Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nicht übel, wie manche hier sagen, ..., 18. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Puls: Roman (Taschenbuch)
... aber auch nicht an frühere Meisterwerke anknüpfend.
Thematisch ein wenig aus eigenliterarischen Vorgängern (The Stand) und filmischen Vorlagen wie "Dawn of the dead" abgeschaut, das Ganze etwas "technisiert-modernisiert", daraus wird "Puls", keine Offenbarung, aber auch nichts verdammenswert Schlechtes.
Ein durchaus packender Roman, der einen ein paar Stunden in ein spannendes Endzeit-Szenario entführt.
Übrigens: Ich besitze zwar ein Handy, benutze es aber höchstens in Ausnahmefällen.
Ich habe auch noch nie verstanden, wozu man so ein Teil haben MUSS, warum man täglich und zu jeder Gelegenheit darauf rumtippen muß und wozu.
Ich achte es als mobilen Nothelfer unterwegs, mehr braucht es nicht zu sein und ist es nicht.
S. King prangert da unterschwellig ganz gezielt ein von der Werbeindustrie hoch gepowertes Produkt an, das den Millionenkunden mittlerweile unentbehrlich suggeriert wurde, das aber im Grunde zwar nicht überflüssig, aber eigentlich nebensächlich ist.
Und was passieren kann, wenn man eine Nebensächlichkeit zur Hauptsache des
täglichen Lebens erhebt, will er in "Puls" mit einer zum Schreckenszenario entarteten möglichen Folgewirklichkeit beschreiben.
Daher 4 Sterne für einen King-Roman, der in seinem Gesamtwerk (ich habe ALLE gelesen!) einen dennoch guten Platz im oberen Mittelfeld belegt.
Auch ein Bestseller-Autor kann nicht jede Story mit einer noch besseren toppen! Ein schwächeres Stück ist kein Grund, ihn zum "Langweiler" zu verdammen.
King ist KING!
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Endlich wieder die alte Form, 10. März 2006
..hat Stephen King hier gefunden. Laut seiner Autobiographie (Stephen King: über das Leben und das Schreiben) hat er seine besten Sachen auf Droge geschrieben: Koks und Alkohol. Also: entweder ist der Mann wieder voll drauf, oder er hatte ne göttliche Eingebung. Ich habe viele der zuletzt gekauften Bücher als Hardcover gekauft (man will ja immer den neuen King haben), missmutig gelesen und sofort wieder verkauft. Das gilt für "Der Buick" wie auch z.B. für "Duddits". DIESES Buch allerdings habe ich an einem Samstag gegen 13:00 angefangen und nachts gegen 23:00 aus der Hand gelegt. Ich hab's auf einen Rutsch durchgelesen. Die Story stimmt, King hat diesmal nichts ausgelassen. Leute: messt ihn nicht immer an "Es", Puls ist klasse, MIR hats gefallen, und ich hoffe, die nächsten Ergüsse von King sind genauso gut. Mein Fazit: spannend, brutal und eine interessante Story. Klar, dass da die Handygeneration nicht von begeistert ist. Ich werde es auf jeden Fall weiterempfehlen, und ich hab schon ein paar tausend Bücher gelesen.
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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Qualitativ weit von Kings Sternstunden entfernt, 21. Mai 2006
Handlung:
Von einem Moment auf den anderen bricht in Boston die Hölle aus. Denn jeder der mit einem Handy telefoniert wird plötzlich zur seelenlosen Mordmaschine. Und da der Grund hierfür natürlich erst einmal unbekannt ist, greifen immer mehr Leute, sei es um den Notruf zu wählen oder nur ein simples "Boah Ey" loszuwerden, zum geliebten Taschenkommunikator.
Einige Stunden später hat die Welt wie wir sie kennen aufgehört zu existieren. Die wenigen normal gebliebenen Menschen müssen sich vor den Handy-Verrückten verstecken oder werden grausam dahingemeuchelt.
Vor diesem Hintergrund macht Clay, der Hauptprotagonist, sich mit einer kleinen Gruppe auf, den Verbleib seiner in Maine (wo auch sonst) lebenden Familie zu klären. Unterwegs müssen sie feststellen, dass die Amokläufer ungeahnte Fähigkeiten entwickeln und beginnen die Handy-Verückten gnadenlos zu dezimieren.
In Maine dann wartet eine böse Überraschung auf die Reste des kleinen Zufallsteams.
State:
Nach dem Lesen des Klappentextes und einiger Kundenrezensionen hatte ich endlich mal wieder ein wirklich gutes Stephen King Buch erwartet, denn die Beschreibung "Apokalypse und wenige Überlebende auf dem Weg nach irgendwo" erinnern schon stark an "The Stand", einem der besten Romane des Horror (ist er das?) Autoren.
Doch leider wird diese Qualität bei Weitem nicht erreicht. Was sehr viel versprechend mit Spannung und Action beginnt, wandelt sich bereits nach etwa Zwei-Fünftel des Buches in ein überschaubares Allerlei, dass weder sonderliche Höhepunkte, noch die zumindest von mir bei King so geliebten detaillierten Charakterbeschreibungen bietet. So musste ich den Roman denn auch schnell zu Ende lesen, da sonst die Gefahr bestanden hätte, dass er im Regal der "Nicht zu Ende gelesenen Bücher" endet. Der Schluss dann versöhnt ein wenig, macht nachdenklich, ist überraschend und der Story würdig, dürfte aber vielen Lesern als unbefriedigend erscheinen.
Aber vielleicht ging es Stephen King bei diesem Roman ja auch eher um eine Allegorie.
Denn ihm - als bekennenden Handy-Hasser - platzte vielleicht irgendwann der Kragen, als er im Real Life wieder einmal ein besonders nerviges Exemplar der Gattung "Handy-Verrückt" (ein Begriff, der im Buch immer wieder süffisant genutzt wird) über den Weg lief.
M. E. ist sein Roman durchaus als Sinnbild auf das tägliche Leben gemeint. Auf der einen Seite die Handylosen Normalos, die nur in Ruhe und Frieden ihr Leben leben wollen. Auf der anderen - und wer kennt sie nicht - Mitmenschen, die alle Hinweise und Warnungen ignorierend z. B. auch im Krankenhaus, in der Nähe von Schwangeren, im Flugzeug, Kino, Konzert oder Bahn und Bus geradezu zwanghaft zum Handy greifen müssen, um zu demonstrieren wie ach so toll (wichtig?) sie und ihre Angelegenheiten doch sind. Das sie ihrer Umwelt dabei ordentlich auf den Senkel gehen, an bestimmten Orten sogar Gefahren auslösen können, ist einigen Vertretern dieser Spezies offensichtlich egal. Immerhin können zumindest Trickdiebe, Erpresser und Nötiger etwas mit den öfters schon mal vertraulichen Gesprächsinhalten anfangen.
So ist dieses Buch sicherlich auch als Denkanstoß in Hinblick auf das seltsame Verhalten einiger rücksichtsloser Zeitgenossen gegenüber ihren Mitmenschen zu sehen.
Fazit: Lesezeit für Vielleser etwa 6 Stunden, Gelegenheitsleser entsprechend länger.
Dieser Roman, obwohl nicht wirklich schlecht, bietet leider (wieder) nicht die Qualität, die man aus quasi allen älteren King Werken kennt. Trotz einiger Schwächen durchaus konsumierbar, wird bei "Puls" zumindest der erfahrene King Fan nicht den alten Thrill empfinden.
Tipp:
Wer noch nicht viel, oder sogar noch gar nichts von Stephen King gelesen hat sollte sich lieber erst einmal seine älteren Werken vornehmen. Romane wie z. B. "Shining", "The Stand", "Cujo", "Christine", "Es" und "Dead Zone" sowie alle Kurzgeschichtenbände sind bis heute unbedingt empfehlenswert und offenbaren, warum dieser Autor zu Weltruhm gelangte.
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