Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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54 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mehr kann man nicht erwarten!, 27. Juni 2002
Ich bin auf den Autor bzw. das Buch durch einen Beitrag in dem Wissenschaftsmagazin "nano" (3sat) aufmerksam geworden. Die Anschaffung habe ich nicht bereut. Aber der Reihe nach. Zunächst wird ein Überblick zu aktuellen Fallzahlen etc. in Deutschland gegeben. Anschließend werden die verschiedenen Tätertypen vorgestellt und anhand zahlreicher Beispiele illustriert. Es ist schon erstaunlich zu erfahren, auf welch vielfältige Weise diese Täter ihre Opfer töten und welch unterschiedliche Motive dabei verfolgt werden. Bisher bin ich davon ausgegangen, daß Serientäter üblicherweise Sexualmörder seien. Der Autor weist allerdings das Gegenteil nach. Im zweiten Kapitel wird das erste von mehreren Interviews dokumentiert. Der Autor hatte sich mit einem dreifachen Mörder in einem Hochsicherheitstrakt getroffen. Was der Leser hier erfährt, geht wirklich unter die Haut. Irgendwie fühlte ich mich an die Anfangsszene von "Das Schweigen der Lämmer" erinnert. Das Buch stellt insgesamt gesehen eine detaillierte und jedenfalls für mich äußerst aufschlußreiche Dokumentation und Analyse des "Phänomens Serienmord" - so der Untertitel des Buches - dar. Dass lediglich deutsche Fälle vorgestellt werden, hat mich nicht weiter gestört; schließlich hat es meines Wissens ein solches Buch für deutsche Täter bisher nicht gegeben. Besonders imponiert hat mir die spannende, aber stets sachliche Ausdruckweise des Autors - auch wenn man ihm hier und dort die persönliche Anteilnahme anmerkt. Ich möchte Harbort ein dickes Kompliment machen, einfühlsam und keineswegs reißerisch ist es ihm gelungen, ein schwieriges Thema "anzupacken". Ich kann dieses Buch rundweg empfehlen, auch weil es sich teilweise richtig spannend lesen läßt.
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45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fünf plus, 6. August 2006
Ich habe zwar einige Zeit gebraucht, um mit dem Buch fertig zu werden (ich musste es doch einige Male aus der Hand legen, weil die Dinge mich richtig mitgenommen und fassungslos gemacht haben), dafür wurde mir aber auch einiges geboten. Warum ich dieses Buch empfehlen kann?
1.
Der Autor hat sehr sorgfältig recherchiert, hat Gerichtsakten ausgewertet, mit Serienkillern Interviews geführt, auch mit Leuten aus deren Umfeld.
2.
Was ich einem Kriminalisten gar nicht zugetraut hätte (Entschuldigung, dummes Vorurteil!): Der Mann kann schreiben. Das Ganze hat eine Struktur, die Sprache ist unverschnörkelt, deutlich, unmissverständlich, bildreich (was das Verstehen komplexer Sachverhalte enorm erleichtert), nicht verwissenschaftlicht. Es liest sich sehr flüssig.
3.
Der Autor setzt nicht auf die Karte "Effekthascherei". Er beschreibt und untersucht die einzelnen Fälle nüchtern und nachvollziehbar. Da hat nicht jemand aus einer Zeitung abgekupfert, sondern sich seine eigenen Gedanken gemacht. Man erfährt sehr viel über Werdegang der Täter, Motive und Ursachen von Serienmorden.
4.
Ich als Frau war hocherfreut, auch mal etwas über Serienmörderinnen zu erfahren, und zwar nicht nur, dass es sie gibt, sondern was sie antreibt, vor allem, was sie von männlichen Tätern unterscheidet.
5.
Für mich als wissenschadftlich orientierten Leser sehr hilfreich, für andere Leser weniger interessant: eine ausführliche Literaturliste, die kann sehr hilfreich sein.
Fazit:
Ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Buch!
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46 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Deutsches Standartwerk, 26. September 2001
Von Ein Kunde
Die von Harbort zusammengetragenen Fallstudien würde ich gerne als Standartwerk für den deutschen Raum bezeichnen. Er schildert sehr detailliert die Geschehnisse und versucht sich sehr tiefgründig, auch auf verschiedenen Ebenen (Psychologie, Soziologie, ...), mit einem enorm vielschichtigen Problem auseinanderzusetzen.Das einzige, was mich etwas gestört hat ist, dass das Buch eher wie ein Roman aufgebaut ist. Mir fehlen da die jeweiligen Sortierungen nach Kapiteln, zum Beispiel in Form von Tathergang oder Motive. Dies ist wiederum ein Vorteil für all jene, die sich nicht hustenderweise an einem trockenen Werk eines Puristen verschlucken wollen. Trotzdem erdreiste ich mich nur vier Sterne zu geben, denn auch die direkten Querverweise auf andere Quellen - im Anhang werden zwar Buchtitel genannt, aber die Sortierung ist in meinen Augen etwas unglücklich - vermisse ich in einem solchen semi-wissenschaftlichen Werk schmerzlichst.
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