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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hier kommt die neue Helen Fielding, 25. März 2006
Sophie Kinsella wurde bekannt durch ihre Shopaholic-Reihe rund um Becky Bloomwood, doch mit Emma Corrigan hat sie erneut einen Charakter geschaffen, der mindestens ebenso sympathisch und auch ein wenig chaotisch ist wie Becky - und dafür lieben wir Sophie Kinsella.Alles beginnt damit, dass Emma zu einem Meeting nach Schottland fliegt, bei dem sie ihrem Geschäftspartner eine Cola über das Hemd schüttet. Als dann auf dem Rückflug auch noch ihr Flugzeug in Turbulenzen gerät, setzt es aus bei Emma. Weil sie so miserabel aussieht, setzt eine nette Stewardess Emma in die Business Class, wo Emma dank ihrer panischen Flugangst einem völlig fremden Mann alle ihre Macken anvertraut, ganz in dem Glauben, gerade ihre letzten Minuten zu erleben. Als das Flugzeug schließlich doch sicher in England landet, hat Emma dem Fremden praktisch ihre ganze Lebensgeschichte erzählt, so weiß er sogar von ihrer Suche nach dem G-Punkt. So weit, so gut, wäre der Fremde nicht Jack Harper und damit der Gründer der Firma, für die Emma arbeitet. Als Jack dort die Firma besucht würde Emma am liebsten im Boden versinken, doch komischerweise scheint Jack Harper Gefallen an Emma gefunden zu haben. So bekommt ihre Abteilung eine neue Kaffeemaschine, weil Emma Jack im Flugzeug anvertraut hat, dass es in ihrer Firma den schlechtesten Kaffee überhaupt gibt. Die beiden verlieben sich ineinander, bis Jack den Fehler macht, im Fernsehen Emmas Geheimnisse zu verraten... Sophie Kinsella füllt endlich die Lücke, die nach Bridget Jones entstanden ist. Wo Helen Fielding mit ihrer Olivia Joules gefloppt ist, erdenkt sich Kinsella supersympathische Charaktere, die man schon auf den ersten Seiten lieb gewinnt, egal welches Chaos diese Frau gerade wieder fabriziert. In herrlich erfrischender Sprache und mit viel Wortwitz ausgestattet kommt dieses Buch von Sophie Kinsella daher und ist endlich wieder eine positive Überraschung auf dem überfluteten Markt der Frauenliteratur. Kinsellas Frauenfiguren sind etwas durchgeknallt, meist nicht sonderlich erfolgreich, dennoch fallen ihre Figuren immer wieder auf die Beine und schlängeln sich doch durchs Leben, bis ihr absoluter Traummann vor ihnen steht, mit dem es selbstverständlich ein Happy End geben wird. Am Aufbau ändert sich auch hier nichts, doch sticht "Can you keep a secret?" dennoch positiv hervor, da Emma Corrigan nie so nervig und ungeschickt agiert wie Becky Bloomwood, die man beim Lesen doch am liebsten mal in den Hintern treten würde. Das "Nervpotenzial" fehlt hier also völlig, sodass man ganz entspannt diese herrliche Lektüre genießen kann. An diesem Buch gibt es wahrlich gar nichts auszusetzen, außer vielleicht, dass es bislang keine Fortsetzung gibt. "Can you keep a secret" punktet mit netten und lustigen Charakteren, einer Geschichte wie aus einem Märchen und mit einem locker-flockigen Erzählstil, der auch im Englischen flüssig und leicht zu lesen ist, sodass man Kinsella tatsächlich im englischen Original genießen sollte. Und nun werde ich mich endlich dem aktuellen Buch von Sophie Kinsella widmen und danach ungeduldig auf einen weiteren Roman warten!
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