Kurzbeschreibung
Das Märchen von Hänsel und Gretel ist bekannt. Aber die Geschichte der vorliegenden Neu-Illustration muss erzählt werden: Letztes Jahr erschien bei Atlantis die Neuausgabe von Katrin Brandts Die Wichtelmänner. Dadurch angeregt wandte sich die Künstlerin wieder dem Illustrieren zu. Sie ging - im besten Sinn des Wortes - zu ihren Ursprüngen zurück und begann, den altbekannten Märchentext neu zu inszenieren. Die Figuren und Kulissen sind stark reduziert, wirken geradezu archaisch und entsprechen so auch dem symbolischen Charakter des Geschehens. Katrin Brandt sagt über ihre Illustrationen: »Bewusst treten die Eltern kaum auf, denn nicht deren Negativbild ist entscheidend, sondern die Wandlung von Hänsel und Gretel. Ebenso soll die Hexe das verbreitete Image zwar erfüllen, doch nur böse und hässlich soll sie nicht sein. Wie die archetypischen Bilder von Wald und Dunkelheit steht sie für eine albtraumhafte Krise, deren Überwindung die Kinder bereichert in die Wirklichkeit zurückkehren lässt.«
Über den Autor
Katrin Brandt geboren 1942 in Bad Homburg, studierte Grafik und Malerei an der Werkkunstschule Hannover und arbeitete danach als freie Grafikerin. Heirat mit dem österreichischen Maler Gustav Kurt Beck (1902-1983), der im Auftrag der Stadt Wolfsburg im dortigen Schloss eine Druckwerkstatt für Künstler eingerichtet hatte. Seit über zwanzig Jahren arbeitet Katrin Beck- Brandt in der Städtischen Galerie Wolfsburg. Ihr erstes Bilderbuch, Die Wichtelmänner, wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Die grafisch kühnen Bildräume, die reduzierten Farben und die bei aller Leichtigkeit des Malens für Kinder interessanten Details begeisterten Fachleute und Publikum gleichermaßen und führten zu vielen Lizenzausgaben. Es folgten - angeregt durch die Verlegerin Bettina Hürlimann - weitere Bilderbücher im Atlantis Verlag.