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Die Judenbuche
 
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Die Judenbuche (Taschenbuch)

von Annette von Droste-Hülshoff (Autor)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 71 Seiten
  • Verlag: Reclam, Ditzingen; Auflage: Um Anmerkungen erg. Ausgabe. (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150018587
  • ISBN-13: 978-3150018583
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 9,6 x 0,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 76.628 in Bücher (Die Bestseller Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Judenbuche
OA 1842 Form Novelle Epoche Biedermeier
Annette von Droste-Hülshoff schuf mit ihrem Sittengemälde aus dem gebirgichten Westfalen eine der bekanntesten deutschen Novellen. Der klaren, fast kargen Sprache und der genau durchkomponierten Struktur kontrastiert inhaltlich ein ständiges Spiel mit Schein und Sein, das den Leser in die Unsicherheit der Figuren hineinzieht.
Entstehung: Der Stoff geht auf eine wahre Begebenheit aus dem Umkreis der Dichterin zurück. Im Gutsbezirk ihres Großvaters erschlug 1783 der Knecht Johann Georg Winkelhagen den Juden Soestmann-Behrens, floh vor der Verhaftung aus seiner Heimat und geriet in algerische Sklaverei. Erst 1805 kehrte er zurück und erhängte sich bald darauf am Ort des Verbrechens. Neben der mündlichen Überlieferung diente Droste-Hülshoff vor allem die schriftliche Fassung dieses Vorfalls als Quelle, die ihr Onkel August von Haxthausen 1818 als Geschichte eines Algierer-Sklaven veröffentlicht hatte.
Inhalt: Friedrich Mergel wächst in der Mitte des 18. Jahrhunderts als Sohn des chronischen Trinkers Hermann Mergel und dessen zweiter Frau Margaret in einem abgeschiedenen Ort in Westfalen auf, in dem Gesetzesübertretungen an der Tagesordnung sind. Nach dem ungeklärten Tod des Vaters im Brederholz verfällt der zu aggressivem Stolz veranlagte Junge seinem diabolischen Onkel Simon Semmler, dem die Rolle eines Verführers zum Bösen zukommt. Mehr und mehr unterliegt Friedrich der im Dorf und in der Familie gegenwärtigen Ursünde des Hochmuts, die als Leitmotiv die Novelle durchzieht. Mit 18 Jahren wird er mitschuldig am Tod des Försters Brandis, den er wissentlich einer gefährlichen Bande von Holzfrevlern in die Arme treibt. Vier Jahre später erschlägt er den Juden Aaron, von dem er sich öffentlich gedemütigt fühlt, im Brederholz unter einer Buche. Er flieht gemeinsam mit seinem ständigen Begleiter Johannes Niemand aus dem Dorf und kann daher nicht für seine Tat belangt werden. Als 28 Jahre später ein verkrüppelter Mann aus türkischer Gefangenschaft ins Dorf zurückkehrt, glaubt man in ihm Johannes Niemand zu erkennen. Einige Monate später findet man ihn erhängt an der so genannten Judenbuche und identifiziert ihn durch eine Narbe als Friedrich Mergel. Das Doppelgängermotiv wird damit auf die Spitze getrieben, die beiden Figuren Friedrich und Johannes entpuppen sich als zwei Facetten ein und derselben Person. In Friedrichs Selbstmord erfüllt sich der hebräische Spruch, den die Juden nach dem Mord an Aaron an der Buche anbringen ließen: »Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir getan hast.« Unaufhaltsam hat der Baum den Täter zu sich herangezogen, bis er sich schließlich wie Judas – dieses ist der deutlichste von zahlreichen biblischen Bezügen – am Baum erhängt hat.
Wirkung: Von den Zeitgenossen zunächst wenig beachtet, verdankt Die Judenbuche ihre Popularität vor allem der Aufnahme in den Deutschen Novellenschatz (1876) von Paul Heyse (1830–1914). Heute ist sie millionenfach verbreitet, in viele Sprachen übersetzt und Gegenstand zahlreicher literaturwissenschaftlicher Forschungen. E. H. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Kurzbeschreibung

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Autor: Leben und Werk. Text: Entstehungshintergrund, Quellen, Inhaltsangabe, Personengefüge, Aufbau/Struktur, Erläuterungen, Aspekte zur Diskussion
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein eingängiges Buch einer deutschen Autorin, 24. November 2006
Von T. Hofbauer "Lesekatze" (München, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Annette von Droste-Hülshoff schaffte auf nur wenigen Seiten eine Szenerie der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts. In einem abgeschiedenen Dorf B. entwickelt sich der Junge Friedrich zu einem schlecht integrierten "Möchtegern", der nach einer Reihe von kriminellen, nicht aufgeklärten Ereignissen (illegales Holzschlagen, Mord) mit seinem Freund Johannes flieht. Der Mord geschah an einer Buche und das Opfer war ein Mitglied der jüdischen Gemeinde (daher Judenbuche). Nach 28 jahren kehrt einer der Beiden zurück und endet schließlich erhangen an eben diesem Baum. Interessant ist besonders, ob nun der Erhangene Johannes (wie er von den Dorfbewohnern, als er wieder auftauchte, erkannt worden war) oder Friedrich ist. Genau geklärt ist dies meines Erachtens nicht.
Spannend zu lesen war die psychologische Aufarbeitung der Entwicklung des Protagonisten Friedrich. Sein Lebensweg und sein daraus entstehender Charakter wird von der Autorin durch widrige Lebensumstände, in denen er aufwuchs, erklärt. Auch das Verhalten der Dorfbewohner und die Behandlung von kriminellen Handlungen wird durch eine ausführliche Schilderung der Umstände des Dorfes und deren Gesellschaft dem Leser verständlich erklärt.
Somit ist dies nicht nur eine Geschichte über ein Individuum, das aufgrund aller Umstände gerade diesen Weg einschlagen muss, sondern auch über ein Gesellschaftsbild, das sich selbst gebildet hat.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die Judenbuche, eine Novelle?!, 21. November 2005
-

Das Buch, geschrieben von A. von Droste-Hülshoff, ist eine Art der Darstellung von der verzweifelten Flucht vor dem Leben. (Zumindest meiner Meinung nach) Das Leben von Friedrich, der Hauptperson, wird sehr dramatisch aber auch glaubwürdig geschmackvoll dargestellt. Die Liebe zwischen Mutter und Sohn wird spätestens ab der Flucht von Friedrich, weil er des Mordes verdächtig wird, erkennbar und sogar fühlbar. Doch das Traurige Ende, das einfach nur aus Verzweiflung geschah(Friedrich beginnt Selbstmord, da er merkt, dass seine Flucht umsonst war) ist ein würdiges Ende des Buches.
Wir können das Buch sehr empfehlen( Wir lasen es als Klassenlektüre ), denn es regt zum Nachdenken an, denn vor allem die Rassistischen Andeutungen, den Juden gegenüber können auf die Gegenwart übertragen werden.

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Interessant, 26. Oktober 2003
Die Judenbuche war eins der wenigen Schulbücher, die mir wirklich gefallen haben. Zwar ist das Buch sehr kurz (man kann es locker in 2 Stunden durchlesen), jedoch ist die Geschichte über den jungen Friedrich Mergel sehr interessant und mit vielen, zum Teil unterschwelligen Information verfasst. Vorallem ist die Sprache sehr verständlich, was man von anderen Klassiker wie z.B. Maria Stuart nicht behaupten kann. Das Buch behandelt auch sehr viele gesellschaftliche "Tabu" Themen, wie unglückliche Ehen, Judenverfolgung und Gruppenzwang. Ich kann die Judenbuche nur weiterempfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Ein bis heute nicht ausgeMERGELtes Stück Literatur
Die Erzählung von Droste-Hülshoff, die streng genommen nicht als Novelle durchgehen kann, folgt dem Lebensweg des zwielichtigen Friedrich Mergel, dessen Vater, ein Trinker, früh... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Dr. Mehrens veröffentlicht

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Ich nicht. Deutschunterricht.
Das einzig gute: Es hat nur 55 Seiten und man kann es in einem Tag durchlesen... sonst nicht spannend oder interessant...
Vor 6 Monaten von F. Stepp veröffentlicht

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Vor 10 Monaten von S. Bruschi veröffentlicht

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Vor 12 Monaten von S. Bernard veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Langweilig, zu kurz und schlechte Anmerkungen
Nachdem ich diese Novelle gezwungenermaße im Deutunterricht lesen musste dachte ich mir ich halte mal freiwillige hiervon ab. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Ich Horst veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Oh, diese Deutschlehrer!
Die zahlreichen Rezensionen hier stammen fast ausschließlich von Schülern, für die diese Novelle offensichtlich Pflichtlektüre war. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Lothar Müller-Güldemeister veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Lektüreaufgabe: Kundenrezension
Gleich auf der ersten Seite fiel mir auf, dass das Dorf, in dem die Geschichte spielt, nur "Dorf B." genannt wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Mai 2007 von Larissa Sterzl

4.0 von 5 Sternen Trotz mancher Verwirrung ein sehr gutes Buch
Noch keine Novelle, die ich bisher gelesen habe, war so interessant und zugleich spannend wie die Judenbuche. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2006 von Mareike Schmidt

4.0 von 5 Sternen Es gibt schlimmere Bücher in Deutsch
Ich habe das Buch im Deutschunterricht gelesen und muss nach anfänglicher skepsis sagen, dass es mir ganz gut gefällt. Lesen Sie weiter...
Am 30. März 2006 veröffentlicht

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