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Angelica
 
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Angelica (Gebundene Ausgabe)

von Arthur Phillips (Autor), Sigrid Ruschmeier (Übersetzer)
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 19,95 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Goldmann HC (10. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442310873
  • ISBN-13: 978-3442310876
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 333.371 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Das Buch hebt sich mit seiner subtilen Spannung und dem mehrdeutigen Schwebezustand zwischen Wahn und Wirklichkeit wohltuend ab von größeren Schauergeschichten.“ (NRZ )

„...Mit „Angelica“ ist ihm ein intelligenter Schmöker über die Abgründe der Seele gelungen – ideal für düstere Winternächte.“ (Nürnberger Zeitung )

„Trotz einiger Längen überzeugendes, düsteres Familienschicksal in nicht ganz alltäglicher Aufmachung.“ (Buchkultur )

Kurzbeschreibung

Der Feind in meinem eigenen Haus

Im viktorianischen England darf eine kleine Verkäuferin zwar einen Mann aus besseren Kreisen heiraten, ohne einen gesellschaftlichen Fauxpas zu begehen - Schwäche zeigen darf sie aber niemals. Das lernt Constance Barton schnell und schmerzlich, als ihr Mann, ein angesehener Mediziner und Forscher, das vierjährige Töchterchen Angelica aus dem elterlichen Schlafzimmer ausquartiert und seine ehelichen Rechte einfordert. Rücksichtslos und blind für die mysteriösen Vorgänge, die sich in dem vornehmen Anwesen abspielen: Das Haus der Bartons scheint nämlich von einem äußerst gewalttätigen Dämon beherrscht, der Mutter und Tochter nach dem Leben trachtet. Sieht Constance Gespenster oder schmiedet ihr Mann einen tödlichen Plan?


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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen hervorragendes, psychologisches Kammerspiel, 22. Januar 2010
Von Alfa Fähe "Bücherfüchsin" (einem schönen Ort an der Donau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)   
Der Umschlagtext enthält im Wesentlichen den Inhalt dieses Buches.
Constance, eine junge Verkäuferin in einem Schreibwarengeschäft, lernt den gesellschaftlich wesentlich höher gestellten Forscher Joseph Barton kennen und heiratet ihn. Nach einigen Fehlgeburten wird dann doch ihr Töchterchen Angelica geboren. Constance geht ganz in ihrer Mutterrolle auf und lässt das Kind auch im elterlichen Schlafzimmer nächtigen. Joseph hält dies eines Tages nicht mehr aus und ordnet Constance an, alle Sachen von Angelica in das Kinderzimmer umzuräumen und teilt ihr auch seinen Beschluss mit, dass das Kind ab sofort in diesem Zimmer schlafen wird. Constance fügt sich. Aber dann geschehen merkwürdige Dinge, die die junge Frau völlig aus der Fassung bringen und sie versucht Hilfe zu finden...

Was erwartet man nach so einer Kurzbeschreibung für ein Buch? Etwas mystisch Spannendes? Ein Intrigenspiel des Ehepartners? Irgendwie ist man schon auf dem richtigen Weg, aber was letztendlich wirklich hinter all dem steckt, offenbart sich erst beim Lesen des Buches.
Phillips schreibt in einer sehr feinen geschliffenen Sprache, so dass man kein Problem hat seiner Erzählung zu folgen. In dieser Geschichte geht es aber nicht um irgendwelche banalen, spannenden Ereignisse, sondern wesentlich mehr um psychologische Charakterzeichnung. Das Buch ist wie ein Theaterstück aufgebaut. Vier Akte sind zu sehen, wobei den ersten Akt Constance, den zweiten Anne Montague, den dritten Joseph und den vierten und letzten, Angelica erzählt. Alle Figuren berichten dieselben Ereignisse und doch bekommt der Leser das Gefühl, immer eine andere Geschichte zu erfahren.
Die ganze Aufmerksamkeit des Lesers ist gefordert, da der Autor viele kleine Details mit eingebaut hat, die sich einem oft erst nach vielen Seiten erschließen und zusammenfügen lassen.
Das Buch spielt zwar im viktorianischen London, aber dennoch ist dies für mich kein Buch das in das Genre der historischen Romane gehört. Das 19. Jahrhundert bietet lediglich den idealen Rahmen, da die gesellschaftliche Stellung und die damit verbundenen Regeln eine sehr große Rolle spielen. Weder von politischen Ereignissen der Zeit, Alltagsgewohnheiten oder auch das exakte Aussehen der Protagonisten wird man erfahren. Man darf sich keinen simpel erzählten Roman erwarten, denn dann wird man ziemlich enttäuscht werden.
Arthur Phillips hat mit diesem Werk ein Kammerspiel geschaffen, welches Einblick bis in die hintersten Wände des charakterlichen Kleiderschrankes bietet und mit einer Ansammlung von Kleidungsstücken wie Einsamkeit, Sehnsucht, Schmerz oder Selbstverleugnung, aufwartet. Tiefpsychologisch hervorragend erzählt und mit ausgefeilten Figuren, liefert der Autor mit diesem Buch ein kleines, literarisches Juwel.
Wer gehobene Erzählkunst und Empathie in Perfektion zu schätzen weiß, sollte dieses Buch unbedingt lesen!
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