Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nichts ist so wie es scheint in diesem Psychothriller!, 2. September 2009
Die junge Gesamtschullehrerin Marjolein wird eines Tages während des Unterrichts von einem ihrer Schüler mit dem Messer bedroht. Da die Schule mit schwindenden Schüleranmeldungen zu kämpfen hat und einen Skandal vermeiden möchte, zeigt Marjolein auf Wunsch des Rektors den Schüler Bilal nicht an. Bilal wird von der Schule verwiesen, was ihn jedoch nicht daran hindert, Marjolein privat weiterhin zu bedrohen. Kurze Zeit später wird Marjolein ermordet aufgefunden und der Verdacht fällt sofort auf Bilal. Doch war er wirklich der Täter oder hat noch eine andere Person einen Grund, die junge Lehrerin zu ermorden.
Wie einen Paukenschlag lässt Simone van der Vlugt ihren Psychothriller mit der Messerattacke beginnen. Man ist sofort mitten in der Geschichte, ohne jede Chance, dieser bis zum Ende des Buches wieder zu entkommen. Äußerst interessant sind die beiden Erzählstränge. Zum einen erzählt Marjolein bis zu ihrer Ermordung die Geschichte, zum anderen berichtet Marlieke (ihre Zwillingsschwester) das Leben nach Marjolein's Tod weiter. Und dies immer wieder im Wechsel, sodass die Geschichte ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt, bis zum Ende alles zusammenläuft.
Auch wenn man bereits nach ein paar Seiten mit dem Mord von Marjolein konfrontiert wird, schaffen es die ständigen Perspektivwechsel mühelos, die Spannung hoch zu halten und zum Ende hin zieht der Thriller noch einmal richtig rasant an, sodass man kaum noch in der Lage ist, das Buch zur Seite zu legen.
Die Zwillinge Marjolein und Marlieke nehmen für den Leser sehr schnell Konturen an und die Autorin versteht es hervorragend, ihnen binnen kurzer Zeit ein Profil zu geben. Interessant ist auch der Perspektivwechsel zwischen den charakterlich völlig unterschiedlichen Zwillingsschwestern dargestellt, hierdurch erhält man schnell einen Einblick in ihre Gefühle zueinander. Die restlichen Personen sind ebenso facettenreich und glaubwürdig beschrieben und bei einigen scheint nicht immer alles so zu sein wie man zuerst annimmt. Hierdurch ist man bis zum Schluss immer wieder unschlüssig über Motiv und Mörder, was den Spannungsbogen auf hohem Niveau hält.
Fazit: Simone van der Vlught ist mit "Schattenschwestern" ein brillant geschriebener Psychothriller gelungen, der seine Leser bis zum Ende der Geschichte in Bezug auf Tatmotiv und Mörder im Dunkeln stehen lässt.
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40 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannender Perspektiv-Wechsel!, 28. März 2007
Simone van der Vlugt, die niederländische Autorin, die sich mit historischen Jugendbüchern einen Namen machte, bevor sie Kriminalromane schrieb, wusste schon mit ihrem ersten Krimi "Klassentreffen" im vergangenen Frühjahr zu überzeugen.
"Schattenschwester" wird an diesen Erfolg sicher anknüpfen, denn erneut handelt es sich um einen schlüssig aufgebauten Psychothriller mit großem Suchtfaktor.
Marjolein ist Lehrerin an einer Rotterdamer Brennpunktschule. Als ein Schüler sie mit dem Messer bedroht und ihr auch in der Folge nachstellt, fühlt sie sich zu Recht verfolgt. Leider wird sie jedoch von ihren Kollegen, die eher um den Ruf der Schule fürchten, nicht ernstgenommen. Kurze Zeit später wird sie erschossen aufgefunden.
Ihre Zwillingsschwester Marlieke fühlt sich wie amputiert und doch von Marjoleins übergroßer Präsenz befreit. Allmählich kommen Zweifel an der Echtheit von Marliekes Trauer auf, zumal auch Marjoleins Ehe nicht so glücklich war, wie es am Anfang scheint...
War der Stalker nun wirklich der Täter, oder ist er doch viel eher in der nächsten Familie zu suchen?
Diese Frage lässt Simone van der Vlugt bis zum Ende geschickt offen. Interessant an diesem Kriminalroman sind die wechselnden Erzählperspektiven: Marjolein berichtet von den Ereignissen nach dem Übergriff ihres Schülers, während in abwechselnden Einschüben Marlieke von der Zeit nach Marjoleins Tod erzählt. So wird der Leser bis zum Ende im Unklaren gelassen...
Ein wenig störend empfand ich die allzu offensichtliche Schwarzmalerei - Problemschule gleich muslimischer Täter gegenüber vermeintlich heiler Vorstadt-Welt.
Dennoch habe ich diesen Kriminalroman sehr gerne und zügig gelesen.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meine Empfehlung für die dunkle Jahreszeit!, 4. Oktober 2007
Eins vorab: Fans von Tess Gerritsen oder Karen Slaughter werden von "Schattenschwester" enttäuscht sein, denn "Schattenschwester" ist alles andere als ein typischer Thriller, aber dennoch ein sehr gutes und außergewöhnliches Buch.
Zum Inhalt:
Das Leben der Lehrerin Marjolein gerät aus den Fugen, als sie eines Tages von einem Schüler mit einem Messer bedroht wird. Sie fühlt sich unverstanden von ihrer Umgebung und als sie kurze Zeit später erschossen wird, fällt der Verdacht auf den Schüler....
Genau wie bei beim Vorgängerbuch von Simone van der Vlugt "Klassentreffen" gerät die eigentliche Story in den Hintergrund. Abwechselnd erzählen die Zwillingsschwestern Marjolein und Marlieke ihre Sichtweise in der Ich-Form. Somit entsteht ein spannender Einblick in das Leben der Zwillingsschwestern, die doch so verschieden sind wie Tag und Nacht. Das Buch kommt in Schreibweise und Story zunächst sehr unprätentiös daher, aber mit jeder Seite wird die Story dichter und vor allen Dingen spannender. Ich kann gar nicht genau sagen, was das Buch so gut macht, wahrscheinlich genau diese Einfachheit mit der Simone van der Vlugt schreibt, macht es so besonders. Toll wie sie das Leben der Zwillingsschwestern beschreibt und den Leser in deren Gefühlswelt eintauchen lässt. Ich war mittendrin im Geschehen und konnte das Buch nicht mehr weglegen.
"Schattenschwester" ist kein typischer Krimi oder Thriller, aber genauso fesselnd und spannend....
Absolute Kaufempfehlung von mir für die dunkle Jahreszeit....
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