Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Wesen des Christentums ..., 5. Juli 2008
bildet in Verbindung mit anderen Schriften Feuerbachs, wie z.B. "Gedanken über Tod und Unsterblichkeit" und "Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde" die Basis einer rational nachvollziehbaren Religionskritik. Feuerbach entlarvt die Religion als anthropologische Philosophie. Der Mensch ist der Anfang, der Mittelpunkt und das Ende der Religion.
"Die Religion ist das Verhalten des Menschen zu seinem eignen Wesen - darin liegt ihre Wahrheit und sittliche Heilkraft - aber zu seinem Wesen nicht als dem seinigen, sondern als einem andern, von ihm unterschiednen, ja entgegengesetzten Wesen - darin liegt ihre Unwahrheit, ihre Schranke, ihr Widerspruch mit Vernunft und Sittlichkeit, darin die unheilschwangere Quelle des religiösen Fanatismus, darin das oberste, metaphysische Prinzip der blutigen Menschenopfer, kurz, darin der Urgrund aller Greul, aller schaudererregenden Szenen in dem Trauerspiel der Religionsgeschichte."
Als Grundbaustein für einen objektiven Blick auf Religion und Glauben, als Grundbaustein für eine offene, humane Weltanschauung und als grundlegendes Wissen für eine materialistisch-humanistisch angelegte Lebensphilosophie, ist dieses Buch ein MUSS.
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25 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"Der Mensch ist der Anfang der Religion, der Mensch ist die Mitte der Religion, der Mensch ist das Ende der Religion. ", 14. September 2009
(Zitat: Ludwig Feuerbach)
Der Philosoph Ludwig Feuerbach ( 1804-1872), ein Naturalist und Materialist, lehrte einen philosophischen Anthropologismus, demzufolge nicht Gott den Menschen geschaffen hat, d.h. "Gott" und " Jenseits" aus menschlichen Wünschen und Hoffnungen entstandene Phantasiegebilde sind. Dies geht aus vorliegenden Text hervor. Der Philosoph meint, dass der Mensch durch seinen " Glückseligkeitstrieb" sich veranlasst sah, religiöse Vorstellungen zu entwickeln. Er sagt: " Der Mensch glaubt an Götter nicht nur, weil er Phantasie und Gefühl hat, sondern auch weil er den Trieb hat, glücklich zu sein....Was er selbst nicht ist, aber zu sein wünscht, das stellt er sich in seinen Göttern als seiend vor; die Götter sind die als wirklich gedachten, die in wirkliche Wesen verwandelten Wünsche des Menschen...und Gefühl keine Religion, keine Götter. Und so verschieden die Wünsche, so verschieden sind die Götter, und die Wünsche so verschieden, wie es die Menschen selbst sind."
Am Beispiel des Christentums möchte Feuerbach den wahren Kern der Religion aufdecken. Der Philosoph versucht mit seinem Text, den Menschen von seinen jenseitigen Illusionen und Projektionen zu befreien und die Religion im Herzen und im Gemüt der Menschen zu verankern. In Fichtes Religion steht nicht der abstrakte Gott, sondern der konkrete Mensch aus Fleisch und Blut im Mittelpunkt. Fichte ist davon überzeugt, dass der Mensch immer sich selbst meine, wenn er Gott sagt.
Die Befriedigung der eigenen Wünsche in einer eingebildeten Religion ist ein kindlicher Traum der Menschheit. Der Mensch muss aus seinem Traum erwachen und beginnen, das, was er durch Religion nur in der Phantasie bekommt, durch Handeln in der Wirklichkeit zu erzielen: ein schönes, glückliches von den Roheiten und blinden Zufälligkeiten der Natur freies Dasein. Für Feuerbach liegen die Mittel, dies zu erlangen, in der Bildung und in der Kultur.
Obschon der Nachweis, dass der Gott der Religionen eine Projektion des menschlichen Selbstverständnisses ist, kein schlüssiger Beweis für die Nicht-Existenz Gottes darstellt, zeigt Feuerbach in diesem Werk den Zusammenhang zwischen religiöser Vorstellung und unserer menschlichen Lebenswelt auf. Er macht unmissverständlich klar, dass das Diesseits und Jenseits miteinander verschwistert sind und man gut beraten ist, sich durch eigenes Handeln den Himmel auf Erden zurückzuholen.
Je älter ich werde, um so klarer wird mir, dass Feuerbach Recht hatte.
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22 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nüchtern, aber sachlich, 26. Dezember 2003
Feuerbach kritisiert hier auf eine Recht unphilosophische art und Weise das Christentum, frei von blanken Sprüchen und "Schwächer-Stärker" Moral. Für ihn sind Religionen nichts weiter als Institutionen, die den Menschen seine Instinkte und menschlichkeit rauben. Ohne diesen ganzen Götteglaube beschreibt er, hätte die Welt nicht so einen Zerfall. Da hat er wohl recht. Für Leute die Nietzsche nicht verstehen und Epikur füt unaktuell halten ist dieses Buch eine einfache Einführung zum Thema Religionskritik.
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