Klappentext
Erste umfassende Herder-Edition seit der historischkritischen Ausgabe von Berhard Suphan (1877-1913). Erste große Kommentierung von Herders Schriften im Zusammenhang einer umfassenden Werkausgabe unter Berücksichtigung interdisziplinärer Aspekte; für viele Schriften Herders erste Kommentierung überhaupt.
Über den Autor
Johann Gottfried Herder, 25. 8. 1744 Mohrungen (Ostpreußen) - 18. 12. 1803 Weimar. Der Sohn eines Lehrers studierte von 1762 an Theologie in Königsberg, besuchte die Vorlesungen Kants und schloss Freundschaft mit J. G. Hamann. 1764 erhielt er eine Stelle als Lehrer und Prediger an der Domschule in Riga, entzog sich jedoch den als bedrückend empfundenen Verhältnissen durch die im 'Journal meiner Reise im Jahr 1769' geschilderte Seereisenach Frankreich (Nantes, Paris). Über die Niederlande, Hamburg und Darmstadt gelangte er 1770 nach Straßburg; hier kam es zur ersten Begegnung mit Goethe. Seit 1771 Konsistorialrat beim Grafen von Schaumburg-Lippe in Bückeburg, wurde er 1776 durch Goethes Vermittlung zum Generalsuperintendenten nach Weimar berufen, wobei sich freilich das Verhältnis zu Goethe wie zu C. M. Wieland eher als spannungsvoll erwies. Mit seinen frühen kritischen Schriften, in denen er den Geniebegriff, seine Gedanken über Volksdichtung und über Dichtung als unmittelbaren Gefühlsausdruck erläuterte, übte er - wie durch die Straßburger Begegnung mit Goethe - bedeutende Wirkung auf Dichtung und Dichtungsauffassung des Sturm und Drang aus. In diesem Zusammenhang steht auch seine Volksliedersammlung mit ihrem sehr weiten Begriff von Volkslied.