Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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51 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Krimi, Mystery, erste Liebe - alles drin für Jugendliche., 11. März 2006
Dieser Jugendroman von Isabel Abedi ist wunderbar gelungen. Spürbar nimmt die geheimnisvolle Atmosphäre den Leser gefangen, die psychologischen Windungen und Inhalte des Romans sind genial. Alle Bereiche menschlicher Leidenschaften werden abgedeckt und ausgearbeitet. Sei es nun Begehren, Verlangen, Liebe, Hass oder Eifersucht, alle Abgründe der menschlichen Seele werden beleuchtet und passend eingeflochten. Fast alle der Protagonisten machen im Laufe des Sommers eine charakterliche Entwicklung durch: Noa lernt zu vertrauen, David merkt, dass er nicht allein gegen alle Widerstände des Lebens angehen muss, Kat scheint endlich aus dem Kreislauf ewig neuer Liebhaber ausbrechen zu können. Eine weitere Gemeinsamkeit der Figuren ist auch ihre dunkle und gehütete Vergangenheit. Der Leser muss sich viele Ereignisse und Traumata der Vergangenheit selbst zusammenreimen, was durch diverse Hinweise erleichtert und am Ende aufgeklärt wird. Dies grenzt den Roman von den üblichen Krimis ab, denn hier arbeitet sich der Leser nicht nur in den Fall ein, sondern lernt auch verschiedene Charaktere kennen, mit denen er sich auf die eine oder andere Weise identifizieren kann. Der Roman spricht ernste Themen an: Liebe, Missbrauch, Behinderungen, soziale Ächtung und Mord werden ausgearbeitet, daher ist dieser Roman nicht für sehr junge Leser zu empfehlen. Ich persönlich würde es für Leser ab vierzehn Jahren empfehlen. Das Buch ist sehr schön aufgebaut, vor allem, da am Anfang jedes Kapitels ein Ausschnitt aus Elizas Tagebuch steht, der auch diesen Charakter dem Leser näher bringt. Vor allem tragen diese Ausschnitte zur knisternden Spannung bei, die das Buch beherrscht, da sie Elizas eigene Ansicht über ihre Geschichte zeigen und auch auf die beängstigenden Parallelen zwischen den Geschichten aufmerksam machen. Sind die Geschehnisse auch durch einen Zeitraum von 30 Jahren voneinander getrennt, sie scheinen sich doch zu wiederholen. Die Aufmachung ist ebenfalls sehr gelungen, der schwarze Schutzumschlag verdeutlicht die Düsternis, die immer wieder im Buch erscheint, die einzige Verzierung bildet Elizas rotes Juwel und der Schriftzug „Whisper“. Das Buch heißt so, da Noa das Haus im Nachhinein so nennt, aufgrund seiner geheimnisvollen Ausstrahlung und der unheimlichen Erlebnisse, die sie in ihm erlebt hat.All dies ergibt ein wunderbares Jugendbuch für alle Jugendlichen, die sich für übersinnliche Geschehnisse und für Krimis begeistern können. Doch sollte man betonen, dass nicht nur seelische Abgründe diesen Roman dominieren, auch die Freuden von Freundschaften und der ersten wirklichen Liebe werden dargestellt. Sehr positiv wirkt sich auch aus, dass die Spannung durchgehend erhalten bleibt, erst im letzten Kapitel kommt es zum überraschenden Finale.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Grusel aus dem Westerwald, 8. Januar 2007
Isabel Abedis "Whisper" ist eine wirklich gut erzählte Geschichte für Jugendliche (v.a. wohl weibliche Jugendliche...). Besonders interessant fand ich die sehr gelungene Verflechtung unterschiedlicher Themen. So was geht oft daneben - bei Abedi ist das sehr gut gelöst. Da gibt es also eine Gruselgeschichte, eine Liebesgeschichte und eine problematische Mutter-Tochter-Beziehung. Und alles passt zusammen. Toll! Sehr gelungen auch der Schluss, der wirklich unerwartet kommt...
Die Atmosphäre wird sehr geschickt etabliert, die Geschichte hält einen von Beginn an gefangen. Gut finde ich auch, dass die Geschichte in Deutschland und nicht im englischsprachigen Raum oder in irgendeiner Fantasywelt spielt.
Einziger Abstrich: Für meinen Geschmack ist ein bisschen zu viel "Mädchenproblemquatsch" drin. Naja, die Geschichte mit Noas Ex' ist schon ziemlich heftig und es werden in dieser Hinsicht relativ viele Klischees bemüht. Vielleicht bin ich aber auch einfach schon zu alt und mir fehlt der Bezug dazu...
Ansonsten sehr zu empfehlen!
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gut und doch enttäuscht, 16. September 2006
Ich suchte nach einer gruseligen, mysteriösen und spannenden Geschichte und war von "Whisper" enttäuscht. Dabei ist das Buch sogar gut!
Wer sich für dieses Buch interessiert, sollte sich vorher über Folgendes im Klaren sein:
Die Geschichte behandelt zu ca. 70% die Liebesbeziehung zwischen Noa und David und beschreibt dabei die Personen der Geschichte sehr einfühlsam und glaubwürdig. Man kann sich die Personen und Orte im Buch richtig gut vorstellen. Ungefähr 30% drehen sich um den Mordfall und eine Geistererscheinung. Hier gibt es einige überraschende Wendungen bis zur Aufklärung am Ende.
Die Teile der Geschichte, Liebesgeschichte und Krimi/Mystery, sind ineinander vermischt und wechseln sich im Laufe des Buches immer wieder ab. So bleibt eine gewisse Spannung ständig erhalten.
Was ich wirklich vermisst habe: das Mysteriöse, Unheimliche, Gruselige und auch Abenteuerliche. Ein bisschen Gläserrücken, ein paar Schritte auf dem Dachboden, der Hauch von Parfum in der Luft - das war's, mehr Übersinnliches gibt es nicht in "Whisper". Die Spannung im Buch wird allein durch die Frage erzeugt, was es mit dem Mord auf sich hat. Es gab für mich keine richtig spannenden Szene, die mit übersinnlichen Erscheinungen zu tun hatte. Genau das aber hatte ich von "Whisper" hauptsächlich erwartet.
Und wo ich schon mal beim Meckern bin, möchte ich auch sagen, dass ich den Titel "Whisper" ziemlich unpassend finde, da er bei mir Assoziationen geweckt hat, die einfach nicht zur Geschichte passen. Das Haus spielt überhaupt keine Rolle in der Geschichte, außer dass es Schauplatz eines Mordes war. Der Name "Whisper" taucht daher auch erst auf der vorletzten Seite des Buches auf.
FAZIT:
"Whisper" ist in erster Linie eine Geschichte über Noa, ihre Familie und ihre Beziehung zu David. Seine Stärken hat das Buch vor allem in der realistischen Erzählweise und in der Art und Weise, wie die Personen (psychologisch immer nochvollziehbar) beschrieben werden. Die Charaktere bleiben einem im Gedächtnis, man fühlt mit ihnen und teilt Noas Abneigungen und Skepsis gegenüber bestimmten Leuten, die ihr begegnen. Gerade das macht dieses Buch lesenswert.
Der Krimi/Mystery-Teil ist spannend und treibt die Geschichte voran, bleibt aber meiner Meinung nach eher eine Art Rahmenhandlung oder Klammer. Lesern, die vor allem vom geheimnisvollen Titel angezogen wurden oder sich für das Mysteriöse interessieren, rate ich deshalb von diesem Buch eher ab.
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