Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Verworren spannend, 24. August 2008
Etwas verworren beginnt dieser Thriller mit mehreren verschiedenen Erzählsträngen. Zum einen ist da der Ich-Erzähler Paul Copeland, ein erfolgreicher Staatsanwalt, dessen Leben auf einer mörderischen Vergangenheit beruht. Bereits vor zwanzig Jahren verschwanden seine Schwester Camille und ein Freund ihrer Clique spurlos nach einem Verbrechen, bei dem zwei weitere Teenager ermordet aufgefunden wurden. Bis heute glauben Polizei und Familie, dass die beiden damals ebenfalls ermordet wurden. Doch ihre Leichen wurden nie gefunden.
Eines Tages klopft die Polizei bei Copeland an und fragt nach einem Alibi für die vorangegangene Nacht. Eine Leiche sei gefunden worden, die einen Zettel mit Copelands Namen und seiner Anschrift bei sich trug. Doch dem Staatsanwalt kommt der Name der Leiche nicht bekannt vor. Bei der Besichtigung des Toten aber überkommt ihn ein verhängnisvoller Verdacht, denn er meint, die Leiche anhand von Wundmerkmalen erkannt zu haben. Aber dieser Mann sollte eigentlich schon über 20 Jahre lang tot sein und nicht gerade erst ermordet worden sein.
Copeland beginnt nun, in seiner Vergangenheit zu wühlen und stößt auf mysteriöse Umstände, die anfangs kleine Puzzleteile zu sein scheinen und erst nach und nach ein komplettes Bild abgeben. Aber was um Himmels Willen hat sein aktueller Fall, die Aufklärung der Vergewaltigung von Chamique Johnson, mit der ganzen Geschichte zu tun?
Zum anderen erzählt uns Harlan Coben die Geschichte der Professorin Lucy Gold, die zusammen mit ihrem Mitarbeiter Lonnie Berger an einem psychologischen Experiment arbeitet, in welchem ihre Schüler einen Bericht schreiben sollen über ein traumatisches Erlebnis in ihrem Leben. Sie sollen dies anonym tun und so hat Lucy keine Ahnung, wer ihr per E-Mail einen Bericht geschickt hat, der ihr eigener hätte sein können. Aber auch der Bericht dieses Vorfalls geschah vor über 20 Jahren. Und warum hat Lucy vor ein paar Jahren ihren Namen geändert?
Was Anfangs als Verwirrspiel beginnt, entwickelt sich immer mehr zu einer sehr gut ausgetüftelten und rasant spannungsgeladenen Story, die Harlan Coban in gewohnt fesselnder, aber auch irgendwie cooler Schreibweise, zum Besten gibt. Immer wieder baut er Wendungen ein, die die Geschichte in einem völlig anderen Licht erstrahlen lassen. Bis hin zu einem Ende, welches turbulenter und abwechslungsreicher kaum sein könnte.
Der Leser ist beruhigt, dass sich am Ende alles aufklärt und dennoch gibt Coben uns ein kleines Alternativ-Ende mit auf den Weg, welches sich letztendlich aus den eigenen Gedanken des Lesers formen wird. Neugierig? Dann nichts wie ran an Das Grab im Wald"!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Geht so ..., 21. September 2008
Paul Copeland, verwitweter Staatsanwalt, wird zu einem Mordfall gerufen und meint, in der Leiche einen längst Totgeglaubten zu erkennen ... Damit werden Ermittlungen in einem alten Mordfall wieder aufgenommen, die mit der Vergangenheit des Staatsanwaltes Copeland eng zusammen hängen: Zwei Jugendliche waren während eines Sommercamps, an dem auch er teilgenommen hat, ermordet und im Wald verscharrt worden, gleichzeitig wird seine Schwester seit zwanzig Jahren vermisst, ebenso wie der nun gefundene Tote ...
Der Einstieg in die Geschichte ist mir schwer gefallen: Das Buch ist sehr dialoglastig und liest sich stellenweise wie ein Drehbuch. Das nimmt der Geschichte auch einiges an Tempo, nämlich immer dann, wenn seitenweise Dialoge, die sich teilweise künstlich und kaugummiartig in die Länge ziehen, irgendwelche für den Fortgang der Story kaum nennenswerten Erkenntnisse sozusagen ans Tageslicht bringen sollen. Manchmal fällt es auch schwer, den Gesprächen zu folgen, und man muss sehr konzentriert mitlesen, damit man weiß, wer welchen Satz spricht, weil es zwischendurch dazu wenige Hinweise gibt.
Großenteils erzählt aus der Perspektive des oben erwähnten Staatsanwaltes in Ich-Form, wechselt der Roman aus mir unerfindlichen Gründen aber immer wieder die Sichtweise. Der Autor schiebt Kapitel ein, die von einer anderen Person, die zunächst mit dem Ich-Erzähler keinen Kontakt hat, handeln. Da frage ich mich doch ernsthaft: Was soll dann die Ich-Erzählperspektive (vor allem, weil es ja so viele Dialoge gibt, die wenige Hinweise auf die Gedanken des Ich-Erzählers geben)?
Es gibt auch keinen stringenten Handlungsfortgang, weil vor allem in der ersten Hälfte des Buches der Beruf der Hauptperson eine zu große Rolle spielt und ein Gerichtsfall, der mit dem Mord in keinerlei Zusammenhang steht und nur am Rande mit den weiteren Ermittlungen zusammenhängt, in allen Einzelheiten beschrieben wird. Dies gilt auch noch für einige weitere Nebencharaktere.
Zur Story selbst: Diese finde ich gut ausgearbeitet und eigentlich spannend und lesenswert (wenn nicht, wie ich am Anfang bereits geschrieben habe, diese durch die vielen langweiligen Dialoge an Fahrt verlieren würde - oder gar nicht erst richtig aufnimmt).
Vor allem in der zweiten Hälfte des Romans aber wird die Geschichte flüssiger und auch wirklich spannend. Das ist mir vor allem bei meinem Lesepensum aufgefallen: Während ich mich durch die erste Hälfte fast "quälen" musste, habe ich die zweite Hälfte an einem Vormittag gelesen. Da geht es denn auch endlich vorwärts: Es passiert wenigstens etwas!
Das Ende in Form des Epilogs ist - na ja - Geschmackssache. Ich finde es sogar richtig gut!
Was mir auch gefallen hat: Es geht hier nicht blutrünstig zu! Es passiert eigentlich zwar kaum etwas, die Ermittlungen beziehen sich auf Telefonate, Dialoge, Gedanken etc. Das ist aber für meinen Geschmack besser als in allen Details beschriebene Gewalt. Nur zum Ende kommt ein bisschen "Action" auf.
Alles in allem hat dieser Krimi (als Thriller würde ich es jetzt nicht bezeichnen) bei mir sicherlich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, aber zum Lesen für zwischendurch reicht es allemal.
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29 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das war mein 1. Buch von Coben - aber sicher nicht das Letzte!, 5. Februar 2008
Eigentlich fängt alles recht harmlos an. Paul hat einige Schicksalsschläge hinnehmen müssen und ist jetzt alleinerziehender Vater und Bezirksstaatsanwalt. Er bearbeitet einen Vergewaltigungsfall - klassisch, zwei weiße Studenten vergewaltigen eine schwarze Stripperin. Ein Vater der Studenten versucht Paul unter Druck zu setzen, die Vergewaltigungsgeschichte doch abzulehnen und nicht zu verhandeln. Paul lehnt ab und damit beginnt der Stein zu Rollen. Der Vater setzt alle Hebel in Bewegung um Pauls Vergangenheit zu durchleuchten, um dort was zu finden.
Langsam aber sicher muss sich Paul sich mit seiner Vergangenheit auseinander setzen. Und diese erweist sich als vielschichtiger als es im ersten Moment aussieht.
Der Krimi ist in der Ich-Form geschrieben aus der Sicht von Paul.
Zuerst war ich auch etwas skeptisch - aber das muss so sein. Ich glaub, anders wäre die Handlung zu unemotional.
Dieser Krimi ist ein Pageturner. Ich konnte ihn gar nicht mehr aus der Hand legen (musste aber) und habe in jeder freien Minute gelesen, voller Spannung was jetzt wieder aufgedeckt wird und wie sich die Geschichte weiterentwickelt.
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