Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
131 von 132 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine andere Sicht der Dinge, 13. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Spiele der Erwachsenen: Psychologie der menschlichen Beziehungen (Taschenbuch)
Ich finde das Buch genial. Man stellt sich doch oft die Frage, warum immer wieder ähnlich reagiert und warum man immer wieder gleiche Verhaltensmuster aufweist. "Normale" Psychologiebücher reiten immer darauf rum, daß man seines Glückes Schmied ist. Das ist meist langweilig und auch frustrierend, weil das keine neue Erkenntnis ist.Spiele der Erwachsenen hebt sich da wohltuend ab. Erstens beleuchtet es unser Verhalten aus einer komplett neuen Sicht. Wir alle nehmen meist unbewußt an Spielen teil und alle Teilnehmer versuchen, daß Spiel immer weiter fortzusetzen. Auch wenn Sie mit dem jeweiligen Spiel nicht glücklich sind!!! Zweitens erklärt das Buch sehr umfassend die einzelnen Spiele. Man findet fast alle Verhaltensmuster in diesem Buch abgebildet. Das ist sehr wichtig, weil man erst einmal das jeweilige Spiel erkennen muß, daß man gerade (ungewollt) mitspielt. Drittens werden (zugegebener nicht leicht verdaubar) die Spiele vom wissenschaftlichen Ansatz (soziologisch, psychologisch usw.) beleuchtet. Das ist insofern interessant, weil einem klar wird, warum man an einem Spiel überhaupt teilnimmt. Viertens wird wunderbarer Weise erklärt, wie man das jeweilige Spiel abbrechen kann. Yippieh! Dieses Buch ist trotz seines Alters wirklich empfehlenswert und kann eine Menge bewirken.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
60 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Weg zur Selbsterkenntnis, 4. September 1999
Von Ein Kunde
Dieses Buch empfahl mir ein Bekannter, der sich mit Psychologie beschäftigt. Ich sollte es lesen, um bestimmte Verhaltensweisen meiner Mitmenschen besser zu verstehen. Und obwohl ich kaum über psychologische Vorbildung verfüge, konnte ich tatsächlich tiefere Einsichten in das gewinnen, was Berne als "Spiel" bezeichnet. Mehr noch: Es ist erstaunlich und auch manchmal lustig zu erkennen, in welchen Spielen man selbst gefangen ist. Als Vorbildung würde ich ein wenig Transaktionsanalyse empfehlen (z.B. Friedemann Schulz von Thun: Miteinander Reden 1), man tut sich dann beim Verständnis des Begriffs "Spiel" ein wenig leichter. Bernes Buch definiert zunächst auf den Begriffen der Transaktionsanalyse aufbauend den Begriff "Spiel" und bespricht grundlegende Eigenschaften von Spielen. Der zweite Teil des Buches beschäftigt sich dann mit einer Reihe von Spielen, die in verschiedenen Bereichen (Ehe, Party, ...) gespielt werden. Die Ursachen und mögliche Auswege bzw. Gegenmaßnahmen werden aufgezeigt. Es ist ein unheimlich interessanter Ausflug in einen Bereich, der uns zumeist nicht bewußt ist, der dem Leser aber schnell wie Schuppen von den Augen fällt. Ein phantastisches Buch für alle, die erfahren möchten, warum das Zusammenleben manchmal schwieriger ist als es sein müßte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Menschliches Kommunikationsverhalten entschlüsselt!, 28. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Spiele der Erwachsenen: Psychologie der menschlichen Beziehungen (Taschenbuch)
Nicht nur Kinder, auch Erwachsene spielen ihre Spiele miteinander. Und zwar täglich. In seinem 1962 erschienenen Klassiker zur Transaktionsanalyse "Spiele der Erwachsenen" analysiert der amerikanische Psychiater Eric Berne 36 dieser Spiele.
"Ein Spiel besteht aus einer fortlaufenden Folge von komplementär-Transaktionen, die zu einem ganz bestimmten, voraussagbaren Ergebnis führen. Es lässt sich auch beschreiben als eine periodisch wiederkehrende Folge sich häufig wiederholender Transaktionen, äußerlich scheinbar plausibel, dabei aber von verborgenen Motiven beherrscht" (67).
Die Spielanalyse versucht dem Spieler aufzuzeigen, welches Spiel er spielt und welche verdeckten Motive er damit verfolgt. Ein Beispiel ist das "Wenn du nicht wärst..."-Spiel, was häufig zwischen Eheleuten gespielt wird. Dieses besteht aus einen dominanten Mann und einer untergeordneten Frau. Der Mann verlangt, dass seine Frau abends zu Hause bleibt, um das Essen für ihn vorzubereiten. Die Frau beklagt sich zwar nach dem Motto "Wenn du nicht wärst, könnte ich jetzt ausgehen/mich ausruhen/telefonieren...", fügt sich aber dem Willen des Mannes. Zur Analyse dieses Spieles geht Berne davon aus, dass jeder Mensch aus drei Persönlichkeiten besteht: dem rationalen Erwachsenen-Ich, dem verspielten Kindheits-Ich sowie dem Eltern-Ich, welches für Routinehandlungen zuständig ist. Das gerade zitierte Gespräch findet auf der Ebene des Erwachsenen-Ich statt. Berne behauptet nun, dass der wahre Sinn dieser Transaktion auf de Ebene des Kindheits-Ich zu finden sei. Dort sagt der Ehemann nämlich: "Bleib zu Hause, weil ich Angst vor dem Alleinsein habe" und die Frau antwortet: "Natürlich bleibe ich! So muss ich mich nicht meinen Ängsten vor der Außenwelt stellen".
Es ist verblüffend, wie viele der von Berne dargestellten Spiele man in seinem Alltag beobachten kann. Zwar wirkt seine Unterteilung der menschlichen Persönlichkeitsstruktur in drei Ich-Sphären arg konstruiert und dogmatisch, was aber nichts daran ändert, dass vieles einfach zu stimmen scheint. Das menschliche Kommunikation von unbewussten, meist negativen oder gar bösartigen Motiven geleitet wird, mag auf den ersten Blick deprimierende wirken. Doch Berne weiß auch einen Ausweg aus diesem Teufelskreis: "Für einige glückliche Menschen gibt es nämlich etwas, das sie über alle systematischen Verhaltensweisen erhebt, und das ist die Bewusstheit" (297). Um die Spiel nicht zu spielen, muss man erst mal wissen, dass es diese Spiele überhaupt gibt. Ein erster Schritt dazu ist die Lektüre dieses Buches.
Fazit: Größtenteils faszinierender Blick auf das menschliche Kommunikationsverhalten. Etwas verwirrend sind die Abkürzungen, die Berne für die Spiele benutzt. Bei "WANJA", "IVEDIH", "HIVE" oder "Schlemihl" kann man schon mal durcheinander kommen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich?
|
|
|
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|