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Kein Recht, nirgends: Tagebuch vom Untergang des Breslauer Judentums 1933-1941: 2 Bde.
 
 

Kein Recht, nirgends: Tagebuch vom Untergang des Breslauer Judentums 1933-1941: 2 Bde. (Gebundene Ausgabe)

von Willy Cohn (Autor), Norbert Conrads (Herausgeber)
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1121 Seiten
  • Verlag: Böhlau; Auflage: 2., Aufl. (Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3412329053
  • ISBN-13: 978-3412329051
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17,2 x 7,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 453.976 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seit dem Erscheinen seiner Lebenserinnerungen »Verwehte Spuren« gilt der Breslauer Historiker Willy Cohn (1888-1941) als der wichtigste Autor seiner Generation für das jüdische Breslau. Dass auch seine Tagebücher erhalten blieben und nahtlos an seine Erinnerungen anschließen können, macht diese Edition zu einem Buchereignis ersten Ranges. Cohn war als Historiker, Publizist und Pädagoge mit weiten Kreisen Breslaus und insbesondere der jüdischen Gemeinde vertraut. Er erlebte den Exodus vieler Breslauer Juden, die Schrecken der Reichspogromnacht 1938 und die Verzweiflung der verbliebenen Juden, denen die Flucht nicht mehr möglich war. Cohn und seine Familie waren davon selbst betroffen, bis hin zu ihrer Deportation und Ermordung in Litauen 1941. Tag für Tag lässt sich in diesem Buch die Entrechtung und Erniedrigung der Breslauer Juden miterleben. Indirekt ergeben sich auch viele Belege für die Haltung der übrigen Bevölkerung in dieser Zeit. In dieser Alltagsnot findet Cohn allein im jüdischen Glauben Trost und engagiert sich in der Gemeinde. Daneben arbeitet er weiter wissenschaftlich, was ihm Bekanntschaft mit Leo Baeck verschafft, der ihm 1940 seine politische Einschätzung darlegt, oder mit dem bekannten katholischen Kirchenhistoriker Hubert Jedin. Neben den Dresdner Tagebüchern Victor Klemperers gibt es keinen vergleichbaren Erlebnisbericht.


Über den Autor

Norbert Conrads war bis 2003 ordentlicher Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Stuttgart. Er leitete dort den Projektbereich Schlesische Geschichte.

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5.0 von 5 Sternen Chronist des Schreckens, 13. Januar 2009
Von Günter Nawe (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Authentischer geht es nicht. Der Historiker, Publizist und Pädagoge Willy Cohn aus Breslau hat in seinem Tagebuch aus den Jahren 1933 bis 1941 die Schrecken der Zeit akribuisch festgehalten. Schließlich war er selbst und seine Familie als Juden davon betroffen: von der schleichenden Entrechtung der Juden, über die Nürnberger Rassegesetze, bis zu Reichsprogromnacht 1938 und bis zur Deportation und Ermordung in Litauen.
Cohn bemüht sich in seinen Aufzeichnungen, bei aller Betroffenheit über das geschehen, ein Höchstmaß an Objektivität zu wahren - und wirklich als Historiker zu beschreiben. Bis hin zur Verteidigung der Deutschen, die ihm und seinem Volk all das angetan haben. Trost findet Cohn im Gebet, im Glaube, im Engagement für seine Gemeinde.
Cohns Tagebücher sind ein eindrucksvolles Dokument, eine erschütterndes Zeitzeugnis, das den Leser auch heute noch tief ergreift.Neben Klemperer ist Cohn deshalb ein witerer wichtiger Chronist des Schreckens, des Leids, das den Juden angetan worden ist.
Es ist wahrscheinlich einmal mehr vergeblich, diese Tagbücher zur Pflichtlektüre in den Schulen zu machen. Dennoch einmal mehr dieser Aufruf. Denn was könnte jungen Menschen mehr über diese Zeit vermitteln als die Zeitzeugenschaft eines Willy Cohn.
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