Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gute Idee aber nicht ganz ausgereizt!, 10. Januar 2009
Kurzbeschreibung:
Die junge Chemikerin CJ Reilly arbeitet für den Energiekonzern Quimicron, der in Baton Rouge ein Kraftwerk unterhält; dieses ist über einen Kanal sowohl mit dem Meer als auch dem Sumpf verbunden.
Nun will man den Devil's Swamp zur Landgewinnung trockenlegen; CJ und ihr Freund Max sollen den Zustand des Gebietes katalogisieren und die Dekontaminierung vorbereiten. Bei einem ihrer Märsche entdecken sie einen Teich, der mysteriöserweise völlig vereist ist. Als Max' iPod hineinfällt, wird das Eis für einen kurzen Moment durchlässig und schließt das Gerät ein. Selbiges passiert auch CJ, die aber - von einer eigenartigen Wasserströmung sondiert -, unverletzt ausgestoßen wird. Was hat es damit auf sich?
CJ wird einem Forschungstrupp zugeordnet und muss sich mit arroganten Teamleitern, neugierigen Journalisten und ihrem attraktiven, aber undurchsichtigen Chef herumschlagen: Roman Sacony ist nicht begeistert von der Entdeckung. Und das nicht nur, weil er massive Kosten auf die Firma zukommen sieht: Ein Hilfsarbeiter des Teams fällt in den Teich - und wird getötet! CJ stürzt sich, alle Vorsichtsmaßnahmen ignorierend, in die Forschungsarbeit. Ihre Untersuchungen ergeben Unglaubliches: Im Sumpf hat sich eine neue Lebensform entwickelt, die nicht nur aus biologischem Material wie Algen besteht, sondern auch aus Handyschrott, Nano-Medikamenten, Prozessorschaltkreisen und anderen Errungenschaften der menschlichen Zivilisation. Und diese Lebensform entwickelt offensichtlich ein Bewusstsein! CJ gibt ihr den Namen Watermind.
Watermind nutzt nicht nur biochemische Prozesse, um zu wachsen und sich zu ernähren, sondern setzt diese selbst in Gang: Es filtert aus dreckigem Wasser alles Nützliche heraus, entzieht ihm dabei alle Wärme und lässt es so vereisen. Außerdem entwickelt Watermind elektromagnetische Kraftfelder, erzeugt Farbenspiele und Nebel. Versucht es so, mit den Menschen zu kommunizieren? Während die Bevölkerung ängstlich von Voodoo-Zauber spricht, glaubt CJ, durch den Watermind eine neue Methode zur Reinigung von verschmutztem Wasser entdecken zu können. Sie entwickelt die Idee, mit ihm mittels Schallwellen und mathematischen Codes, die der zum Teil aus Maschinenteilen bestehende Watermind mutmaßlich versteht, zu kommunizieren. Doch dann wird deutlich, dass der Watermind nicht einfach nur freundlich vor sich hinpulsiert: er manipuliert seine gesamte Umwelt und beginnt schließlich zu wandern, verlässt seinen Teich, dringt in den Kraftwerkskanal ein und versenkt dort Versorgungskähne, um aus der Ladung weiteres Material für sein Wachstum zu gewinnen.
Alle Versuche, Watermind einzudämmen, scheitern - und machen die neue Lebensform nur noch aggressiver! Hat die Menschheit in ihrer Ignoranz gegenüber der Natur etwas geschaffen, was unsere Welt für alle Zeit verändern wird?
Meine Meinung:
Sehr gute Idee die aber leider Spannung vermissen lässt. Ich hatte mir eher etwas erhofft in Richtung "Das Ding aus dem Sumpf". Das Buch erinnert mich aber dann doch eher an eine andere Version des Kinohits "Sphere".
Die Idee ist wirklich gut und die Autorin versteht es eine Geschichte zu erzählen die ungewöhnlich ist.
Der erste Teil des Buches hat dann auch ein paar spannende Momente. Später flacht die Geschichte aber deutlich ab, da irgendwie nichts wirklich spannendes mehr passiert.
Gegen Ende des Buches gibt's noch mal ein bischen Action/Thrill, was mir aber dann doch für knapp 465 Seiten etwas zu wenig ist.
Mehr Spannung und Action + eine straffere Hauptprotagonistin und das Buch hätte 5 Sterne von mir bekommen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Wesen aus dem Sumpf oder wie aus unserem Schrott neues Leben entsteht..., 22. Februar 2009
Ein wenig verunsichert ging ich an dieses Buch heran, da ich von allen Seiten nur Schlechtes gehört habe. Zum Glück hat sich das so nicht bestätigt, außer, dass sich im Mittelteil einige Längen finden, die aber den Lesefluss nicht wirklich beeinträchtigen.
Auf faszinierende Weise sucht M.M. Buckner in ihrem Wissenschaftsthriller "Watermind" nach der Antwort auf die oft gestellte Frage "Kann sich auf der Erde eine neue intelligente Lebensform neben dem Menschen entwickeln?". In diesem Buch ist es möglich und zwar durch den Menschen selbst und seine Abfälle und den Schrott, den er munter und fortwährend in der Natur entsorgt.
Ist es denn wirklich so abwegig, dass sich aus elektronischem Müll und vorhandenen Pflanzen und Bakterien neues, intelligentes Leben entwickelt? Wenn man sich nur mal ein wenig im World Wide Web umsieht, muss man feststellen, dass dem keineswegs so ist. Buckner hat nur aktuelle Forschungen und deren Ergebnisse ein wenig weitergesponnen.
Außerdem hat sie es geschafft, ihren Protagonisten jeweils völlig unterschiedliche Sichtweisen zu geben, was die Auseinandersetzungen mit dem Watermind so spannend macht. CJ Reilly ist diejenige, die voller Faszination auf dieses neue Wesen blickt und es als friedlich und harmlos, quasi als Neugeborenes betrachtet, während ihr Freund Max und die abergläubischen Bewohner Baton Rouges es für einen Dämon oder ähnliches halten. Roman Sacony will und kann sich ein intelligentes Wesen überhaupt nicht vorstellen, geschweige denn verstehen und greift so nach der für ihn am naheliegensten Lösung: Zerstörung. Welche Reaktion wäre wohl in der Realität die am häufigsten gewählte?
Der Autorin ist mit "Watermind" ein packender Thriller gelungen, der zwar im Mittelteil einige Längen aufweist, sich durch den straffen Einstieg und das spannende Ende dennoch sehr gut lesen lässt. Die wissenschaftlichen Details sind auch für ungeübte Leser gut zu verstehen, alles in sich klingt logisch und bisweilen so realistisch, dass man unauffällig misstrauische Blicke in den Gartenteich wirft.
Das überraschende Ende mag manchem zu einfach und schnell erscheinen, doch meist sind es eben die kleinen Dinge, die Leben erschaffen oder vernichten.
Eine spannende Lektüre, die mitreißt, aber auch zum Nachdenken anregt, nicht nur was unsere Müllentsorgung betrifft.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gute Idee, schlecht umgesetzt, 19. Februar 2009
Mit großem Interesse habe ich den Klappentext gelesen und ging nit großen Erwartungen an das Buch. Die Idee, kann neues Leben aus der Kombination von Natur, Müll und hochentwickelter Mikroelektronik, klang spannend. Aber dem Buch geht schon nach den ersten Seiten die Puste aus und die Handlung wird nach und nach zäher und uninspierierter. Nicht nur das die Charaktäre meißt sehr blaß bleiben und es oft seitenweise nicht voran kommt, bleibt ein Dreh- und Angelpunkt des Buches, die Kontaktaufnahme zu " Watermind", unerklärt und zwar wie man durch das Lernen von Tonleitern und Walzer sich verständigen kann. Zum Schluß nimmt die Handlung wieder Fahrt auf und daher noch 2,5-3 Sterne. Alles in Allem doch nur ein eher durchschnittliches Buch.
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