Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Prozessdenken neu belebt..., 26. Mai 2003
Whitehead hatte kein richtiges Gehör in der Philosophie gefunden. Der Übersetzer weist in seinem Nachwort auch deutlich darauf hin. Trotzdem hat sich sein Denken in den Managementwissenschaften genauso durchgesetzt wie in den Naturwissenschaften. Whitehead vermittelt Schlussfolgerungen für die Managementaufgabe. "Mit anderen Worten wird vorausgesetzt, dass kein Einzelwesen in vollständiger Abstraktion vom System des Universums gedacht werden kann, und die Aufgabe der spekulativen Philosophie besteht darin, diese Wahrheit an den Tag zu legen. Diese Eigenschaft ist ihre Kohärenz." Gewöhnlich beobachten wir mit der Methode der Differenz. In einem Unternehmen begegnet der Mitarbeiter zahlreichen Differenzen. Es kann eine Differenz der angepeilten Ziele sein, weil Top- und Middle- Management Ziele unterschiedlich darstellen und weitergeben. Es kann eine Differenz zwischen artikulierten Zielen und fortlaufendem Tun des Managements sein, weil Ressourcenallokation nicht mit der Zielformulierung im Einklang steht. Es kann die Differenz zwischen eigenen privaten Interessen und den Anforderungen im Beruf sein. Aus der Differenzbeobachtung erfolgen Urteile des Mitarbeiters über die angetroffene Situation. Ein solches Urteil kann positiv oder negativ sein. Positiv bedeutet, die Abweichung ist vernachlässigbar klein, dann tritt Beruhigung über die augenblickliche Lage ein. Negativ bedeutet, die Abweichung ist inakzeptabel gross. Nach solchen Urteilen setzt gewöhnlich Dialog ein, der sich immer in Folge einer entdeckten Inkohärenz ergibt. Man fragt den anderen, weshalb er glaubt, dass sein Verhalten "logisch" in das hineinpasst, was beide als Referenzrahmen akzeptieren. "Dabei entdeckt man häufig, dass der Anspruch an die Kohärenz dem anderen abgefordert wird, während man in seiner eigenen Position gerne Aussnahmen zulässt." (Whitehead). Es ist ein Buch, das dem philosophisch geschulten Leser anspricht, aber es sollte von jedem Mitglied des Top Mgmt gelesen werden. Sehr eindrucksvoll, sehr überzeugend. Es macht nachdenklich und innovativ zugleich.
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3 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Prozessdenken neu belebt..., 26. Mai 2003
Whitehead hatte kein richtiges Gehör in der Philosophie gefunden. Der Übersetzer weist in seinem Nachwort auch deutlich darauf hin. Trotzdem hat sich sein Denken in den Managementwissenschaften genauso durchgesetzt wie in den Naturwissenschaften. Whitehead vermittelt Schlussfolgerungen für die Managementaufgabe. "Mit anderen Worten wird vorausgesetzt, dass kein Einzelwesen in vollständiger Abstraktion vom System des Universums gedacht werden kann, und die Aufgabe der spekulativen Philosophie besteht darin, diese Wahrheit an den Tag zu legen. Diese Eigenschaft ist ihre Kohärenz." Gewöhnlich beobachten wir mit der Methode der Differenz. In einem Unternehmen begegnet der Mitarbeiter zahlreichen Differenzen. Es kann eine Differenz der angepeilten Ziele sein, weil Top- und Middle- Management Ziele unterschiedlich darstellen und weitergeben. Es kann eine Differenz zwischen artikulierten Zielen und fortlaufendem Tun des Managements sein, weil Ressourcenallokation nicht mit der Zielformulierung im Einklang steht. Es kann die Differenz zwischen eigenen privaten Interessen und den Anforderungen im Beruf sein. Aus der Differenzbeobachtung erfolgen Urteile des Mitarbeiters über die angetroffene Situation. Ein solches Urteil kann positiv oder negativ sein. Positiv bedeutet, die Abweichung ist vernachlässigbar klein, dann tritt Beruhigung über die augenblickliche Lage ein. Negativ bedeutet, die Abweichung ist inakzeptabel gross. Nach solchen Urteilen setzt gewöhnlich Dialog ein, der sich immer in Folge einer entdeckten Inkohärenz ergibt. Man fragt den anderen, weshalb er glaubt, dass sein Verhalten "logisch" in das hineinpasst, was beide als Referenzrahmen akzeptieren. "Dabei entdeckt man häufig, dass der Anspruch an die Kohärenz dem anderen abgefordert wird, während man in seiner eigenen Position gerne Aussnahmen zulässt." (Whitehead). Es ist ein Buch, das dem philosophisch geschulten Leser anspricht, aber es sollte von jedem Mitglied des Top Mgmt gelesen werden. Sehr eindrucksvoll, sehr überzeugend. Es macht nachdenklich und innovativ zugleich.
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5.0 von 5 Sternen
Whitehead sollte man lesen nicht Heidegger, 3. November 2009
Irgendwie bekommt man den Eindruck nicht los, dass Whitehead in unseren Breiten und damit meine ich Deutschland, immer noch nicht entdeckt und anerkannt ist.
So eine Anhängerschaft wie sie Heidegger in Deutschland hat, möchte man Whitehead wünschen und er hätte es auf alle Fälle mehr verdient.
Da wird in Sein und Zeit all möglicher Unsinn reingedeutet, in Prozeß und Realität braucht man nichts rein deuten, es ist klar und deutlich formuliert. Das ist Philosophie nach meinem Geschmack.
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