Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehr guter, solider Frauenroman mit Esoterik und Krimi!, 25. August 2009
Ich, Molly Marx, kürzlich verstorben, ist einer jener Romana, die ganz dem aktuellen Trend folgen, Frauenunterhaltung und Esoterik in Einklang zu bringen. Sally Kosklow gelingt das zwar nicht ganz so überzeugend wie zum Beispiel Claudia Toman (Hexendreimaldrei) oder David Safier (Mieses Karma), dazu müsste die Krimihandlung eine Spur einfallsreicher sein und die Sprache innovativer, aber es gelingt ihr weit besser als Clare Sudbery (Liebeszauber mit Hindernissen) oder Claudia Caroll (Du stehst in meinen Sternen).
Molly Marx findet sich auf ihrem eigenen Begräbnis wieder. Nach und nach lernt sie, mit ihren neuen Fähigkeiten als "Geist" umzugehen und verfolgt das Leben, Lieben und auch die Gedankenwelt ihrer Hinterbliebenen fortan mit. Da ist ihr Mann Barry, der eine dominante Mutter hat. Die Ehe war nicht so blendend, wie sie nach außen wirkte. Da ist Luke, der gefühlvolle Kollege, mit dem Molly viel verbindet und da ist Annabel, Mollys vierjährige Tochter. Ganz entscheidend ist aber die Frage, die Molly rastlos dem Polizisten Hicks folgen lässt: War ihr Tod ein schrecklicher Unfall oder war womöglich doch Mord im Spiel?
Der Roman, liebenswert im jüdischen Milieu New Yorks angesiedelt, beginnt etwas spröde. Doch nach zehn, fünfzehn Seiten hat man sich "eingelesen" und folgt der Protagonistin interessiert bei ihrer Suche nach der Wahrheit. Lange Zeit bleibt das Thema Tod sehr nüchtern, trocken, ehe sich am Ende, ziemlich plötzlich, sehr viel Rührung breit macht. Gefallen hat mir in jedem Fall das Bild des "Jenseits", das Sally Koslow entwirft, auch wenn es eine sehr spezielle Vorstellung ist. Molly ist zudem eine sympathische, weil nicht unproblematische, fehlerhafte Figur, die in den Strudel ihres Lebens gerissen wird und dabei immer ein wenig verwundert zusieht. So wie später als Geist.
Ich empfehle das Buch Lesern von PS. Ich liebe dich, Nicholas Sparks- oder David Safier- Fans und Liebhaberinnen originellerer, anspruchsvollerer Frauenromane.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Wir sehen uns in der Ewigkeit, 24. Oktober 2009
Molly Marx stirbt viel zu früh und hinterlässt ihren Mann Berry und ihre 4 jährige Tochter. In der Ewigkeit trifft sie Bob, der ihr alles zeigt und für sie eine Art Betreuer ist. Molly möchte jedoch nicht verpassen, wie ihre Tochter größer wird und außerdem wüsste sie gern, was wiklich hinter ihren Anschuldigungen Berry gegenüber, er sei untreu, steckt.
Und so lernt Molly mit ihren Fähigkeiten, die Gedanken anderer Leute zu lesen und von einem Ort zum anderen springen zu können, umzugehen und reist von Ort zu Ort um immer mehr über sich und ihre Familie herauszufinden.
Wie entwickelt sich ihre Tochter weiter, was denkt Berry wirklich über sie und wie kommen die Ermittlungen in ihrem Todesfall voran und wie steht es um das Liebesleben ihrer Zwillingsschwester Lucy?
Diese Fragen und noch mehr die im Laufe ihres Beobachtens auf der Erde dazu kommen, werden für sie mehr oder weniger zufriedenstellend beantwortet.
Das Buch ist eine Reise in das Leben der verstorbenen Molly Marx. Das Buch springt öfters in der Zeit, dh mal erfährt man, was Molly gerade sieht und mal etwas aus ihrem frühreren Leben. So lernt man Molly immer mehr kennen und fühlt mit ihr, wenn sie zb sieht welche Lügen über sie erzählt werden oder wievielen Frauen Berry nachstellt.
Auch erfährt man was wirklich hinter dem Tod der Molly Marx steckt.
Ein ergreifendes Buch, welches mit dem Thema Tod angenehm leicht und unkompliziert umgeht.
Auch wenn ich am Ende sehr geweint habe, gebe ich nur drei Sterne.
Das Buch beginnt zu langsam und zäh, ich hatte im ersten Moment Schwierigkeiten mein normales Lesetempo aufzunehmen und brauchte auch etwas zu lange um richtig in der Geschichte drinen zu sein. Zudem hat einfach das gewisse Etwas noch gefehlt.
Trotzdem sehr zu empfehlen, da es mit sehr viel Witz geschrieben ist :)
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lästerschwester im Jenseits, 27. Mai 2009
Keine Ahnung, warum sich Molly Divine Marx ihre eigene Beerdigung immer als ein Event in einer Steinkapelle am Meer vorgestellt hat, irgendwo in Schottland. Das wäre ein ziemlich ungewöhnlicher Abschied für eine New Yorker Jüdin.
Mit dem tatsächlichen Verlauf der Veranstaltung ist sie denn auch denkbar unzufrieden. Zum einen, weil sie bereit mit 35 Jahren abtreten muss und ihre 4-jährige Tochter zurücklässt, zum anderen, weil ihr die stickige Synagoge, der weitschweifig redende Rabbi, der gefühlsduselige Gesang und die wildfremden aufgetakelten Damen unter den Trauergästen nicht gefallen. Wer sind die überhaupt? Patientinnen und Freundinnen des plastischen Chirurgen Dr. Barry Marx, ihres Ehemanns?
Dass Molly nicht weiß, wer oder was sie so frühzeitig ins Jenseits befördert hat, trägt auch nicht zu ihrem Wohlbefinden bei. Sie erinnert sich nur noch daran, dass sie nach einem Fahrradausflug tot am Ufer des Hudson lag. War es ein Unfall? Oder hat jemand nachgeholfen? Und ehe Molly das Rätsel ihres Ablebens nicht gelöst hat, kann und will sie nicht endgültig ins Jenseits verschwinden.
Die Existenz in der Ewigkeit hat auch ihre Vorteile, wie Molly schnell herausfindet: Man kann auf der Erde in Sekundenschnelle Ortswechsel vornehmen, man nimmt wahr, was die Menschen tun und denken, ohne von ihnen wahrgenommen zu werden. Und auch der "Bullsh*t-Detektor", über den Molly schon zu Lebzeiten verfügte, funktioniert hier prächtig. Niemand kann ihr etwas vormachen.
Zum Glück muss man im Jenseits nicht mehr politisch korrekt sein, und so nimmt Molly bei ihren Rückblicken und heimlichen Beobachtungen auch kein Blatt vor den Mund. So mancher Mitmensch bekommt ordentlich sein Fett weg. Auch mit sich selbst geht Molly gnadenlos ehrlich ins Gericht. Wenn sie ihre eigenen Fehler, Pleiten und Schwächen auflistet, möchte man sie am liebsten als Schwester im Geist ans Herz drücken. Man erkennt sich in so vielem wieder.
Wäre alles anders gekommen, wenn Molly den Mut gehabt hätte, den Status der verwöhnten Arztgattin aufzugeben und sich zu ihrem Geliebten, dem Fotografen Luke, zu bekennen? Und was treibt eigentlich Detective Hicks, der Mann mit dem albernen Vornamen? Er soll bitteschön aufklären, wie Molly Marx zu Tode kam. Stattdessen flirtet er mit ihrer Freundin Brie!
Eigentlich hat man es als Leser gar nicht so eilig, den Grund von Mollys Tod herauszufinden. Soll sie ruhig noch eine Weile Detektiv spielen und uns unterdessen an ihren Betrachtungen des Lebens und der Menschen teilhaben lassen. Ob freundlich-humorvoll, kritisch und nachdenklich, berührend-melancholisch oder messerscharf biestig - Spaß macht es immer! Natürlich will man trotzdem wissen, ob auf Erden der Gerechtigkeit Genüge getan wird. Die Antwort muss in diesem Fall wohl lauten: Ja, nu, wie man's nimmt ...
Nicht jeder kann sich mit flapsigen Witzeleien über die Ewigkeit anfreunden. Wer diesbezüglich keine Berührungsängste hat, wird sich gut unterhalten und dürfte der Heldin zustimmen: "Mein altes Leben ist die beste Soap der Welt, auch wenn sie nur einen Zuschauer hat." (S. 330)
Für Leserinnen und Leser, die mit den Riten des jüdischen Glaubens nicht so vertraut sind, enthält das Buch freundlicherweise ein Glossar. Das erspart umständliche Erklärungen innerhalb der Geschichte und liefert genau die Menge an Informationen, die für das Verständnis der Abläufe notwendig ist.
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