ihrem Kloster etwas erwartet hatte. Nicht wie von ihr favorisiert und vorgestellt ein lauschiges Örtchen auf einem einsamen Berg, sondern ein modern eingerichtetes Haus nebst Tempel mitten in der Stadt an einer belebten Straße erwartete sie in Japan. In diesem Kloster wollte die Japanologiestudentin ihr Auslandssemester verbringen, nicht wie üblich an einer japanishen Uni. Diesen Entschluss fand ich mutig und begrüßenswert. Auch die beworbene Reise zu sich selbst und das Blafasel von spiritueller Erleuchtung war mir durchaus sympathsich, und so hab ich mich denn auch ziemlich gefreut, als ich davon ein Rezensionsexemplar bekam.
Ich kam beim Lesen aber nicht wirklich rein in diese Geschichte. Um es ganz offen zu sagen: Ich finde das Buch sterbenslangweilig. Die Schilderungen fand ich zwar flüssig zu lesen, aber so unpersönlich und irgendiwe kalt. Eventuell spiegelt sich darin die japanische Reserviertheit wider. Ich weiß es nicht, aber ich hatte an keiner Stelle der 200 gelesenen Seiten (von knapp 300) den Eindruck, dass die Autorin etwas von sich und ihren Gefühlen preisgibt oder gar preisgeben wollte. Nach diesen 200 Seiten hatte das Buch bei mir verloren, ich hatte schlicht kein Interesse mehr daran, zu erfahren, mit wem Michaela Tee trinkt und was sie dabei besprechen und wie ihr Schwertkampfkurs ausging.
Kapitelweise wird geschildert, welchen Menschen sie im Kloster begegnete und was sie mit diesen machte bzw von ihnen lernte: Ikebana, Kendo, Kalligraphie oder Teezeremonien. An sich interessante Themen, aber so wie es hier geschildert wird, kam mir das alles komplett nutzlos vor, und ich habe mich von Seite zu Seite gegähnt. Es wurde fast nur berichtet (das aber sehr oberflächlich) und wenig reflektiert, so das das Ganze für mich wneig Nutzen hatte.
Den Aufbau des Buches finde ich wenig geschickt: Durch die kapitelweise Vorstellung einzelner Personen und deren Tätigkeiten verschwinden diese danach meist sofort wieder in der Versenkung, so richtig warm werde ich mit keinem auch mit Michaela selbst nicht. Viele Rezensenten loben gerade diesen Aufbau, aber ich bin damit nicht gut zurecht gekommen, ich hätte einen chronologischen Aufbau besser gefunden.
Von der Reise zu sich selbst kann ich überhaupt nichts erkennen, die ganzen Phrasen wie werde ein guter Mensch wirken auf mich kalenderblattmäßig und abgedroschen. An einigen Stellen schreibt Frau Vieser zwar, was sie von diesem oder jenem für ihr persönliches Leben gelernt hat, aber ich fand das alles nicht weltbewegend, und bei mir kam es auch recht halbherzig an. Obwohl diese Frau Japanologie studiert hat und auch nach ihrem Klosteraufenthalt nochmal für längere Zeit in Japan lebte, hinterließ das Buch bei mir nie der Eindruck, dass sie wirkliche Begeisterung für das Land, seine Bewohner und deren Kultur hegt.
Das Spirituelle kam für mich auch zu kurz, es wurde nur selten etwas hinterfragt. Das mag aber auch wieder an meiner Erwartung liegen. Ich habe letztes Jahr Was in zwei Koffer passt von Veronika Peters gelesen, die selbst für mehrere Jahre als Nonne ineinem christlichen Kloster lebte. Das Buch fand ich hochinteressant, da ständig hinterfragt wird, was der Glaube für den Einzelnen bedeutet und was Menschen sich davon versprechen, im Kloster zu leben. So in etwa hatte ich mir auch Tee mit Buddha vorgestellt, nur geht dieses Buch in eine ganz andere Richtung. Es wird statt dessen episodenhaft über einzelne Elemente (kann man das so sagen?) des Zen und des Buddhismus berichtet, was ich prinzipiell schon interesant finde, aber durch die kurze kapitelweise Darstellung fügte sich das für mich nicht zu einem schlüssigen Ganzen.
Unterm Strich leider ein für mich recht enttäuschendes Buch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Keine Erleuchtung für den Leser, 14. April 2009
In ihrem neuen Buch Tee mit Buddha,beschreibt Michaela Vierser ihre Erfahrungen in einem buddhistischen Kloster in Japan.
Um dieser Religion näher zu kommen und die spirituelle Erleuchtung zu erlangen,zieht sie für ein Jahr in ein buddhistisches Kloster und berichtet über die Eindrücke,die zu Anfang eher ernüchternd sind.
Erwartet hatte sie Mönche,Spiritualität und Einsamkeit,doch die Realität sieht anders aus.
Trotzdem lernt sie viel in ihrer Zeit im Kloster und entwickelt sich weiter.
Den Leser nimmt sie mit auf ihren Weg zur Erleuchtung und beschreibt diesen in Form von Berichten,die jedoch nicht chronologisch geordnet sind.
Leider hatte ich Schwierigkeiten das Buch flüssig durchzulesen und habe mir viele Gedanken um die unwesentlichen Inhalte des Buches gemacht.
Dem Buddhismus hat mich dieses Buch nicht näher gebracht und mir auch nicht den Anreiz gegeben mich damit in Zukunft näher zu beschäftigen.
Ihr schreibstil ist nicht mitreissend,eher träge und einfach.
Ich sehe das Buch als bloßen Reisebericht und finde das Buch im Allgemeinen nicht tiefgründig genug.
Michaela Vieser geht auch nicht genügend auf die Vielfalt des Buddhismus ein und wenn ich ehrlich bin,macht es den Eindruck,als hätte sie ihren Aufenthalt nicht intensiv genug ausgenutzt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Michaela Vieser - Tee mit Buddha, 31. Mai 2009
Die Autorin Michaela Vieser berichtet in ihrem Buch "Tee mit Buddha" von ihrem einjährigen Aufenthalt in einem japanischen Kloster.
Sie erzählt detailliert über den Ablauf und die Tätigkeiten in dem Kloster und was sie alles in diesem Jahr in Japan erlebt hat.
Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, besonders die dessen Leichtigkeit. Auch erfährt man Wesentliches über den Buddhismus und die japanische Kultur, was ich sehr interessant fand, da mich diese Themen doch sehr interessieren.
Das einzige was mich sichtlich an diesem doch sehr gelungenem und unterhaltsamen Buch gestört hat, war die Tatsache, dass Michaela Vieser nicht immer chronologisch erzählt hat und ich so beim Lesen des öfteren durcheinander kam.
Das sollte einen aber nicht wirklich stören, denn wenn man sich für Erfahrungsberichte und insbesondere für dieses Thema interessiert sollte man dieses Buch lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|