Aus der Amazon.de-Redaktion
Vera Savage hat einen Namen, der ungehemmte Wildheit und unkonventionelles Handeln geradezu impliziert. Und tatsächlich ist die Malerin eine sehr sinnliche, aber auch schwer berechenbare Frau. Seit Jack Rathbone sie sah, ist der genialische Künstler ihr verfallen. Zusammen machen sie sich auf die Reise nach New York, um die dortige Kunstszene aufzumischen -- und sich in Suff und Liebe zu ergehen. Aber das Leben in der großen Stadt wirkt auf Jacks Talent äußerst lähmend. Mit Vera bricht er auf nach Port Mungo am Golf von Honduras, das seine besten Zeiten schon lange hinter sich gelassen hat. In der schwülen Atmosphäre einer ehemaligen Bananenfabrik findet der Maler zu seinem früheren Schaffensdrang zurück, während Vera immer mehr dem Alkohol und den kurzlebigen Freuden flüchtiger Affären verfällt. Am Ende haben sich beide Künstler fast bis zu Tode gequält und gesoffen. Doch dann scheint paradoxerweise der Tod ihrer ältesten Tochter einen Ausweg zu bieten...
Seit Spider, Stella oder Doktor Haggards Krankheit gilt Patrick McGrath auch hierzulande als Spezialist für düster bewölkte, aber leidenschaftlich-sinnliche Liebesgeschichten. Aus der Sicht von Jacks Schwester Gin, die ihren Bruder vergöttert und über seinen Weggang fast zusammengebrochen wäre, erzählt der Londoner Schriftsteller die Geschichte dieser großen Leidenschaft, sprachlich brillant und mit hoher narrativer Virtuosität. Port Mungo ist ein phantastisches und faszinierendes, ebenso spannendes wie aufwühlendes Psychogramm zweier starker Persönlichkeiten, die sich aneinander fast zerreiben -- und das sollte man sich nicht entgehen lassen sollte. --Isa Gerck
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From Publishers Weekly
The psychologically suspenseful story of Jack Rathbone, a "latter-day Gauguin" who flees his native England to pursue a career as a painter as well as a volatile relationship with artist Vera Savage, is narrated by his sister, Gin, whose obvious devotion skews her perspective. McGrath's sixth novel unfolds in a series of flashbacks, from Jack's childhood in England to Greenwich Village in the 1950s and, eventually, to the Honduran town of Port Mungo, where Jack develops a style he calls "tropicalism" or, more sinisterly, "malarial." The birth of daughter Peg threatens the marriage, and her mysterious death, at 16, dooms it; Jack moves in with his sister in New York. Ostensibly, the search for the truth behind Peg's death propels the narrative, but the mix of flashbacks and present action is confusing, and Gin's role feels trumped up. The book becomes even more baroque when Jack's second daughter, raised in England, moves to New York and agrees to let her father paint her, in the nude. It's a provocative conceit, but the whole is less than the sum of the parts. Despite McGrath's intelligent, lyrical prose, the story lacks the urgency of his earlier work.
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