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Planet Germany. Eine Expedition in die Heimat des Hawaii-Toasts
 
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Planet Germany. Eine Expedition in die Heimat des Hawaii-Toasts (Broschiert)

von Eric T. Hansen (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 288 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 4., Aufl. (Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596173248
  • ISBN-13: 978-3596173242
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 18.991 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dass der sogenannte, mit Schinken, Käse und Ananas belegte "Hawaii-Toast" ausgerechnet in Deutschland erfunden wurde, ist ja an sich schon komisch. Und es ist wohl auch kaum verwunderlich, dass sich der Hawaiianer Eric T. Hansen da fragen musste, auf welchem Planeten er denn da gelandet sein war. Und tatsächlich: Seine Recherchen, deren Ergebnisse er in diesem vergnüglichen Büchlein genüsslich vor uns ausbreitet, bestätigen eindrucksvoll, welch skurriles, dabei aber gar nicht mal so unsympathisches Völkchen wir eigentlich sind. Der Autor jedenfalls ist, nachdem er als Mormonenmissionar nach Deutschland geschickt worden war, gleich ganz hier geblieben und hat in diesem komischen Land sogar seine religiöse Verblendung überwunden.

Wenn sich die Deutschen, schreibt Hansen, von außen sehen könnten, so wie er sie als Amerikaner sehe, würden ihnen zuerst kleine Merkwürdigkeiten ins Auge fallen: "die Gartenzwerge, die Kuckucksuhren, die Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen". Erst dann würden sie das eigentlich Skurrile bemerken: "die rätselhafte Beziehung dieses Volkes zum Staat, zum Genuss, zum Geld, zur Kultur und zur eigenen Identität". Darauf angesprochen, warum sie eigentlich so anders seien, würden sie vermutlich antworten: "Wieso denn, das ist doch ganz normal". Und deshalb bräuchte man für dieses Land einen guten Reiseführer. Und mit Planet Germany hält man ihn tatsächlich in Händen!

Außer über Deutschland und die Deutschen erfährt man aus dem lesenswerten Band auch so manches interessante Detail über Menschen aus anderen Kulturen, das man sich eigentlich schon längst mal hätte fragen sollen. So etwa, wieso eigentlich beinahe jeder japanische Deutschland-Tourist -- ganz im Gegensatz zu den meisten Deutschen -- fehlerfrei das Loreley-Lied mitsingen kann... Kurzum: Eine wirklich lehrreiche Lektüre. --Hasso Greb

Titel Thesen Temperamente, ARD, 2. Dezember, 2006

In seinem Buch zeigt Hansen höchst amüsant und voller Anekdoten aus der deutschen Geschichte, dass wir ganz anders sind, als wir die Welt gerne glauben machen möchten. Dabei kommt Hansen zu erstaunlichen Erkenntnissen...

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81 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen deutsche Irrungen und Wirrungen, 17. Februar 2007
Von H. P. Roentgen "Textkraftmoderator" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Er kam als Mormonenmissionar nach Deutschland und blieb, weil es ihm gefiel. Mormone ist er mittlerweile keiner mehr, der Journalist Eric T Hansen. Dafür aber Autor deutscher Bücher.

Und er kennt seine Wahlheimat, vor allem deren Furcht, ihre Identität zu verlieren, die offenbar so locker in der Hosentasche sitzt wie ein Taschentuch und ebenso leicht verloren geht. Aber anders als deutsche Stammtische - pardon: Feuilletons - schlussfolgert er daraus nicht, dass die Deutschen wieder stolz auf Deutschland sein müssten und lamentiert auch nicht über Amerikanisierung oder Anglizismen. Im Gegenteil: "Der beste Beweis dafür, dass man noch deutsch ist, ist die Angst, man sei es nicht mehr." Das ist doch beruhigend, oder?

Hansen kann beobachten und er weiß mehr über deutsche Geschichte als die meisten Deutschen. Das nutzt er zu einem vergnüglichen Streifzug durch die deutsche Wirklichkeit. Wer aber der Verlagswerbung glaubt und nur Lustiges erwartet, wird überrascht feststellen, dass sich in dem Buch eine Menge ebenso scharf- wie tiefsinniger Beobachtungen finden. Nur benützt der Autor dafür keine langatmigen Statistiken, keine wissenschaftlichen Untersuchungen, dafür aber einen hellwachen Sinn für Alltagserlebnisse. Er bläst sich und seine Erkenntnisse nicht auf, hütet sich, den Deutschen irgendwelche Ratschläge zu geben, dafür lässt er die Luft aus so manchem Wichtigmacher-Ballon platzen, der die Buchhandlungen und die Feuilletons verstopft.

Wenn Sie glauben, wir Deutsche seien besonders autoritätshörig, sollten Sie dieses Buch also nicht lesen. Andererseits wäre es schade. Deutschland hat einige der schönsten Betrüger der Welt aufzuweisen. Wussten Sie, wer Tile Kolup ist? Hansen kennt die Geschichte dieses Gauners, der als deutscher Kaiser Friedrich II. Hof hielt, Bischöfe empfing und Urkunden ausstellte.

Noch etwas anderes fällt auf. Die Deutschen haben eine Wirtschaft, wollen aber nichts davon wissen. Wussten Sie, wer das Fließband aus den Chicagoer Schlachthöfen in die Industrie übertrug? Nein, nicht Ford, der hat nur sehr viel Wirbel darum gemacht. Es war Hermann Bahlsen, der damit die Keksproduktion revolutionierte. Und während allerorten die McDonaldisierung beklagt wird, zeigt Hansen, dass Deutschland lange vor McDonalds das Fastfood erfunden hat. Der Big Mäc passte sich perfekt in diese Esskultur ein. Andere amerikanische Ketten scheiterten. Während wir auf Teufel komm raus exportieren, tun sich Importeure in Deutschland hart. Walmart war das letzte, aber beileibe nicht einzige Beispiel dafür, dass es nicht so leicht ist, uns die Identität aus der Tasche zu klauen, wie wir immer glauben.

Es sind auch nicht die Probleme, die die Deutschen einzigartig machen. Die gleichen Probleme finden sich anderswo in weit schlimmeren Ausmaß. Es ist die Liebe und Begeisterung, mit dem wir hierzulande die Probleme gegen unverbesserliche Optimisten verteidigen, meint Hansen. Woraus er folgert, dass Nörgelei in Deutschland eine Kunst sei und diese zerfalle in E- und U-Nörgelei. Als Ami ist Hansen stolz darauf, im Fernsehen den deutschen Nörgel-Q-Test bestanden zu haben.

Ebenso diese ganz merkwürdige Angst der Deutschen vor der Popkultur; jeder geht hin, aber alle haben ein schlechtes Gewissen. Und deshalb richten sie vorher ein kleines Stoßgebet an den Gott der Kultur: "Normalerweise mag ich ja anspruchsvolle Filme." Weil Hollywood ja "Kitsch" ist, im Gegensatz zu Goethe und Schiller. Hansen hat alle Parteien zu ihrer Meinung über diese Dichter befragt. Alle waren sie dafür, von der NPD über CDU, FDP, SPD bis zu Grünen und der Linkspartei. Alle taten sie, als wären die beiden bis vor kurzem Fraktionsmitglieder gewesen. Wir Deutschen lieben unsere Dichter, auch wenn wir sie nur ungern lesen. Allein die Antworten der Parteien rechtfertigten den Kauf des Buches.

Hansen kennt die Deutschen, er liebt sie auch. Gerade wegen ihrer Besonderheiten und das spürt man in dem Buch. Nur eines, das wird er ihnen wohl nie verzeihen. Diese grässliche Fast-Food Variante erfunden zu haben, die sie obendrein noch nach Hansens Heimat benannten: Den Hawai-Toast.

So ist dieses Buch eine unterhaltsame Reise durch deutsche Befindlichkeiten geworden, leicht zu lesen, witzig, aber alles andere als seicht. Man muss Hansen nicht in allem beipflichten, bedenkenswert sind seine Ansichten aber allemal.

(C) Hans Peter Roentgen
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Danke, habe mich sehr gut unterhalten!, 11. Dezember 2006
Schon Hansens Erstling "Die Nibelungenreise: Mit dem VW-Bus durchs Mittelalter" hatte mich für seinen Schreibstil eingenommen: Pointiert, virtuos mit Vorurteilen, deren Widerlegung oder sogar Bestätigung spielend und gleichzeitig aber auch gut recherchiert und fundiert und voller interessanter Details.
"Planet Germany" ist ähnlich: Äußerst unterhaltsam untergräbt dieses Buch vermeintliche Selbsverständlichkeiten über unser Land und seine Bewohner. Hansens Beobachtungen sind witzig und wahr und machten mir Lust, sie mit Bekannten zu diskutieren.
Ein kurzweiliges Lesevergnügen!!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ihr lieben Deutschen seid doch garnicht sooo schlimm!!!, 16. Januar 2008
Als nicht-(Bundes)deutsche möchte ich dieses Buch wärmstens empfehlen, uns zwar den Deutschen selber!, denn:
Wer auf der ganzen Welt beschmutzt sein eigenes Netz mehr als die Deutschen?? Wer ist selbstkritischer? Wer kennt die eigenen Fehler besser aber die eigenen guten Eigenschaften schlechter? wer ist selbstzerstörischer?
Denn "komischerweise" halten viele, viele Ausländer sehr Viel von Deutschland und den Deutschen.
Auch für sie ist dieses Buch inhaltsreich, eine interessante, aufschlussreiche Lektüre für alle die mehr über dieses Land wissen möchten. 5 Sterne, bitte!
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Hansen zeigt die andere Seite der Deutschen. Er gibt uns das Gefühl, dass wir doch nicht so schlimm sind, wie wir meinen. Lesen Sie weiter...
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5.0 von 5 Sternen erfrischend frech und fröhlich, und sehr wahr!
Den vielen positiven Bewertungen, die das Buch "Planet Germany" von Eric Hansen ohnehin schon bekommen hat, ist eigentlich kaum noch etwas hinzuzufügen. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Silke F. veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen was habe ich gelacht
herrlich, dieses buch wirkt wie balsam für die geschundene deutsche seele. mit reichlich ironie und sarkasmus gewürzt unternimmt herr hansen ein sehr unterhaltsame reise durch... Lesen Sie weiter...
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Das witzigste und am besten geschriebene Buch der gesamten "kulturvergleichenden Literatur"! Respekt, Herr Hansen! Lesen Sie weiter...
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5.0 von 5 Sternen Super
Sehr sehr amüsant, und auch noch sehr, sehr lehrreich. Ich habe mich während ich das Buch gelesen habe, ständig dabei ertappt, dass ich mich oft so verhalte, wie Eric Hansen das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. April 2007 von Dubvader

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