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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kein Platz für verklärte Südsee-Romantik, 28. September 2007
Würde ich gefragt, welches mein derzeitiges Lieblingsbuch ist, ich würde wie aus der Pistole geschossen antworten: ""Billard mit Kokosnüssen" von J. Maarten Troost. Es ist einfach ein fantastisches Buch!! Hier schreibt jemand über den Inselstaat Kiribati, der Land und Leute wirklich kennt. Da ist kein Platz für verklärte Südsee-Romantik und kitschige Postkarten-Idylle. Dabei bietet der Autor - trotz aller Flapsigkeit und skurrilem Humor - eine Fülle an Informationen, die weit über das hinausgehen, was Reisebücher sonst gemeinhin so bieten. Und der herrlich lakonische Stil, in dem das geschieht, kann nur von jemandem gepflegt werden, der das Land und seiner Bewohner ins Herz geschlossen hat und es von daher gar nicht nötig hat, sich "gönnerhaft" anzubiedern. Ach ja, würde ich gefragt, welches denn das "Land meiner Träume" wäre, ich würde wie aus der Pistole geschossen antworten: Kiribati, der aus 33 Atollen bestehende Inselstaat in den Weiten des Südpazifiks! Denn noch nie habe ich den Gedanken, von ganzem Herzen etwas zu tun, das kein Ziel verfolgt, keine Eile hat und sich nicht lohnen muß derart im realen Leben verwiklicht gesehen, wie es - nach J. Maarten Troosts Bescheibungen - auf Kiribati der Fall zu sein scheint.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Herrlicher Urlaubsroman, 28. Oktober 2006
Naja... Roman? Oder ist es ein Reisebericht? Eine Satire? Oder vielleicht doch ein Entwicklungsbericht über Kiribati? Dieses Buch in eine Schublade zu stecken ist gar nicht so einfach. Aber auch gar nicht nötig. Denn es liest sich einfach herrlich.
Baden im blauen Pazifik? Ein Traum! Doch dass die Einwohner das Atoll als Toilette benutzen, passt dem Badenden gar nicht. Dies ist einer der ersten Kontakte mit dem Leben auf dem Atoll. Troost gelingt es, die Eigenheiten dieses pazifischen Atolls aus eurozentristischer (bzw. kanadozentrischer) Sicht darzustellen ("Brauche ich eigentlich einen Pullover?") und unseren Errungenschaften den Spiegel vorzusetzen. Und dies auf eine höchst erfrischende Art. Er nimmt dabei nicht nur die Eigenarten der Inselbewohner aufs Korn, sondern erklärt diese von Innen heraus. Dabei darf auch eine böse Kritik an der UNO und der verfehlten Entwicklungshilfe im Allgemeinen nicht Fehlen.
Dieses Buch ist tolles Buch für den Urlaub, für den Entwicklungshelfer, den Erdkundelehrer oder einfach nur zum Spaß.
Ich selbst habe es am Strand von Indien gelesen. Die Realität mit der einheimischen Toilette hat mich dort jedoch schnell eingeholt...
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Willkommen in der Südsee, 20. Dezember 2006
Ein äußerst skurriles Reisebuch über ein Paar das auswandert zum Ende der Welt, auf eine der vollkommen abgelegen Südseeinseln, welche man heute noch finden kann. Der Autor J. Maarten Troost beschreibt in seinem Buch BILLARD MIT KOKOSNÜSSEN, wie er auf Kiribati landet und welche Folgen diese Entscheidung für beide hatte.
Wir müssen hier weg, das ist sozusagen das Zivilisationsfazit welches der Autor mit seiner Freundin kurz fasst. Weg von Klimaanlagen, Ärzten, Risikovorsorge und der täglichen Rush-hour. Doch das es gerade KIRIBATI sein musste, na ja.
Kiribati liegt am anderen Ende der Welt, zumindest von Europa aus betrachtet. Kiribati besteht aus mehreren Inseln und etwa 8.000 Einwohnern, welche sich nicht um den Rest der Welt kümmern. Dorthin will also unser geschätztes Paar auswandern...
Alles läuft unplanmäßig und mit steigendem Aufenthalt machen sich Ansichten breit, welche eine Rückkehr in die Zivilisation unmöglich machen könnten.
Der Autor beschreibt herzerfrischend und sehr genau, wie es so ist, dass Inselleben in der Südsee und mit was man sich herumschlagen muss, inklusive kühlschrankgroßen Kakerlaken. Haie sind cool und nicht grässlich und wenn die Freundin Denuefieber bekommt, dann geht das schon vorbei, so etwa nach zwei Wochen, außer der Virus befällt lebenswichtige Organe, doch schließlich ist es nicht Ebola, oder?!
Als einem langsam dämmert, dass zu langes Leben auf Kiribati auch Nachteile haben kann, beispielsweise kennt man sich nicht mehr mit Fahrstühlen aus oder hält Hawaii für zu kalt, da fasst man den Entschluss das es zurück in die Zivilisation gehen muss, leider oder besser Gott sei Dank?!
Ein Buch zum schmunzeln, lachen und sich informieren, falls da noch jemand ist, welcher in die Südsee auswandern will.
Empfehlenswert!
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