Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ratlosigkeit im Angesicht der Entwicklungen, 28. November 2008
Soeben habe ich SWALLOWING DARKNESS beendet und bin ein wenig ratlos. Ich habe keine Ahnung, was ich von der Autorin und ihren Werken halten soll. Die Anita Blake Reihe habe ich nie gelesen, aber den Merry Büchern war ich von Anfang an verfallen. Hamilton machte Sex und Deus ex machina, Punkte, für die sie stark kritisiert wurde, zum zentralen Thema dieser Reihe. Um zu überleben, musste Merredith von einem ihrer Bodyguards schwanger werden und den Thron der Finsternis besteigen. Dabei erweckte die sterbliche Unseelie Prinzessin die Magie Faeries zu neuem Leben (passierte oft während einer Sexszene). In den ersten Bänden ging dieses mutige Konzept auf. Die Autorin schaffte es den Zauber Faieries darzustellen, die bedrohliche Schönheit der Sidhe und deren Grausamkeit. Mit Horror- und Mysteryelementen sowie Politischen Ränkespielen schaffte sie einen Ausgleich zu Sex, Magie, Nabelbeschau und feschen Jungs in Designerklamotten. Perfekte Paranormal Romance. Aber schon bald geriet dieses sensible Gleichgewicht außer Kontrolle. Die Handlung verlor ihren roten Faden und eintönige Sexszenen begannen zu dominieren. Seinen Höhepunkt fand dieser Trend in Mistral's Kiss, dem bislang schlechtesten Band der Merry Gentry Novels.
Band Nummer 6, A Lick of Frost, bemühte sich dem Wirrwarr eine neue Richtung zu geben und Sex zu reduzieren. Doch da die Verteilung der Ereignisse unregelmäßig und wichtige Themen kaum aufgearbeitet wurden, fehlte es noch immer an Ausgewogenheit.
Nun ist Hamilton beim 7. Teil der Merry Gentry Novels angelangt, SWALLOWING DARKNESS. Man erinnere sich, dass diese Reihe ursprünglich auf 7 Bände ausgelegt war. Ich wünschte, die Autorin wäre bei diesem Plan geblieben - das Resultat wäre sicher straffer und sauberer gewesen.
Meredith ist endlich schwanger, doch einer der 6 Väter scheint für immer verloren. Trotz ihres Versprechens denkt die Königin der Luft und Finsternis nicht ans Abdanken. Auch Cel hat seine Ambitionen noch nicht aufgegeben. Mit dem Rücken zur Wand ist der skrupellose Unseelie Prinz gefährlicher denn je. Die größte Bedrohung kommt allerdings vom Hof der Seelie. König Taranis hat in seinem Wahn Meredith gekidnappt und vergewaltigt. Er glaubt, dass seine Nichte von ihm schwanger ist und durch sie die Magie zu den Seelie zurückkehren wird.
Von ihrer Gier nach Macht und Magie geblendet, ahnt niemand, dass die Göttin ihre Geduld verliert. Meredith ist ihr Instrument, das Faerie wiederbeleben soll. Wird ihr Geschenk nicht angenommen, wird sie sich von den Sidhe abwenden und die Magie wird ihr folgen.
In SWALLOWING DARKNESS laufen viele Handlungsfäden zusammen, es kommt fast ohne Sexszenen aus (11/2 kurze), es ist reich an Action und 365 Seiten stark. Auf den ersten Blick enthält es genau das, was ich mir seit langem gewünscht habe. Dennoch ist die Ausführung bestenfalls mittelmäßig. Ergo meine Ratlosigkeit.
Meredith und ihre Mannen eilen von einem Ort zum anderen, wenn sie nicht über "Tiefgründiges" sinnieren (zb, dass Merry nicht die Einrichtungsvorlieben ihrer Männer kennt). Handlungsfäden/Problemstellungen werden dabei nicht gelöst sondern per Handbewegung aus der Welt geschafft. Meistens geschieht dies durch Magie - Meredith und ihre Männer müssen kaum selbst etwas tun oder nachdenken. Die Göttin erledigt die Arbeit für sie und schenkt ihnen im passenden Moment neue Magie, Artefakte oder teilt Hinweise mittels Rosen- und Kräuterduft mit (sorgt sogar für passende Gaderobe).
Wenn Meredith einmal ohne die Hilfe der Göttin tut, gilt es als Beweis ihrer Qualitäten als zukünftige Königin. Dass Merediths Entscheidung fürchterliche Konsequenzen hat und (meines Erachtens) bei weitem nicht so logisch und unausweichlich ist, wie es die Autorin dem Leser glauben machen will, fällt dabei unter den Tisch.
Aber Konsequenzen sind ohnehin von geringer Bedeutung, wenn man zu Merrys Team gehört. Man wird geheilt, von den Toten zurückgeholt und mit neuen magischen Gaben belohnt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Selbst Merrys Vergewaltigung durch ihren Onkel hat kaum Gewicht. Merry kann sich nicht daran erinnern und obwohl sie etwas die Situation beklagt möchte spürt sie noch im Krankenhaus (!) Verlangen nach ihren Männern (Galen küsst sie und sie fragt sich warum die anderen sie nicht berührt haben). Selbst für eine Sidhe halte ich dieses Verhalten für unglaubwürdig.
Am meisten Kopfzerbrechen hat mir jedoch das Ende bereitet. Egal wie unzufrieden ich mit dem jeweiligen Buch war, das Finale hat mich so gepackt, die versprochenen (und zumeist gebrochenen) Entwicklungen so fasziniert, dass ich kaum erwarten konnte, die Fortsetzung in den Händen zu halten. Mit Swallowing Darkness ist das anders. Während die Geschichte für Hamiltons Verhältnisse ein rasantes Tempo vorlegt, endet sie mit einem uninspirierenden Dämpfer. Meredith "erzählt", dass sie nun in Los Angeles lebt und wie es ihr und ihren Männern dort ergeht. Ich frage mich ob uns als nächstes Schwangerschaftskurse und angeschwollene Knöchel erwarten.
Nachtrag:
Diese Information hat mich so geschockt, dass ich sie hier mitteilen muss. Laut LKHs Blogeintrag vom 5.2.09 ist der Bände umspannende Handlungsbogen mit SWALLOWING DARKNESS vorbei. Hamilton freut sich auf die neue Freiheit und hat vor mit verschiedenen Themen zu spielen. Übersetzt heißt das, dass zukünftige Merry Gentry Novels ähnlich orientierungslos und schwammig wie die Anita Blake Romane ausfallen werden. Oh Freude. Hardcovers werde ich mir nun sicher nicht mehr kaufen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Ende ?, 17. November 2008
Dieser 7. Band der Serie um Meredith Gentry, eine Elfe von königlichem Blut (sidhe), "leider" mit menschlichen und anderem Blut gemischt, ist spannend, da die Heldin ständig in Lebensgefahr schwebt, romantisch, da sich eine Reihe von Geliebten gebildet hat, und ein wunderbare Ablenkung vom Alltag.
Seriös beurteilt handelt es sich um Trash: explizite Sexszenen, die in diesem Band aber Seltenheitswert haben, teilweise unglaubliche Haken, die die Handlung schlägt und was für eine Moral? Matriarchales Hausmütterchen und Weiblichkeit triumphieren über Machtstreben?
Andererseits ist die Idee, die klassischen Elfen aus den Mythen in den USA anzusiedeln, mit einer erfrischend normalen Heldin spannend und Hamilton gewinnt dieser Konstellation archaische und moderne Welt immer wieder neue Aspekte ab. Die Heldin selbst versucht zwar die Dinge verbal zu regeln, aber das ist in ihrer Welt nicht so leicht möglich. Dann sind da jede Menge gut aussehende Männer, pardon Elfen, und eine Heldin, die ihren Spaß hat, und wenn es zu brenzlig wird, hilft die Göttin. Aber eben auch nicht immer - diese Prise Realität finde ich ganz erfrischend.
Kurz, ein gemischtes Bouquet, allerdings hoffe ich auf eine Fortsetzung, da ich mich immer gut unterhalten fühlte.
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0 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Meredith Gentry, 5. April 2009
Jeder der die Bücher von Laurell K. Hamilton und vor allem die Meredith Gentry Bücher gelesen hat wird auch von diesem begeistert sein.
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