Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Buch, das bleibt, 27. November 2008
Da sitzt ein Mann im Hamburger Literaturhaus, der zuvor in seiner Eigenschaft als Cheflektor renommierter Buchverlage das literarische Geschehen unseres Landes beeinflusst hat und nebenbei Bücher über Schlager und Fußball schrieb.
Und plötzlich erscheint von ihm ein ganz außergewöhnliches Buch über eine Kindheit und Jugend in der schwäbischen Provinzstadt Heilbronn, dass sich von einer Vielzahl der Erinnerungen und Biografien dieses Genres wohltuend unterscheidet. Rainer Moritz erzählt sanft und behutsam die Geschichte eines sensiblen Jungen, der nach und nach seinen Weg aus der scheinbaren Enge der schwäbischen Heimat hinaus in " die Welt" findet.
Er beschönigt dabei nichts, aber er verletzt auch nicht. Es ist eine auf den ersten Blick heimelige Atmosphäre, die der Autor inszeniert, mit familiären Weihnachtsfeiern, ersten Besuchen auf dem Fußballplatz, Musikhören,ritualisierten Urlauben in Österreich,Tanzstundenbegegnungen, in der der Erzähler der Geschichten nicht immer ein Held ist. Der Ich- Erzähler beschreibt seine Sozialisation und damit seine Suche nach Anerkennung und Liebe auf eine wunderbar humorvolle, selbstironische Weise. Wirtschaftswunderkind Rainer Moritz bekennt sich zu den ihm eigenen " Macken": Er wusste mit Che Guevara nichts anzufangen, er war kein Achtundsechziger, er hörte lieber deutsche Schlager als Rock`n Roll, er wurde Schiedsrichter und Linienrichter, weil er wohl ahnte, dass aus ihm kein zweiter Petar Radenkovic werden würde.
Wer genau liest, entdeckt die zunehmend kritische Haltung und die Infragestellung von Werten des Heranwachsenden gegenüber der Erwachsenenwelt der Familie, den Lehrern und den lokalen Größen der Heimatstadt, die ihr laues Behagen aus den Vorurteilen und überkommenen Einschätzungen der eigenen Erfahrungen und dem alltäglichen Kampf um ein angenehmeres Leben im Wirtschaftswunderland nähren.
Das ist zugleich anrührend, ehrlich und manchmal komisch erzählt.
Rainer Moritz Buch ist ein authentischer Bilderbogen der Jahrzehnte der Bundesrepublik, in dem es " uns noch gold" ging. Es ist ein Stück Geschichte unseres Landes, das in weiten Teilen der Erzählkunst eines Walter Kempowski in nichts nachsteht, vielleicht gerade deshalb, weil von Zeiten erzählt wird, die weit weniger Spektakuläres hergeben, als die Vor-und Nachkriegsbiografie einer großbürgerlichen Kaufmannsfamilie.
Und es ist ein Buch, das zur Identifikation und zur Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen in Kindheit und Jugend einlädt.
" Ich Wirtschaftswunderkind" gehört zu den schönsten Buch- Neuerscheinungen des Jahres 2008. Es ist ein Buch, das bleiben wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zu jung für 68er, zu alt für Generation Golf, ..., 21. August 2009
... das ist das Problem einer in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen Generation. Rainer Moritz gebührt vor allem Dank dafür, sich dieses Umstandes einmal angenommen zu haben. Freilich ist sein Buch keine gesellschaftskritische Analyse und will auch keine sein, aber ein heiterer Reigen durch Kindheit und Jugend des Jahrgangs 1958 mit durchaus ironischem Unterton.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jahrgang 58, 22. Februar 2009
Ich kenne Rainer Moritz noch aus meiner Schulzeit in Heilbronn, ich gehöre auch zum Jahrgang 58. Ich finde Rainer ist ein sehr schönes authentisches Buch unserer Kinder- und Jugendzeit gelungen, ich habe es sehr gerne gelesen und mich an viele Parallelen in meinem Leben erinnert, wenngleich man als Mädchen natürlich auch andere Erfahrungen gesammelt hat. Seine Geschichten sind eng mit den Örtlichkeiten von Heilbronn verbunden, deshalb glaube ich dass das Buch es schwer haben wird die Auflagen von Harry Potter zu toppen, es ist aber auf jeden Fall lesenswert, vor allem für die Heilbronner Jahrgang 58. Übrigens, diese Woche ist Pferdemarkt! Gruß Iris Amon
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