Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hättest Du geredet, Desdemona..., 12. Mai 2008
Das äußere Erscheinungsbild des Buches hätte mich fast davon abgehalten, das Buch zu lesen: eine kühl wirkende junge Frau in einem riesigen rosa Ballkleid ziert das Titelbild, die Rückseite die <ahem> Empfehlung "Die Paris Hilton der Jahrhundertwende". Fand ich zunächst nicht sehr ansprechend, zog mich dann aber doch sehr schnell in den Bann. Das liegt an der Erzählstruktur: der Fortgang der Ereignisse wird aus der Perspektive unterschiedlicher Personen erzählt; mal erlebt man die Sichtweise der disziplinierten Elizabeth, dann die der heißblütigen kleinen Schwester Diana, die der Freundin Penelope... langsam fügen sich die Mosaiksteinchen zu einem Gesamtbild zusammenzufügen, und man möchte den Figuren gerne zurufen: "nun sprecht doch endlich miteinander!" - aber gesellschaftliche Zwänge und falsche Annahmen hindern sie daran, bis es fast (und für die Augen der Welt auch wirklich) zum Drama kommt. Und dann ist es ausgerechnet die nach außen hin so konventionell wirkende Elizabeth, die völlig neue Wege geht.
Eine historische Romanze mit mit makellosen Helden ist das nun wirklich nicht - und das ist auch gut so.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Liebesdurcheinander, 7. März 2008
Die Prinzessinnen von New York" ist ein Buch über Liebe, Missgunst und den strengen Gesellschaftsregeln zu dieser Zeit.
Elizabeths Familie ist nach den Tod des Vaters völlig verarmt. Ihre Mutter erwartet von ihrer wohlerzogenen Tochter, dass sie den reichen Lebemann Henry heiratet. Weder Henry noch Elizabeth sind von dieser Aussicht sehr erfreut, denn Elizabeth liebt einen Mann der unter ihrem Stand ist und Henry kann nur noch an Diana, Elizabeths Schwester, denken, seit er sie gesehen hat. Zu allem Überfluss vergeht auch noch eine vermeintliche Freundin von Elizabeth vor Eifersucht und spinnt einen gemeinen Plan...
Elizabeth ist eine interessante Protagonistin, von der ich gern mehr erfahren hätte. Die Einblicke in ihr Seelenleben waren zwar gut, aber leider viel zu wenig. Auf der einen Seite wirkt Elizabeth nicht sonderlich sympathisch, in der Nähe ihres Liebsten blüht sie jedoch auf und zeigt ihr wahres Ich.
Neben Elizabeth gibt es weitere Protagonistin die einen großen Stellenwert im Buch erhält. Ihre Schwester Diana ist das genaue Gegenteil ihrer größeren Schwester. Sie ist wilder, trägt das Herz auf der Zunge und hält nicht viel von der Gesellschaft. Diana fand ich einfach super und könnte mir gut vorstellen, dass ihre Geschichte in einem anderen Buch noch weitergeführt wird.
Die männlichen Protagonisten erhalten weniger Raum, gerade von Elizabeths Liebsten erfährt man nur wenig. Henry wirkt zunächst nicht sonderlich sympathisch, in den Momenten mit seiner heimlichen Liebe gewinnt er aber an Profil und Sympathie. Ich hatte teilweise den Eindruck, zwei verschiedene Männer zu erleben. Gerade diese Gegensätze sind aber auch interessant.
Natürlich hat der Roman auch Gegenspieler, bewusst unsympathische Protagonisten, so wie die Mutter von Elizabeth, die angebliche Freundin und die Zofe Lina- aber gerade diese Protagonisten tragen zu der Spannung im Buch bei.
Besonders gut hat mir der Schreibstil der Autorin gefallen. Sie erschafft mit ihrem flüssigen Schreibstil eine dichte Atmosphäre, die einen dazu anregt, dass Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen.
Der Plot des Romans war gut durchdacht, interessant und gut umgesetzt. Das Ende jedoch, hätte ich mir etwas ausgereifter gewünscht.
Wertung:
8,5 von 10 Punkten
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Viel zu modern, 5. April 2008
New York, 1898. Die 17-jährige Elizabeth Holland und ihre Schwester Diana sowie ihre Freundin Penelope gehören zu den begehrtesten jungen Frauen der High Society von New York. Aber jede von ihnen hat ein großes Geheimnis. Elizabeth liebt den Küchenjungen Will, Diana träumt von einem Leben jenseits aller Konventionen, und Penelope ist heimlich in den reichen Dandy Henry Schoonmaker verliebt. Als Elizabeths und Dianas Vater stirbt und die Familie mit einem Berg von Schulden zurücklässt, ändert sich das Leben der drei Mädchen für immer. Auf der wunderschönen Elizabeth ruhen sämtliche Hoffnungen. Sie muss reich heiraten. Doch als ausgerechnet Henry Schoonmaker dem Mädchen einen Antrag macht, geraten alle in einen Strudel aus Neid und Intrigen ...
Das Problem mit diesem Historical ist, das es nicht wirklich ein Historical ist. Das eher an junge Mädchen und Frauen gerichtete Buch könnte genauso gut in der heutigen Zeit spielen. Die Dialoge, aber auch die Charakterisierung der handelnden Figuren ist viel zu modern. Die Freundinnen sind allesamt unsympathisch und scheinen einer modernen amerikanischen Teenie-Serie entsprungen zu sein. Das Flair des ausgehenden 19. Jahrhunderts ist jedenfalls kaum spürbar. Der Versuch ein typisches High-Society-Drama á la Edith Wharton mit einem Jugendbuch zu kombinieren hat zwar seine amüsanten Momente, wirkt aber unausgereift. Wären da nicht die überaus dramatischen Wendungen voller Lügen, Betrug und versteckter Leidenschaften, wäre dies kaum ein Roman von Belang. Bei der geplanten Fortsetzung kann die Autorin mit ihrer an sich guten Idee hoffentlich mehr überzeugen. (StS)
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