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Das Herz ist ein einsamer Jäger
 
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Das Herz ist ein einsamer Jäger (Taschenbuch)

von Carson McCullers (Autor), Susanna Rademacher (Übersetzer)
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: 20., Aufl. (1974)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257201435
  • ISBN-13: 978-3257201437
  • Originaltitel: The Heart Is a Lonely Hunter
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 28.612 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das Herz ist ein einsamer Jäger
OT The Heart is a Lonely Hunter OA 1940 DE 1950Form Roman Epoche Moderne
Mit ihrem Roman Das Herz ist ein einsamer Jäger gelang der damals erst 23-jährigen Carson McCullers ein viel beachtetes Debüt als Schriftstellerin. Der unmittelbare Erfolg dieses Buchs, das die Anerkennung namhafter Kollegen und Kritiker fand und die junge Autorin zum Liebling der literarischen Szene New Yorks werden ließ, gründet vor allem in der gekonnten Verbindung einer realistischen Darstellung menschlicher Entfremdung mit einer ebenso zurückhaltenden wie poetischen Sprache.
Inhalt: Im Mittelpunkt des Romans, der in einer Stadt »mitten im tiefen Süden« spielt, steht der taubstumme Graveur John Singer. Als sein ebenfalls taubstummer Freund Spiros Antonapoulos, mit dem er seit Jahren eine kleine Wohnung und einen in seiner Gleichförmigkeit durch nichts unterbrochenen Alltag teilt, in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wird, gerät das Leben Singers aus den Fugen.
Er zieht aus der für ihn unerträglich gewordenen Wohnung aus und mietet ein Zimmer im Haus der fortwährend von Finanznöten geplagten Familie Kelly. Mit seinem ernsten, bescheidenen Wesen, seiner Klugheit und seiner Höflichkeit übt Singer eine magische Anziehungskraft auf die vier anderen Hauptfiguren des Romans aus. Zu ihnen gehört der grüblerische Cafébesitzer Biff Brannon, der sich aus einem freudlosen Dasein an der Seite seiner Frau Alice immer mehr auf den Posten des schweigsamen Beobachters zurückgezogen hat. In der Gesellschaft Singers scheint sich seine innere Distanz und Kommunikationslosigkeit in einer Art stillem Einverständnis aufzulösen. Auch die halbwüchsige Mick Kelly, die sich auf ihren einsamen Streifzügen durch die Umgebung eine Zukunft als Komponistin und Pianistin erträumt, fühlt sich von Singer verstanden. Ebenso ergeht es dem der Trunksucht verfallenen Streuner Jake Blount, der nach einem gefährlichen Alkoholexzess in Brannons Café von Singer wieder auf die Beine gebracht wird. Blount, der seine Mission in der Verbreitung marxistischer Ideen gefunden hat und Arbeiter zum Widerstand gegen die kapitalistische Ausbeutung aufruft, glaubt in Singer einen Seelenverwandten zu erkennen. Zu dessen regelmäßigen Besuchern gehört schließlich auch Benedict Copland, der sich neben seinem Beruf als Arzt für die Rechte der afroamerikanischen Bevölkerung einsetzt, aber wegen seiner Strenge von den eigenen Kindern gemieden wird.
Als Singer eines Tages erfährt, dass sein Freund Antonapoulos in der Klinik verstorben ist, verliert er jeden Lebensmut und begeht Selbstmord. Brannon, Mick, Copland und Blount, die weder etwas über seine Beziehung zu dem Griechen wussten noch seine Einsamkeit bemerkt haben, bleiben erschrocken und ratlos zurück. So beschreibt der Roman die rastlose Suche der Hauptfiguren nach einem Ausweg aus ihrer Einsamkeit. Durch den Tod Singers wieder auf sich selbst zurückgeworfen, beginnen Mick, Brannon, Copland und Blount schließlich, sich mit ihrem Dasein als Einzelgänger zu arrangieren.
Blount begreift, dass er mit seinen Ideen an diesem Ort nichts bewirken kann und zieht weiter, um sich anderswo nützlich zu machen. Mick gibt ihre Hoffnungen auf ein Leben als Künstlerin auf und nimmt eine Arbeit in einem Warenhaus an. Während der an Schwindsucht schwer erkrankte Copland unbeirrt sein politisches Engagement fortsetzt, kehrt Brannon wieder in den gewohnten Alltag in seinem Café zurück.
Wirkung: Das Herz ist ein einsamer Jäger wurde nach seinem Erscheinen von der begeisterten Kritik mit Werken von Fjodor R Dostojewski und William R Faulkner verglichen und die Autorin als Begründerin eines symbolischen Realismus bezeichnet. B. S.

Pressestimmen

"Was für ein Buch! Ich freue mich schon, es demnächst wieder zu lesen und Neues darin zu entdecken." (Brigitte)

"Ich kenne kein Buch, das ähnlich traurig wäre, sich nicht in Ironie flüchtet und dennoch ohne Bitterkeit ist. Wer in ihren Büchern nur die dunkel gefärbte Grundstimmung wahrnimmt, hat mit Gewißheit nicht den zarten Klang ihrer Sprache gehört. Ihre ganze Prosa scheint von einer heimlichen Melodie, mehr einem Rhythmus aus Tönen denn aus Wörtern getragen zu sein. Deshalb steht der Trost, der von diesem Werk ausgeht, nicht in den Worten selbst, sondern klingt in deren poetischem Zusammenspiel an, er ist nicht lesbar, sondern spürbar." (Nürnberger Zeitung)


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56 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein trauriges, aber wunderschönes literarisches Werk!, 8. April 2001
Von Ein Kunde
Es gibt Bücher, die ich immer wieder lese und bei denen ich immer neue Aspekte entdecke; dazu gehört dieses traurige, aber wunderschöne Erstlingswerk aus dem Jahr 1940. Es ist ein Buch über die menschliche Seele und kann daher nie veralten.

Das Buch versetzt den Leser sehr einfühlsam in eine Kleinstadt der US-Südstaaten. Es zeigt gesellschaftliche Strömungen und Beschränkungen - oft bedrückend, engstirnig, rassistisch, oft aber auch anheimelnd, weil Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt zwischen der Menschen viel größer erscheinen als in unserer modernen Welt. Das Buch enthält wunderbare Charakterstudien sehr verschiedener Typen - ein junges, hochbegabtes Mädchen, ein verhinderter weißer Revolutionär und sein schwarzer Gegenspieler, ein gutmütiger Kneipenwirt, das kleine Kind einer krankhaft ehrgeizigen Mutter und viele mehr. Sie alle sind einsam. Der Leser erfährt, was für starke Antriebskräfte, Sehnsüchte und Ideen jeder dieser ganz unterschiedlichen Menschen hat und wie furchtbar schwer es ist, Brücken zu anderen Menschen zu schlagen, um diese Ideen zu verbreiten, zu entwickeln und die eigenen Talente zu entfalten.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Taubstummer. Er genießt das Vertrauen aller anderen - wahrscheinlich weil er immer zuhört, nie widerspricht. Dabei ist er vielleicht der Einsamste von allen, denn sein Leben wird beherrscht von einer wahnwitzigen, bedingungslosen Liebe.

Es ist eine Kunst, ein Buch mit so viel Tiefgang zu schreiben, das auch nach über 60 Jahren noch so angenehm leicht zu lesen ist. Das Buch hat auch weiterhin viele Leser verdient.

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die ewige Suche nach Verständnis, 31. August 2004
Der Handlungsort ist eine Stadt in Georgia, die Handlungszeit die Jahre und Monate vor Ausbruch des 2. Weltkrieges. Das macht das Buch aber weder unaktuell, noch fällt es schwer, sich mit seinen Figuren zu identifizieren. Die Frage ist nur, mit welcher? Vermutlich ändert sich das im Laufe eine Lebens, wenn man das Buch wieder einmal liest.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen vier Personen, die alle abseits oder am Rande der gesellschaftlichen Norm leben. So unterschiedlich ihre Ideale und Wünsche auch sind, sie alle sehnen sich vor allem danach, verstanden zu werden, und jeder glaubt, dies bei dem taubstummen John Singer zu finden, der ihnen zu"hört", der ihre Nähe zulässt, der einfach da ist für sie. Doch letzten Endes ist genau dieser John Singer derjenige, der am meisten unter seiner gefühlten Einsamkeit leidet.
In diesem Roman steckt mehr Tiefgang und Lebensweisheit als in den meisten anderen Büchern, die ich in jüngerer Vergangenheit gelesen habe. Das ist umso erstaunlicher, da die Autorin gerade mal 23 Jahre alt war, als sie es verfasste.
"Das Herz ist ein einsamer Jäger" ist eine traurige, aber eine wunderschöne Geschichte, in der sehr viel Nachdenkenswertes steckt. Eines der Bücher, die man ganz sicher nicht nur einmal liest!
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Den Spiegel vorgesetzt, 13. März 2005
Elke Heidenreich wird auf dem Klappentext der Taschenbuchausgabe von Diogenes mit den Worten zitiert: „Was für ein Buch! Ich freue mich schon, es demnächst wieder zu lesen und Neues darin zu entdecken!"
Man muss den Inhaltsreichtum und die Vielschichtigkeit dieses Romans jedoch erst entdecken lernen. Zunächst hat man den Eindruck, der Inhalt plätschert ohne roten Faden und nennenswerte Highlights vor sich hin. Man kann sich vorstellen, dass so mancher geneigte Leser bei Seite 30 schon das Handtuch wirft. DURCHHALTEN!
Die Menschen stehen im Mittelpunkt, mit ihren Träumen, Wünschen und Sehnsüchten; der fühlende und handelnde aber auch gleichzeitig missverstandene, verzweifelte, desillusionierte, in seinen Ängsten und Zweifeln gefangene Mensch. Der alltägliche Mensch.
Als Leser verfolgt man die Entwicklung der einzelnen Charaktere, ihre Beziehung zueinander, nimmt Teil an Komik und Tragik und hat plötzlich das ganze Buch durchgelesen. Erst dann wird einem jedoch bewusst, welch Glanzstück Carson McCullers mit ihrem Erstlingswerk abgelegt hat. Man hat alles aufgesaugt, die Kleinstadt, ihre Einwohner, ihre Gerüche, Farben und Emotionen; und man weiß ein wenig mehr über den Menschen, hat Bekannte beim Lesen wiedererkannt und vielleicht auch sich selbst. Die Geschichte ist nicht beim ersten Lesen mitreißend, sondern die Nachwirkungen sind es.
Keine Serienmörder oder eine tragische Liebesgeschichte, kein Zeitzeugnis, sondern eher eine zeitlose Studie in der man bestimmt bei jedem Lesen etwas Neues entdecken kann.
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Veröffentlicht am 2. Dezember 2006 von Polemos

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Ich finde es faszinierend, was die damals erst 23jährige Carson McCullers für Gedanken hatte und sie in dieser wunderschönen, aber auch traurigen Geschichte erzählt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2006 von Nicole Konrad

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Was kann man über dieses Buch sagen.

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Veröffentlicht am 21. Juni 2005 von Michael Kahnt

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