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Viva Polonia: Als deutscher Gastarbeiter in Polen
 
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Viva Polonia: Als deutscher Gastarbeiter in Polen (Broschiert)

von Steffen Möller (Autor)
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (52 Kundenrezensionen)
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Steffen Möller, ein Name, der wohl den wenigsten etwas sagen dürfte. Nach diesem Buch wird sich dies gründlich ändern. Der jungenhafte Mann, der uns auf dem Cover aus der Ferne mustert, hat zur Befriedung des chronisch labilen Verhältnisses zu unseren polnischen Nachbarn vermutlich mehr beigetragen, als sämtliche Kartoffelkrieger und Vertriebenen-Erikas jemals zerdeppern konnten. Angefangen hatte alles mit der leicht abseitigen Studentenidee, einen zweiwöchigen Polnischkurs in Krakau zu belegen. Was im März 1993 als Gag gemeint war, entwickelte sich zur großen Liebe eines Lebens. Man fasst es kaum, aber Möllers Vernarrtheit in die unglaublich komplexe polnische Sprache gab den Ausschlag. Heute, dreizehn Jahre später, kennt in Polen jedes Fernsehkind diesen merkwürdigen Deutschen, der als Kabarettist und Schauspieler zu einem der Ihren wurde. Und uns nun Polen erklärt. Aber wie!

Wer Möller auf seiner PR-Tour durch den deutschen Talkshowdschungel erlebte, verfiel augenblicklich dem Charme, mit dem er für seine neue Heimat warb. Gängige Vorurteile (Autoklau, Tristesse pur, etc.), werden gelangweilt abgeschmettert, nur um sie durch andere, eigene, zu ersetzen. So den notorischen Aberglauben, von dem die polnische Bevölkerung in ihrer Gesamtheit fast schon voodoohaft erfasst ist. Möller liefert Beispiele gelebter polnischer Alltagsanarchie, die uns Deutsche als bedauernswerte obrigkeitshörige Hackenschläger dastehen lassen. Auch der ehemalige Sprachcoach in Möller gibt keine Ruhe. Lustige, aber hoffnungslose Vokabelübungen durchziehen sein Buch, ein linguistisches Desaster, das jeden deutschen Rachenraum übel malträtiert. Ledigleich die Lehnwörter aus dem Deutschen wie „Gancegal“, „Hochsztapler“ und „Szajs“, erweisen sich als halbwegs brauchbar. Nebenbei – lebenswichtig! – keine Scherze treiben über Papst Johannes Paul II.

Bescheidenheit, Abwesenheit von Aggressionen, gänzlich unerwarteter schwarzer Humor. Dazu der Reiz der polnischen Frauen, von Heine schon als „Weichselaphroditen“ verehrt. Attribute, die Möller den Abschied von der deutschgrauen Ellbogenmentalität versüßten. Der Mann schafft das Positivbild einer liebenswert-schrulligen Gesellschaft, dass man noch beim Lesen die geistigen Koffer zu packen beginnt. „Es lebe Polen!“ Vorschlag zur Güte: Wer, auch in den heiklen Fragen unserer unseligen Vergangenheit, derart sensibel, aber ohne falsche Betroffenheit die Herzen unserer Nachbarn aufschließen konnte, sollte doch gleich den Botschafterposten auf der offiziellen Ebene bekommen. Ein besserer ließe sich ohnehin nicht finden! –Ravi Unger

Kurzbeschreibung

Ich habe weder schlesische Vorfahren noch einen Onkel im Bund der Vertriebenen. Ich komme einfach nur aus Wuppertal. Während des Studiums habe ich aus Spaß einen Polnisch-Sprachkurs in Krakau gemacht. Dort war es toll, ganz anders, als ich erwartet hatte. In den Geschäften gab es alles, sogar Nutella, und die Menschen waren so offen. Ich beschloss, nach Polen auszuwandern und habe es in dreizehn Jahren keinen einzigen Tag lang bereut. Vor allem die Mentalität der Polen hat es mir angetan, diese Mischung aus Anarchie und Freiheit, Absurdität und Warmherzigkeit. Nach der Lektüre soll mir niemand mehr sagen, er wüsste nicht, wo das gelobte Land liegt. Viva Polonia! -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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41 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spiegelbilder mit Augenzwinkern, 3. Mai 2008
Mir gefällt Möllers Buch. Gerade als Betroffener. Denn seit einigen Jahren entdecke ich unser nordöstliches Nachbarland mit wachsender Begeisterung. Für einen Schwaben vielleicht noch ungewöhnlicher als für einen Wuppertaler, obwohl auch in Stuttgart inzwischen an jeder Ecke weiche polnische brz-, wchl- und szcz-Laute erklingen. Auch pflege ich enge Kontakte zu Polinnen und Polen - und bin daher einfach einmal dankbar dafür, dass ein Deutscher dieses vergnügt heitere Buch geschrieben hat. Und ich stimme jetzt mit vertieften Kenntnissen ein: "Viva Polonia!"

Meine Komplimente an den Autor in Kürze. Ich finde gut:
- Die durch nichts als durch eigene Erfahrungen abgesicherte und daher mutige Subjektivität jenseits aller politischen Correctness, Statistikerei und Abwägerei.
- Der schmunzelnde, freche Humor, der nicht verletzt oder auf Stereotypien herumreitet.
- Die durchgängige Sympathie für den behandelten Gegenstand (Wow!).
- Das Spiel mit der polnischen Sprache, die in der Tat gottserbärmlich schwer ist (was nicht zuletzt alle mir bekannten Polen weidlich auskosten!).
- Jetzt verstehe ich endlich meine polnischen Gegenüber viiiiiiel besser! Wirklich wahr! Ich hatte seitenweise erhellende Offenbarungen!
- Vorurteile werden ausgeräumt, aber ihre particula veri nicht verschwiegen.
- Auch Vorurteile gegen den beeindruckenden polnischen Katholizismus im übrigen - und das von einem protestantischen Theologen auch noch aus dem reformierten Wuppertal (Respekt!).
- Nicht zuletzt die genauen Beobachtungen über das Leben eines Deutschen in der Fremde (potentielle Auswanderer egal wohin, lest das Buch, bevor ihr geht!).
- Die kräftige Spöttelei über deutsche Eigenarten im allgemeinen und über deutsche Polenwitze im besonderen (Spiegelbilder eben!).
- Ich habe per E-Mail und am Telefon und face to face einige Passagen Möllers meinen polnischen Bekannten vorgetragen - und sie haben immer zum Ausdruck gebracht, dass das stimmt und sich vor Lachen manchmal gar nicht mehr eingekriegt (und das war nicht nur höflich gemeint, sondern echt - oder?): eine bessere Rückmeldung gibt es wohl nicht.

Einzuwenden gibt es wenig.
Für mich ist das Buch gut neunundvierzig Seiten zu dick, denn es gibt einige Wiederholungen, z.B. der Dativ des Dichters auf dem Krakauer Marktplatz oder der Satz "Was willst du denn in Asien?" oder das davonlaufende Geld aus der Handtasche, die auf dem Boden abgestellt ist u.v.a. Das nervt ein bisschen. Die chaotische Auswahl der Bilder vielleicht noch. Das wär's aber auch schon.
Nicht bemängeln möchte ich falsche Verallgemeinerungen und Irrtümer, die Kenner von Land und Leuten sicher finden werden. Die sind einfach der Subjektivität geschuldet und dürfen sein, ist das Buch doch keine wissenschaftliche Abhandlung á la "Das Wesen des Polentums in Geschichte und Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung der ebenso wechselhaften wie wechselseitigen Kontaktanstrengungen der politischen Entscheidungsträgerinnen und -träger, Band 1".

Also:
Deutsche aller (Bundes-)Länder entdeckt endlich Polen! Die Engländer und Iren sind schon längst da! Und ihr deutschen Verlage! Druckt endlich gut übersetzte polnische Literatur! Es ist ja fast ein kultureller Offenbarungseid, dass die Trilogie von Sienkiewicz nur antiquarisch zu horrenden Preisen zu kriegen ist, erst recht die vielen anderen polnischen Dichter und Denker.

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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der sehr gute Deutsche!, 6. März 2008
Von Steffen Möller aus Wuppertal hatte ich zuerst in dem neuen Buch von Eric Hansen ("Deutschland Quiz") gelesen, was meine Neugier über Polen erweckte. Wie viele Deutsche wusste ich vor diesem Buch schließlich weitaus mehr über die weit entfernten USA, als über unser unmittelbares Nachbarland im Osten. 1995 begann alles für Herrn Möller mit einem Polnischkurs, nachdem er sein Philosophiestudium in Berlin abgeschlossen hatte. Dass er ausgerechnet die schwerste der slawischen Sprachen lernen wollte, brachte ihm in der polnischen Hauptstadt große Bewunderung und die Stelle eines Deutschlehrers ein. Im Laufe der Zeit wurde er sogar zu einem richtigen Promi in Polen, was hier in seinem Heimatland kaum aufgefallen war. Zumindest bis jetzt!

Mit "Viva Polonia" hat Steffen Möller nicht nur ein sehr witziges, sondern - besonders vor dem Hintergrund der EU-Erweiterung - auch ein sehr wichtiges Buch geschrieben. Insbesondere seine fünfzig Schlagwörter haben mir gut gefallen, ebenso die fünfzehn wichtigsten Sehenswürdigkeiten Polens. In mancher Hinsicht hat mich "Viva Polonia" an dem ebenfalls geistreichen Buch "der die was" von dem US-Amerikaner David Bergmann erinnert. Sehr empfehlenswert!
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Jetzt mag ich alle(s) noch ein wenig mehr ;-), 8. April 2008
Das ist schon abgefahren!!
Der junge Deutsche S. Möller macht 1994 in Polen einen zweiwöchigen Sprachkurs, beendet sein Philosophie- und Theologiestudium und zieht am Ende ganz nach Polen. Dort macht er dann Karriere - erst Soapdarsteller, dann Fernsehmoderator und Comedian.
In Deutschland ist der Autor, der für sein Wirken im Sinne der dt.pol. Verständigung gar das Bundesverdienstkreuz erhielt, allerdings fast gänzlich unbekannt, wobei sich dies mit diesem Buch zumindest etwas geändert haben dürfte, tingelte der Autor in den letzten Monaten doch fast durch jede Talkshow des Landes.

Jedenfalls ist er in Polen heute nach Papst Benedikt XVI. der zweitbekannteste Deutsche, so uglaublich das auch klingen mag.

Aufgemacht wie ein Ratgeber finden sich im Buch alphabetisch geordnete "Schlagworte" in denen er sowohl die typischen Klischees aufgreift und auf ihren Warheitsgehalt abkloppft, als auch Skurilles zum Besten gibt, auf das man als Tourist im Lande so nicht gestossen wäre...
Eine Qualität des Buches ist es, wie Möller den Leser an den Wandlungen seines Blicks auf das Nachbarland teilhaben lässt, so wächst man unwillkürlich in die Rolle des Fans hinein...ich mocht dieses Land und seine Bewohner ja schon immer.
Jetzt mag ich alle(s) noch ein wenig mehr ;-)

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5.0 von 5 Sternen Man muss, kann, darf Polen mögen .... nach Steffen Möller erst recht!
All meinen positiven Vorrednern/innen sei gedankt! Und ich stimme in allem zu. Das in Kürze. Ein wirklich umfassendes, informatives Werk, unterhaltsam, mit dem richtigen Blick,... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Tagen von Iris F. veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Von Polin freigegeben ...
Dieses Buch habe ich mir sofort bestellt, als meine Freundin (Polin) es etwa zur Hälfte gelesen hatte und mir sagte, dass ich es auch lesen solle. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Tagen von Bellalfa veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Nachbarschaftsverständigung ;)
Dem Autor ist hier ein sehr unterhaltsames Buch gelungen.
Vom Anfang bis zum Ende wird es dem Leser nicht langweilig Möllers kurzen Anekdoten zu lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Tagen von Sokodeath veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Lustig
Zum einfach mal so lesen und dem erfahren von einem nicht soweiten land und zum schmunzeln
über so einige eigenarten und episoden. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von haarausfall veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen das redlich verdiente Bundesverdienstkreuz
Daß der Autor für seine Bemühungen um das deutsch-polnische Verhältnis das Bundesverdienstkreuz bekommen hat, finde ich mal eine sinnvolle Entscheidung: ein so humorvolles und... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Beatrice veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Charmante Darstellung Polens
Ich habe dieses Buch von meiner Polnischlehrerin empfohlen bekommen und war total begeistert. Witzige Darstellung der polnischen und deutschen Lebensweise im Vergleich... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von A. Drescher veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Es lebe der kleine Unterschied!
Das Buch war schon klasse, aber vom Autor vorgelesen muss man gleich nochmal soviel lachen und schmunzeln. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Killi veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen So sind wir wirklich
Ich muss nicht viel sagen: So sind wir wirklich. So benehmen wir uns im Alltag. So ticken wir Polen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Michael Pietrucha veröffentlicht

3.0 von 5 Sternen Viva Polonia
Viva Polonia v St. Möller setzt sich auf humorvolle, gleichzeitig aber sehr informative Art mit mit der polnischen Mentalität, kurz : mit Land und Leuten auseinander. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Ulrich Merker veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Das Buch ist genial!
Meine Mutter (deutsch-polnischer Herkunft) hat mir das Buch nahegelegt.

In Polen ist Steffen Möller tatsächlich extrem bekannt. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Fabian Neidhardt veröffentlicht

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Herr Steffen 1 April 2008
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