Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
abstruse Idee, aber spannend!, 22. Oktober 2007
Der Reporter Jack lernt am Flughafen in Philadephia eine Blondine kennen, und bei einem gemeinsamen Drink eröffnet sie ihm plötzlich, daß sie ihn vergiftet hat und er in zehn Stunden tot ist.....
Damit beginnt eine - auch für den Leser - atemberaubende Reise durch die Nacht, die jede Menge Leichen hinterläßt und trotz der letztendlich abstrusen Idee unglaublich spannend ist.
Leider hat mir das gelegentliche - und überflüssige - Abgleiten der Sprache ins Ordinäre ein wenig den Lesespaß verdorben. Deshalb muß ich aufpassen, wem ich diesen Thriller empfehle.
Vielleicht eher etwas für junge Leute, die durch Kraftausdrücke und direkte Sprache nicht so leicht zu verärgern sind.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Einfach nur ärgerlich, 8. April 2008
Vorne im Buch steht ein Zitat von Raymond Chandler. Deshalb habe ich das Buch gekauft, ich glaubte, es sei in bester Chandler-Tradition geschrieben.
Irrtum.
Der Roman beginnt scheinbar vielversprechend: Ich habe Ihren Drink vergiftet und in zehn Stunden sind Sie tot", behauptet eine Blondine am Flughafen gegenüber dem biederen Reporter Jack. Sie allein hat das Gegenmittel.
Das liest sich wie ein Versprechen auf einen tollen, spannenden Krimi. Dies Versprechen wird aber keinesfalls eingelöst. Stattdessen erzählt Duane Louis eine hanebüchene Geschichte. Die Blondine hat in einem Forschungslabor gearbeitet und nun sind ihr Nanomaschinen injiziert worden, die sich in ihrem Körper wie Viren vermehren, und sobald sie allein ist, explodiert ihr Gehirn. Sie braucht also immer jemanden in der Nähe. Sobald drei Meter Abstand zwischen ihr und einem anderen Menschen sind, fliegt ihr Kopf in die Luft.
Eine Weile hofft der Leser, dass sie einfach irre ist und in einen Wahn verstrickt, aber dann explodieren im Roman ständig Köpfe. Ich habe die Toten nicht gezählt...
Es gelingt Duane Louis nicht, irgendeine Figur mit Leben zu erfüllen, sie bleiben alle Pappkameraden, die durchs Leben tapsen und nur schwer nachvollziehbare Dinge tun.
Nehmen wir nur mal die Blondine. Gibt es nicht andere Möglichkeiten, einen Mann an dich zu binden und dafür zu sorgen, dass er sich nicht mehr als drei Schritte von dir entfernt, als ihm Gift in einen Drink zu schütten? Aber sie hat, wie alle anderen Figuren im Buch, keine Freunde, keine Verwandten, niemand ist einem vernünftigen Argument zugänglich, alle Menschen reagieren nur auf Gewalt, Druck oder Erpressung.
Leider finde ich dies in letzter Zeit häufig bei amerikanischen Autoren. Wenn sie nicht mehr in der Lage sind, die Wirklichkeit zu beschreiben, erfinden sie absurde Techniken, Maschinen oder wie John Katzenbach, gleich einen ganz neuen Staat mit neuen Gesetzen. Aber das alles ersetzt eben keine gute Geschichte, keine glaubwürdigen Charaktere und keine durchdachte Dramaturgie.
Blondes Gift ist einfach nur ärgerlich. Es ist auch kein Krimi und kein Thriller - das alles ist nur Hochstapelei, genauso wie die Nennung von Raymond Chandler.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Atemberaubender Thriller, 6. Dezember 2007
Dieses Buch ist eindeutig ein absoluter Spitzenthriller. Eine äußerst faszinierende Ausgangsidee, ein schneller Spannungsaufbau, ein irrsinniges Tempo, überraschende Wendungen und drei sehr charismatische Hauptfiguren zeichnen "Blondes Gift" von Duane Louis aus.
Als der Journalist Jack Eisley von der ihm unbekannten blonden Kelly auf dem Flughafen angesprochen wird, sie habe seinen Drink vergiftet und er sei in 10 Stunden tot, glaubt er an einen schlechten Scherz. Doch aus diesem vermeintlichen Scherz wird schnell ernst, denn Jack gerät in einen absoluten Alptraum. Kelly behauptet, dass sie selbst vergiftet ist und innerhalb von 10 Sekunden stirbt, sobald sie sich mehr als 3 Meter von ihm entfernen muss. Bald darauf scheint auch Jack von diesem Virus befallen zu sein und zusammen mit Kelly versucht er zu überleben.
Mike Kowalski ist ein Profikiller, der für eine geheime amerikanische Institution arbeitet und auf Kelly angesetzt wird. Einerseits eiskalt und routiniert, ist er doch von den Schatten seiner Vergangenheit und dem Tod seiner schwangeren Frau verfolgt. Als ihn seine Führungsoffizierin von dem Fall abziehen will, macht er auf eigene Faust weiter, seinen Auftrag zu erfüllen.
Alleine die Ausgangsidee am Flughafen - die Vorstellung, dass jemand wildfremdes einen vergiftet - scheint schon den Kauf des Thrillers "Blondes Gift" von Duane Louis wert zu sein. Der weitere Verlauf des Romans hält dann noch viel mehr, als er eh schon verspricht. Das Horrorszenario, sich nie mehr als 3 Meter von einem anderen Menschen entfernen zu können, ohne sofort zu sterben, ist zwar nicht ganz neu, aber hier in Perfektion ausgemalt und entwickelt.
Duane Louis hält sich nicht lange mit Details auf, die Motive von Kelly bleiben lange im Ungewissen. So fiebert man mit Jack mit, spürt erst den Unglauben über das Erlebte und die dann zunehmende Verzweiflung und Panik über seine Situation.
Da die zwar durchweg in der dritten Person, aber sowohl aus Jacks wie auch aus Kowalskis Sicht, geschriebene Story eher in kurzen Schnitten daherkommt, entsteht ein ungeheueres Tempo, dem ich mich als Leser zu keiner Zeit entziehen konnte. Der Thriller reisst einen im wahrsten Sinne des Wortes mit.
Höchstens das etwas zu übertriebene Ende könnte als kleines Manko aufgeführt werden. Aber es fällt dann aufgrund der irrsinnigen Achterbahnfahrt vornedran nicht wirklich ins Gewicht, um auch nur annähernd an den 5 Sternen zu rütteln.
Ein tolles Buch, ein faszinierender Thriller und ein fesselnder Svhreibstil - dieses Buch ist eindeutig ein MUSS.
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