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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wieviel Macht hat Geld? Hier erfahren Sie es., 7. Oktober 2001
Frage: Was würden Sie mit einer Million Millionen Dollar anfangen?Wir alle träumen ihrgendwann einmal vom grossen Reichtum. Eine Billion Dollar kann sich aber, Hand auf's Herz, niemand vorstellen. Was ein armer Pizzakurier erlebt, der dieses Vermögen erbt, ist wirklich glaubhaft dargestellt. Man merkt dem Buch auch an, das der Autor äusserst genau recherchiert hat. Alle finanziellen Transaktionen sind exakt und glaubwürdig beschrieben und (da sie dem Romanhelden, der ja selbst kein Fachmann ist, erklärt werden) auch Menschen ohne Bankfachwissen verständlich. Es gibt vielleicht zwei Punkte die weniger glaubwürdig und etwas schludrig ausgeführt sind: 1. Wie konnte das Vermögen über 500 Jahre schadlos überstehen. Kann ein Familie von Treuhändern so geschickt und ehrenvoll sein. 2. Wie bei allen Büchern von Eschbach ist der Schluss doch sehr an den Haaren herbeigezogen, lässt vieles offen und befriedigt nicht wirklich. Ein spannendes Buch, das teilweise zu interessanten Gedanken führt. Beispiel gefällig? Hier eine kurze Passage: "Sogar Paul, der kluge Paul Siegel, der Harvard mit summa cum laude abgeschlossen hatte und intelligent war wie kein anderer, hatte ihn ermahnt: Du musst dein Geld für dich Arbeiten lassen. Aber Geld arbeitet nicht. Nur Menschen arbeiten. Wäre es anders: Was hinderte einen daran, genug Geld zu drucken, um jeden zum Millionär zu machen? Nichts. Nur wäre dann niemand da, der einem die Brötchen für das Millionärsfrühstück backt, niemand, der das Getreide für die Brötchen anbaut und erntet und mahlt, nichts dergleichen. Geld arbeitet nicht. Arbeiten müssen immer Menschen. Unbedingt lesen!
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Interessante Idee, guter Ansatz, leider schwaches Ende, 19. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Eine Billion Dollar (Taschenbuch)
Nachdem ich vor einiger Zeit das Buch DAS JESUS VIDEO ( nicht die schwache TV-Version ! ) gelesen habe, habe ich mich nach weiteren Büchern von A. Eschbach umgesehen und fand neben QUEST auch BILLION DOLLAR.Die Grundidee von Billion Dollar ist faszinierend, eine alte Prophezeiung bestimmt, das ein Mann in 500 Jahren ein gewaltiges Vermögen erben soll und damit der Menschheit die verlorene Zukunft wiedergeben wird. Allein dieser Ansatz reicht schon für diverse Spekulationen in Bezug auf die Umstände der Prophezeiung, die Veränderungen und die Möglichkeiten, die mit einer Billion Dollar einhergehen und die Frage danach, wie man mit Geld die Zukunft der Menschen retten will... Die ganze Story ist recht interessant aufgezogen, kann mit lebensecht wirkenden Charakteren aufwarten und ist, soweit man das beurteilen kann umfangreich recherchiert. Eschbach deckt nahezu alle möglichen Gedanken ab, die aus der gegebenen Ausgangslage resultieren könnten. Er zeigt die Möglichkeiten, die unermesslicher Reichtum einem Menschen bieten kann und in welcher Weise sich der Mensch selbst, mit und durch Reichtum verändern kann. Ein besonderes Augenmerk fällt mit der Entwicklung der Geschichte, auf die wirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Aspekte, die aus unvergleichlichem Reichtum und dem dadurch resultierenden Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, entstehen und die sich als Lösungsansatz für die Erfüllung der Prophezeiung anbieten. Diese interessanten Zusammenhänge und die verschiedenen Ansätze des wirtschaftlichen Schachspiels nehmen aber ein wenig Tempo aus der Geschichte und verwässern den Lesefluss. Gegen Ende schlägt der Autor dann ein paar unerwartete Haken, die zwar die Aufmerksamkeit des Lesers wieder aktiviert, dann aber schließlich in einen etwas flachen und unbefriedigenden Abschluss mündet. Eine ähnlichen Ablauf kannte ich auch aus dem JESUS VIDEO. Dort wurde die Geschichte aber insgesamt straffer erzählt und auch zu einem, zwar unerwartet philosophischen, aber doch faszinierenden Abschluss geführt. Zurück zu Billion Dollar möchte ich abschließend festhalten, das alle deren Neugier durch die Inhaltsangabe geweckt wird, die an wirtschaftlichen/volkswirtschaftlichen Gedankenspielen interessiert sind und die kein Problem mit einem eher ruhigen Erzählfluss haben, zugreifen sollten. Allen anderen kann ich nur eine Leseprobe, oder einen Blick in die anderen Werke von Eschbach empfehlen....
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ebenso lehrreich wie spannend., 1. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Eine Billion Dollar (Taschenbuch)
"Eine Billion Dollar" halte ich für eines der besten (wenn nicht sogar das beste) Bücher Eschbachs. Mit Akribie ging er der Frage nach, wo eigentlich das Geld herkommt, dass unser aller Leben mehr und mehr zu bestimmen scheint und warum das eigentlich so ist. Die Antworten, die er dabei gefunden hat, sind gerade deshalb so überraschend, weil man viele der Fakten in der einen oder anderen Form schon kannte. Nur hat man diese Fakten eben noch nie in diesem Licht betrachtet.
Dabei hat Eschbach kein trockenes Lehrbuch vorgelegt. Vielmehr wendet er einen ebenso simplen wie effektiven Trick an, um alles in einer ausgesprochen spannenden Geschichte zu verpacken: Die Hauptperson der Geschichte hat ebenso wenig Ahnung von den Geldmechanismen, wie der durchschnittliche Leser - eher sogar weniger. Und dieser ungebildete Pizzabote wird plötzlich in die Welt der Superreichen katapultiert, wird vielmehr zu einer eigenen Kategorie von Reichtum. Bei seinen Versuchen, die Prophezeiung seines Vorfahren wahr werden zu lassen, versteht er mehr und mehr, welcher Haken hinter der eigentlich guten Idee des Geldes als Tauschmittel steckt und ebenso geht es dem Leser.
Die Kritik an Eschbachs Büchern klingt, wie auch in diesem Fall, meistens sehr ähnlich: "Tolle Idee, doofer Schluss." "Guter Ansatz schlecht umgesetzt." usw. Ich vermute, das liegt an Eschbachs Eigenheit, seine Bücher eben nicht, wie von vielen Autoren gewohnt, zu einem totalen Abschluss oder gar zu einem Friede-Freude-Eierkuchen-Ende zu bringen, das keinen Raum zum Weiterdenken mehr lässt. Eschbach lässt dem Leser Raum, darüber nachzudenken, wie es weitergehen mag, wenn das Buch endet. Es endet eben nur die Geschichte, die er im Buch erzählt, aber die Welt, in der sie spielt, darf in der Vorstellung des Lesers weiterleben.
Zudem halte ich den Wunsch mancher, die dieses Buch kritisieren und ein "richtiges" Ende verlangen, angesichts des Themas für überzogen. Es geht in dem Buch um nicht mehr und nicht weniger als um die Frage, wie die Menschheit ihre Zukunft retten kann (immer vorausgesetzt, sie müsse gerettet werden) und welche Rolle das Geld dabei spielt. Offensichtlich traut sich Eschbach große Themen anzugehen. Zu erwarten, er würde am Schluss ein Patentrezept liefern, das alle offenen Fragen löst, ist, gelinde gesagt, reichlich viel verlangt. Rückblickend betrachtet ist das Ende der Geschichte das einzig mögliche, wenn Eschbach nicht völlig unglaubwürdig werden wollte. Jeder und jedem, die/der mit dieser Eigenheit leben kann, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Wer dies nicht kann, liest besser Dan Brown.
Ein anderer der häufig genannten Kritikpunkte stimmt auch meiner Meinung: Es ist ziemlich unrealistisch, dass eine Notarfamilie über mehrere Jahrhunderte eine derartige Treue gegenüber Ihrer Aufgabe aufrecht erhält, dass das Vermögen ungestört wachsen kann. Aber ohne dieses notwendige Übel wäre die Geschichte so nicht möglich gewesen. In Science Fiction Romanen fragt schließlich auch niemand, wie dieser tolle Überlichtantrieb denn nun genau funktioniert.
Typisch für Eschbachs Bücher ist, dass die Geschichte immer wieder Haken schlägt, die der Leser beim besten Willen nicht geahnt hat und einen Handlungsstrang, in dem es der Leser sich gerade gemütlich gemacht hatte, auf den Kopf stellt. Manchen stößt diese Vorgehensweise vor den Kopf, ich finde es großartig. Was gibt es schöneres, als ein Autor, der seine Leser überraschen kann? Eschbach lässt es einfach nicht zu, dass seine Leser nach und nach ahnen, wo die Reise hingehen wird. Gerade das halte ich für eine seiner größten Stärken, von der er in diesem Buch reichlich Gebrauch macht.
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