Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Reise mit dem Ich durch das Ich in das Ich, 16. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Einsicht ins Ich: Fantasien und Reflexionen über Selbst und Seele (Gebundene Ausgabe)
„Was lässt dich du sein, und wodurch bist du abgegrenzt?" ist die Frage, die den Leser einbezieht, eine Reise in sein Inneres begleitet und durch klassische und neue Gedankenexperimente anfeuert. Können Maschinen denken? Können Fledermäuse denken? Können Menschen überhaupt denken? Kann der Mensch über das Denken nachdenken, sich selbst erfassen? Eine Sammlung klassischer Aufsätze zur Kognitionswissenschaft, angereichert um einordnende Kommentare der Autoren. Das ist die eine Sicht auf dieses Buch. Doch jede Auswahl ist subjektiv, jeder Kommentar noch mehr. Und so wollen die Autoren vor allem den Blick weiten, die Frage nach dem Selbst, dem Bewusstsein immer wieder stellen, immer wieder offen zurücklassen und den Leser drängen, sich nicht zu schnell einen Reim zu machen auf vordergründig einleuchtende Lösungen. Entstanden ist ein spannendes Lesebuch, das weniger Antworten gibt, als den Leser in die Strudel hineinzuziehen, die die Kognitionswissenschaft hauptsächlich mit ihren philosophischen Implikationen an ganz unerwarteten Stellen aufreißt. Die Auswahl der Texte ist ausgewogen zwischen - teils recht schwierigen - theoretischen Meilensteinen, die auch nach 30 oder 50 Jahren (das Buch selbst ist inzwischen fast 20 Jahre alt) an Relevanz nichts verloren haben und literarischen Perlen, die erst in diesem Zusammenhang ihre ganze Kraft entfalten. Die Kommentare schaffen Abstand zu den Texten, lenken vorschnelle Zustimmung oder Ablenkung in neue Bahnen und machen den ganzen Charme des Buches erst aus. So nämlich wird es *ein* Werk, nicht nur eine Sammlung wichtiger, aber unverbundener, philosophischer Texte. Fazit: Die ideale Ergänzung zu Hofstadters „Gödel, Escher, Bach". Jede, die Sophies Welt „nett" fand und sich fragt, was Philosophen denn heute noch zu sagen hätten, darf hier zugreifen und überrascht sein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Streunende Geister, 22. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Einsicht ins Ich: Fantasien und Reflexionen über Selbst und Seele (Gebundene Ausgabe)
Das Buch "Einischt ins Ich" vermittelt eine ungeheure "Menge" an hypothetischen Stoff. Hier wird viel im Geist gespielt. Und eben das ist auf die Dauer auch ziemlich ermüdent. Klar, der Geist hat die Kapazität, sich fast alles vorzustellen. Vielleicht sogar alles. Aber darin besteht auch sein Problem. Er verirrt sich in seinen begeistert entworfenen Labyrinthen. Und eben deshalb wird das Buch seinem Titel in keiner Weise gerecht. Statt "Einsicht ins Ich" sollte es lieber heißen "Spekulationen über fast alles". Trotz allem ein inspirierendes Buch, das allerdings auf der Ebene des wild spekulierenden Geistes hängen bleibt. Statt den Geist zu entknoten, verknotet es ihn zusätzlich und führt so nicht über die Ebene des ungestümen Denkens hinaus.
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4.0 von 5 Sternen
Potpuorri, 17. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Einsicht ins Ich: Fantasien und Reflexionen über Selbst und Seele (Gebundene Ausgabe)
Bei "Einsicht ins Ich" handelt es sich um ein Potpuorri loser aufeinanderfolgender (Sci-Fi) Geschichten bzw. sehr kurzen Auszügen aus wissenschaftlichen Werken zu den Themen: Was ist das Ich, was ist eigentlich Geist, was ist die Seele, gibt es Willensfreiheit u.a.m. Dabei versuchen die Autoren durch ihre Zusammenstellung regelmäßig gewohnte Denkmuster aufzubrechen und in Frage zu stellen, wie etwa bei der Story (von Dennett) über einen Mann, dessen Gehirn herausoperiert wurde und jetzt den hirnlosen Körper über ein Funksignal von außerhalb steuert, mit all den problematischen Fragen, die sich aus dieser fiktiven Situation ergeben. Wie man sieht ziemlich haarsträubend, aber mit Augenzwinkern erzählt. Man spürt oft an den Stories: Philosophie hat etwas mit Lust an Gedankenexperimenten zu tun. Auch die Frage, ob eine Maschine, bzw. ein Computer prinzipiell einmal so etwas wie Geist einprogrammiert haben könnte ist ein häufig auftretendes Thema des Buches, in dem auch der "Turing-Test" dargestellt wird, der dies dann ermitteln soll, nämlich einfach durch das Stellen von Fragen an die künstliche Intelligenz, ohne dass man vor Beginn der Prozedur weiß ob es sich bei dem Gesprächspartner nicht doch um einen Menschen handelt (das "Gespräch" wird ohne Augen und Ohrenkontakt geführt). Verhält sich die Maschine während der Unterhaltung genauso geschickt wie ein Mensch, dann hat sie eben Geist. (Bislang hat noch keine künstliche Intelligenz diesen Test bestanden). Ich fand das Buch sehr interessant, obwohl das Einstiegskapitel doch etwas schwierig und trocken war, danach wurde es aber sehr viel besser für mich. Das Buch regt zum selber Denken an, ohne dass jedoch eine Meinung aufgedrängt wird. Trotzdem wird aber deutlich, dass die Autoren der Meinung sind, dass etwa eine künstliche Intelligenz mit eigenem Geist möglich ist und dass Geist auf Materie beruht. Ein kohärentes Gedankengebäude wird aber eigentlich nicht vermittelt, sondern auf die zitierten Texte (einige haben die Autoren auch selbst verfasst) so unterschiedlicher Autoren wie etwa Dawkins, Searle, Lem und Turing u.v.a. erfolgt immer wieder eine kurze Reflexion. Das Buch ist auch für Freunde des Science-Fiction lesenswert.
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