Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Klassischer Irving, 27. Dezember 2009
Das lange Warten hat endlich ein Ende: Vier Jahre nach meinem persönlichen Irving-Favoriten "Bis ich dich finde" (für mich unerklärlich, dass sich das Buch mittlerweile bei nur 3 1/2 Sternen eingependelt hat ...) erscheint 2009 endlich der neue Roman. Und auch diesmal bin ich nicht enttäuscht worden.
Auf die sich über 50 Jahre erstreckende Handlung möchte ich an dieser Stelle gar nicht im Detail eingehen; der Irving-Fan wird - wen wundert's - nicht enttäuscht. Die bekannten Motive von Bären bis Schriftstellerei dürfen natürlich nicht fehlen, die Handlung pendelt gekonnt zwischen Komik und Tragik, ist dabei immer zutiefst bewegend und doch amüsant.
An welchen Rang meiner persönlichen Lieblingsbücher von John Irving ich "Last Night In Twisted River" setzen würde, kann ich noch nicht wirklich sagen, zumindest aber im ersten Drittel. Aber da für mich persönlich nur ca. drei Irving-Romane doch mehr oder weniger deutlich zu seinen Klassikern abfallen, ist eine Einordnung ohnehin schwer. Ich sehe "Twisted River" in einer Reihe mit "Witwe für ein Jahr", "Owen Meany" oder auch "Das Hotel New Hamphire".
Übertroffen hat sich John Irving nicht. Das geht allerdings auch nicht, wenn man sich mit fast jedem neuen Roman auf höchstem Niveau ohne besonders viel Steigerungsmöglichkeiten nach oben bewegt.
Am liebsten hätte ich die Lektüre des letzten Kapitels des Buches immer weiter und weiter hinausgezögert: Zwar will man natürlich wissen, wie es ausgeht; aber die Aussicht, nach Ende des Romans wohl wieder ca. vier Jahre auf einen neuen Roman von John Irving warten zu müssen, ist doch äußerst unbefriedigend. Der Gedanke, dass die Leser der deutschen Übersetzung sogar auf "Last Night In Twisted River" noch fast ein halbes Jahr warten müssen, tröstet da nur wenig! :-)
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30 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein neuer Irving-Klassiker, 18. Oktober 2009
"Last Night in Twisted River" - der 12. Roman von John Irving, verspricht, ein Klassiker zu werden. Der Schriftsteller schließt hier an seine eigenen großen Werke wie "A Prayer for Owen Meany" oder "The Cider House Rules" an. Er überbietet sich nicht, weil man das nicht mehr kann, wenn man ganz oben steht, denn Irving gehört zweifelsohne zu den ganz großen Autoren unserer Zeit, und seine Werke werden sicher auch noch in hundert Jahren, falls man dann noch Bücher liest, gelesen und geliebt werden. Eines dieser Werke wird dann auch "Last Night in Twisted River" sein.
Es ist ein unverkennbarer Irving, weil so einfach nur Irving schreibt: mit melancholischem schwarzen Humor, mit Bitternis und Liebe, mit Stil und naturalistischer Sprache.
Irving ist wieder ein ganz großer Wurf gelungen. Ich habe sehr lange auf dieses Buch gewartetn, und das Warten hat sich gelohnt.
Ich kann dieses Buch jedem nur ans Herz legen. Es ist ein Trost für die Fans, die sich nach "Until I find you" den klassischen Irving zurückgewünscht haben, und es ist ebenfalls ein gutes Buch für Irving-Einsteiger.
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13 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Literarischer Hochgenuss voll wortwitziger Fabulierkunst, 13. November 2009
Es fällt nicht leicht eine Inhaltsangabe zu liefern, die diesem Epos gerecht wird, denn zu vielschichtig sind die Ereignisse in diesem neuen grandiosen Roman des begnadeten Erzählers John Irving. Natürlich finden wir jede Menge Liebe und Beziehungen, sowie tragische Tode und Verluste, die aber nie zu Bitterkeit führen, da sie als normaler Bestandteil des Lebens empfunden werden. Und natürlich gibt es auch Bären und schwergewichtig skurrile Frauengestalten wie Injun Jane, Six-Pack Pam oder Lady Sky, eine nackte Fallschirmspringerin, die im Schweinestall landet. Überhaupt die Charaktere: Wieder einmal gelingt es dem Romancier, liebenswert warmherzige und humorvolle Gestalten zu erschaffen, die den Leser tief anrühren, mit denen er nur zu gern Freud und Leid teilt und die er mit dem Zuklappen des Buches noch lange nicht vergisst.
Irvings Werk umfasst fünf Jahrzehnte und ganz nebenbei serviert er als Soundtrack zum Leben der Protagonisten die dazu gehörige amerikanische Geschichte. "Last Night in Twisted River" ist somit auch ein politisches Buch; der Autor nimmt zum Beispiel kein Blatt vor den Mund, wenn die Rede auf den vorigen US-Präsidenten kommt. Keineswegs nur deswegen kann ich den Roman uneingeschränkt wärmstens ans Herz legen, denn viel zu selten stößt man heutzutage auf derartigen literarischen Hochgenuss wortwitziger Fabulierkunst. Irving-Fans werden das Epos lieben und für alle anderen ist es die perfekte Chance für den Einstieg in das Werk dieses außergewöhnlichen Schriftstellers. Zu wünschen wäre freilich, dass bald auch den Nobelpreisrichtern die Nordlichter aufgehen und dort nicht immer nur belanglose Brabbler á la Hertha "Lieschen" Müller prämiert werden.
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