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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein kleines Buch über das große Wunder des Lebens - die Liebe, 12. Dezember 2008
Monsieur Armand ist ein alter Mann. Vor einigen Jahren hat er seine Frau durch eine schwere Krankheit verloren und lebt seither alleine, wobei ihm eine Zugehfrau den Haushalt führt mit der er aber nicht richtig klar kommt. Als pensionierter ehemaliger Lehrer für Philosophie kann er sich das auch leisten. Er hat zwei Kinder, die sich aber wenig um ihn kümmern und es nur auf seine Erbe abgesehen haben. Monsieur Armand trifft sich mit einer ehemaligen Lehrerkollegin jeden Sonntagabend zum Essen. Doch diese Freundschaft bedeutet ihm nicht viel. Sie kann ihn nicht mehr erreichen. Er, der doch jahrzehntelang seinen Schülern die Existentialphilosophie beigebracht hat, sieht sich nun selbst vor einem Zustand, in dem er keinen rechten Sinn mehr im Leben sieht und sehr oft auch an Selbstmord denkt. So lebt Armand ein recht trauriges Leben mitten in Paris, als ihm plötzlich und unverhofft die 20-jährige Pauline über den Weg läuft.
Auch sie ist ein Mensch, der sich vom Leben betrogen fühlt. Sie hat sehr früh ihre Eltern verloren und sucht seit Jahren in den zahllosen Liebhabern das, was sie so sehr vermisst: ihre Familie. Aber natürlich kann ihr von den Dutzenden von jungen Männern, die sie "testet", keiner das geben, was sie wirklich braucht und so flieht sie immer wieder schon nach kurzer Zeit in das nächste Abenteuer. Als sie eines Tages im Bus auf Monsieur Armand trifft, adoptiert sie ihn als ihren Wunsch-Großvater und hat sich damit ausgerechnet einen Mann ausgesucht, der sein Leben lang seinem eigenen Sohn ein ebenso liebloser wie ungerechter Vater gewesen ist. Doch sie weiß das nicht, sondern nimmt ihn so wie er ist. Durch ihre unschuldigen Nachfragen allerdings bringt sie den alten Mann, der sich sofort in Pauline verliebt hat, eine Liebe ohne sexuelles Begehren, ins Nachdenken und zum Handeln.
"Zwei Einsamkeiten, die zueinander finden, deren eine die Spielregeln kennt, Intelligenz und Bildung über alles stellt, Herz und Güte der moralischen Pflicht opfert, während die andere, instinktiv und empfindsam, spontan Liebe und Aufmerksamkeit zu schenken weiß, ohne dass Missverständnisse aufkommen."
Die beiden verbindet eine Freundschaft besonderer Art und sie wagen es, einen neuen Weg einzuschlagen und die Lebensfreude neu zu entdecken.
Francoise Dorner hat eine warmherzige Geschichte geschrieben, voller Humor. Mit Monsieur Armand schildert sie einen alten Helden mit vielen Ecken und Kanten, eigenbrötlerisch und dennoch mit einer tief vergrabenen Warmherzigkeit gesegnet, die immer wieder durch die raue Schale blitzt. Es ist eine Geschichte, die den Leser dauernd zum Schmunzeln bringt und ihn gleichzeitig tief berührt. Eine Geschichte voller Magie, die den Kult des ewigen Jungseins in unserer Gesellschaft entlarvt. Ein Buch über die Weisheit, dass es im Leben nie zu spät ist und man immer etwas verändern kann. Ein kleines Buch über das große Wunder des Lebens - die Liebe.
Das Buch und sein Stoff rufen geradezu nach einer Verfilmung, auf die man gespannt sein darf.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein wunderbares Buch über Freundschaft und Liebe, 6. November 2007
... und über das Glück und das Leben an sich.
"Die letzte Liebe des Monsieur Armand" ist ein unterhaltsamer Roman, der die Angst vor dem Älterwerden nimmt. Das hört sich doch alles schon ganz gut an, nicht wahr?
Der pensionierte verwitwete Philosophielehrer Armand trifft im Bus auf eine junge Frau, die ihm auf die Beine bzw. auf den Spazierstock hilft. Sie verschwindet in den Straßen von Paris, während Armand einen neuen Sinn in seinem bis dahin träge dahinschleichenden Leben zu entdecken scheint: Er muss seine junge Helferin finden!
Er findet sie und unter ihrem Einfluss beginnt er, sein bisheriges Leben zu überdenken: Als Dozent für Philosophie kannte er sich zwar gut mit der Theorie eines sog. glücklichen Lebens aus, in der Praxis jedoch hat er kläglich versagt ...
Francoise Dorners kleine Liebesgeschichte zwischen dem älteren Armand und der jungen Pauline fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite; es gibt viele anrührende, weise und amüsante Stellen, die diesen kleinen feinen Roman zu einem wahren Lesevergnügen machen!
"Die letzte Liebe des M.Amand" ist bestens für ungemütliche graue Herbsttage geeignet!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es ist nie zu spät..., 29. August 2007
Der französische Orginaltitel dieses Stückchen wunderbarer Literatur erweckt unmittelbar einen anderen Eindruck, als die deutsche Variante. Fürwahr, sofort denkt man bei letzter Liebe an Melancholie, Trauer, Abschied und doch Hoffnung. Während doch der Titel douceur assassine einen schaligen, kalten Hauptgeschmack entwirft, der nur durch das Wort douceur abgefedert wird.
Die Wirkungen beider Titel aber finden sich gleichermaßen in der kleinen Geschichte um den vereinsamten, alten Monsieur Armand und dem nicht weniger einsamen Pariser jungen Mädchens Pauline wieder. Monsieur findet sich am Ende eines Lebens, das er als Lehrer der Philosophie gewidmet und als Vater verpatzt hat. Pauline wiederum steht am vorderen Ende der Skala und sieht ihr Leben bereits im Schatten ihrer kurzen Vergangenheit gezeichnet. Ihre Sehnsucht nach einer intakten Familie ist keine hoch intellektuelle, mit der sie einem Armand entgegentreten könnte. Doch der Wunsch nach intellektuellem Austausch liegt ihm an Pauline ferner, als der Gedanke, dem alten literarischen Bild einer Liebe zwischen einem alten Mann und einer jungen Frau zu entsprechen. Natürlich taucht es in seinen Gedanken auf. In Paulines erstaunlicherweise nicht. Armand ist unvermittelt bereit, sich der puren Paulinschen Inspiration zu bedienen und neue Gedanken an einem Punkt zu entspinnen, an dem er bereits dachte, er hätte schon alle Varianten durch. So geschieht es, dass er sich von seiner vor 3 Jahren verstorbenen Frau verabschiedet, sich der offenkundigen Kritik seiner Umwelt annimmt - de Putzfrau klagt- und sogar noch Zugang zu seinem Sohn findet. Jener, der sich selbst an die Nase fast, als es wiederum Pauline ist, die kühn, fast ein wenig zu kühn, Armand vor ihm verteidigt. Pauline beschließt, ihre langersehnte Familie in Armand zu finden und ihn zu ihrem Großvater zu machen.
Eine Freundschaft aber, die wächst und gedeiht und Tiefpunkte passiert, kreiert der Erzähler nicht. Von Kapitel zu Kapitel wechselt er die Perspetiven, erzählt einmal aus den Augen von Pauline, zeigt dann wieder Armands Innenansicht. Und so ist auf 137 Seiten nicht die Möglichkeit gegeben, sich ineinander zu vertiefen und das Ende der Geschichte gleichermaßen absehbar wie überraschend. Tränen nicht ausgeschlossen.
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