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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Find another use for your time, 27. März 2006
I've read every Richard Jury book and this one is not worth reading. The first 200 pages could have been condensed to less than 10. No solutions or even believable theories ever materialize even if you hang on to the bitter end. Jury comes across as stupid and dense in his investigation rather than the bright and charming policeman of the past. A cop obsessed with the idea a missing person may have vanished into another dimension or paralel universe is no longer a cop. Characters that were once amusing are now tired - for example it was easy to imagine Carol-anne in her 20s titilating Jury with her toenail painting but now, with her approaching middle age, it is hardly believable that Jury gets a thrill watching Carol-anne count her grey hairs (and is she really going to live out her entire life with nothing but his empty flat for an interest?). Grimes has at least 13 'regular' characters and it is time for one to move on with life, get married, move, change careers - do something different. The kids, dog and cat are the only bright spots in this book.----Skip this one and read Giorgio's masterful thriller-Quest----and I hope the next Grimes moves at a much quicker pace, shows at least one character venturing a step or two beyond an alcoholic haze into life, and actually has a 'mystery' or 'crime' involved.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
My oh my Ms. Grimes..., 21. Oktober 2007
...wenn das ein Erstlingswerk gewesen wäre, hätte es wohl bis heute keinen Verlag gefunden.
Es müssen ja nicht unbedingt die Charaktere einer Serie mit dieser mitaltern (bei Elizabeth George z.B. nervt es fast schon, was ihre Protagonisten alles durchmachen müssen), obwohl man schon nicht umhin kann, nachzurechnen, wie alt Jury & Co. nun strenggenommen sein müssten. Wenn die Charaktere stimmig und stark sind, dürfen sie auch zu einem gewissen Grad statisch bleiben.
Aber in diesem Buch scheint alles nur noch aus der Retorte oder dem Archiv zu kommen - als hätte Martha Grimes ein dünnes Geschichtchen erdacht und dies von ein paar Assistenten mithilfe der vorigen Titel der Serie auf die nötige Seitenzahl aufblasen lassen. Den Eindruck gewinnt man jedenfalls, wenn so ziemlich alles, was Jury in der Vergangenheit widerfuhr, seinen Auftritt in diesem Buch nimmt - oftmals ohne wirklichen Zusammenhang zur oder Nutzen für die Handlung.
In die lahmen Szenen mit dem Long Piddleton-Grüppchen wird vom "Blue Parrot" über "Count Dracula" und Vivians unvermeidliche Kashmir-Jacken bis zum Agatha-Schwein-Prozess alles rücksichtslos reingestopft, an anderer Stelle erklärt Jury Plant allen Ernstes Diannes Strategie der "Wissensaneignung" (nicht ohne die Gelegenheiten unerwähnt zu lassen, bei denen diese in der Vergangenheit erfolgreich waren), die Borings-Besetzung schwärmt unaufhaltsam vom Mordfall, den Jury dort einstmals löste, auch Benny und Sparky haben einen kurzen, grundlosen, Auftritt, Macalvie wird erwähnt, Plant muss - mal wieder - eine Rolle spielen (vielleicht wäre es lustiger gewesen, davon mehr zu lesen?!?),Jury trifft schon wieder auf ein charakterstarkes, in irgendeiner Weise benachteiligtes Mädchen (in dessen Gegenwart sich Melrose - wen wundert's - natürlich lächerlich macht...) und erinnert sich darüberhinaus alle naselang an alte Fälle. Es ist ja Teil des Charmes einer Serie, auf Bekanntes zu treffen. Aber derart penetrant unter die Nase gerieben ist von Charme nicht mehr viel zu finden.
Darüber hinaus kann man als Jury-Fan auf jeden Fall Gründe dafür finden, dass Krimis mehr oder weniger Plot-los daherplätschern und der Mörder zum Schluss nicht anständig überführt wird - das war schon in der Vergangenheit bei Grimes so und nicht unbedingt zum Nachteil der Bücher. Bei The Old Wine Shades war ich allerdings schon dabei, die Schlussanzeigen für die anderen Titel der Jury-Serie zu lesen, bis mir auffiel, dass das Buch bereits zu Ende war... Dann habe ich noch minutenlang kopfschüttelnd hin- und hergeblättert, ob ich vielleicht etwas überlesen oder verpasst hätte oder in meiner Ausgabe Seiten fehlten. War alles nicht so. Während der Vorgänger statt einem Ende einen Anfang hatte, gibt es hier weder noch, und das ist sehr unbefriedigend.
Dieses Buch hinterlässt den schalen Geschmack eines lieblos dahingehudelten Pflichtwerks. Ich habe es trotz der bisherigen Amazon-Rezensionen gelesen, weil mir auch The Old Contemptibles wieder ganz gut gefielen, man ja wissen will, wie's weiterging mit dem "man walked into a pub" und einem irgendwie die zwei über die Jahre ans Herz gewachsen sind. Wenn aber beim nächsten Band nicht wieder mehr vom alten Feuer und Können der Autorin drinsteckt, dann wird das nicht mehr ausreichen, um mich zum Kauf zu bewegen. Schade eigentlich. Aber vielleicht ist dies einer der Fälle, wo die Primadonna in Würde von der Bühne abtreten sollte, solange sie noch kann, bevor ihre Auftritte peinlich werden. Mit The Old Wine Shades ist Martha Grimes offenbar kurz davor.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Schrödingers Katze..., 11. Februar 2007
Mal ehrlich ... ich habe Martha Grimes noch nie wegen der umwerfenden Plots gelesen. Und so kann ich die durchgängige Enttäuschung der anderen Leser auch nicht so richtig teilen.
Es stimmt schon: dem klassischen Krimi-Schema folgt "The Old Vine Shades" nicht. Aber das tun die Romane und Richard Jury schon seit einiger Zeit nicht mehr - vielmehr spinnt Grimes weitläufige Rahmengeschichten. Es scheint ihr mehr um das Erzählen zu gehen als um einen klassischen Krimiablauf. Wem daran liegt, der mag bei diesem und auch den vorigen Werken aus der Jury-Reihe nicht richtig aufgehoben sein.
Aber das Buch ist dennoch wieder mit viel Liebe und Sprachwitz geschrieben, im Detail versteckt oder offen bei den immer wieder amüsanten Wortgefechten zwischen Melrose und der lieben Tante Agatha oder Melrose und Jury.
Gewissen Längen in den Passagen der Geschichte, die Harry Johnson erzählt, sind in der Tat nicht zu leugnen. Aber, ich wiederhole mich, ich weiss, die gab es schon vorher (und auch schon in der ersten Bänden der Reihen, besonders wenn Jury seine melanchonischen Anfälle hat)
... wie schon gesagt: die Stories leben eben nicht vom Plot sondern von den Charakteren und der Sprache. Und die finde ich wie gewohnt witzig und liebenswert. Und lehrreich war es auch noch ;-) - von Schrödingers Katze hätte ich sonst in meinem Leben wahrscheinlich nichts gehört ... :-)
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