Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Lullabies and Culling, 11. Januar 2003
The only other exposure I have had to the work of this writer, Chuck Palahniuk, was the cinema version of his work, "Fight Club". If you have seen the film you already know how original a thinker he is, and while I don't know how much the story changed from book to screen, I had no trouble recognizing, "Lullaby", as the work of the same writer. I even found myself placing the same actors in the primary roles in this book that appeared in the previous film."Lullaby", is thought provoking at a minimum, and will take you to areas of conduct that are still among some subjects that virtually all will consider taboo. An example is Necrophilia which I think will make most people feel they are reading material that will cause varying degrees of discomfort. The entire book is meant to press the darkest buttons inside of readers, Mr. Palahniuk will venture wherever he decides his story needs to go, he offers no respite, no safe haven. Whether you like this style or not I think it is refreshing to find an author that will go in to the darkest areas of human nature, not to be puerile or exploitative, rather to utilize material that is a valid piece of his tale. He is not afraid of offending, or perhaps he is just completely honest, he writes what he needs to write, if some are put off and he sells less books, so be it. The man is not commercial. Placing topic aside for a moment and turning to style, I find this writer's work to be original in how he presents detail. Colors play a large part in this book, so when he needs to use green it becomes much more than simply green. He describes the green that appears on the felt of a pool table, but only when the red number 3 ball is upon the felt, as opposed to the yellow number 1. Or green is not lime but rather like the color of key lime pie, not avocado but avocado bisque topped with a thin sliver of lemon. This level of description is not meant as sleight of hand or an effort to fill space; it makes the reading incredibly rich, or perhaps lush Mr. Palahniuk is not for everyone but if you like stepping away from what you usually read, and take a bit of a risk, you may be pleasantly surprised and appropriately rewarded. This writer follows only his own path.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fight Club goes Okkultismus, 1. August 2006
Carl Streator ist Journalist und wird damit beauftragt, eine Serie von Artikeln zum Thema Krippentod zu schreiben. Dabei stösst er auf die Seite 27 des Buches "Gedichte und Lieder aus aller Welt", wo ein sogenanntes Merzlied abgedruckt ist, ein Lied, dass Menschen töten kann. Zusammen mit einer verrückten Immobilienmaklerin, die nichtsahnenden reichen Leuten Geistervillen verkauft und selbst als Mutter vom Tod ihres Kindes durch das Merzlied betroffen war, macht sich Carl auf die Suche nach dem Ursprung des Merzlieds, dem Buch aus dem es entnommen worden ist, einem sogenannten "Buch der Schatten". Auch die junge Sekretärin der Immobilienmaklerin und ihr Freund, zwei Hippiegestalten, sind mit von der Partie. Zwar setzt sich das Quartett zum Ziel, das Buch der Schatten zu verbrennen, sobald sie es finden würden, doch jeder spielt in Wahrheit mit seinen eigenen Gedanken, die Macht die ihnen geboten wäre zu nutzen.
Gleich vorweg: Es ist mein erstes Buch von Palahniuk, habe bisher nur den Film zu Fight Club gesehn, welcher mich allerdings sehr begeistern konnte.
Die Inhaltsangabe, die auf dem Buchrücken genauso wie meine eigene, hört sich beinahe nach einem spannenden Mystery-Thriller an. Was allerdings nicht der Fall ist, allein der Schreibstil des Autors trotzt allen Thrillerklischees. Stellenweise war es auch schwer zu lesen, man kämpft sich durch brilliante Farbvergleiche die hintergründig eine beissende Kritik an der Wohlstandsgesellschaft beinhalten. Beispiel: Das Kostüm ist rot, aber nicht erdbeerrot, es ist eher das rot einer Erdbeermousse mit einem Schlag Creme Fraiche, serviert in einem Kompottschälchen mit Stiel.
Der Roman wirkt eher nur wie ein Auszug einer Gesamthandlung, gebettet in ein Maximum an Gesellschaftkritik. Sogar Gesellschaftskritiker selbst, in diesem Fall das Hippiepärchen, bekommen ihr Fett weg. Wer dieses Maximum an Gesellschaftskritik will, der kommt denke ich allgemein an Palahniuks Büchern nicht vorbei, jedenfalls nicht, wenn seine anderen Bücher mit diesem hier oder mit dem Film zu Fight Club vergleichbar sind, was ich vermute.
Jemand der mit Okkultismus wenig anfangen kann und lieber Unterhaltungsromane liest, sollte wahrscheinlich lieber die Finger davon lassen. Ansonsten liegt hier meiner Meinung nach ein kleines unscheinbares Meisterwerk vor.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DER AUS DEM CHAOS SCHRIEB, 2. November 2002
Nach den ersten drei Romanen von Chuck Palahniuk - INVISIBLE MONSTERS, SURVIVOR, FIGHT CLUB - fragte ich mich, warum ich diesen Autor eigentlich immer weiter lese. Ich hatte das Gefühl, mir wäre alles zu viel und ich würde nur die Hälfte verstehen. Dann bekam ich sein viertes Buch CHOKE in die Finger und begriff es. Plötzlich sah ich, was der Autor tat und die anderen Romane öffneten sich mir von Neuem. Es gibt keinen Schriftsteller, der so gnadenlos und entblößend mit unserer Gesellschaft umgeht. Niemand legt den Finger so direkt auf die Wunden und pult darin herum. Nicht nur ist Palahniuk dabei klinisch präzise, er eröffnet dem Leser einen Blickwinkel, der bis dahin scheinbar überhaupt nicht existiert hat. Mit seinem horrenden Wissen von Fakten unterstreicht er dabei seine Story, macht sie realer und fieser, als jede Dokumentation sein könnte. Und dann kommt seiner neuer Roman heraus und führt die bisherige Arbeit nahlos weiter. Es ist nicht nur unheimlich, was hier geschrieben ist, es ist nicht nur beängstigend - es ist sowas von düster und ironisch zugleich und steckt voller Ideen, die für zehn Bücher gereicht hätten. Man liest atemlos, man grinst und greift sich gleichzeitig vor Schreck an den Kopf. Denn hier schreibt jemand nicht nur über Amerika, er redet über die gesamte Weltlage und das Chaos um uns herum. Dabei gelingt es ihm dennoch einen postiven Ton anzuschlagen, so daß man sich immer wieder fragt: Wie schlimm ist es wirklich? Wie schlimm kann es noch werden? und: Was tue ich dagegen? LULLABY ist eine Parabel, die viele zur Seite legen werden, weil sie nicht wissen wollen, was in der Absurdität dieses Lebens möglich ist. Niemand schaut gerne in den Spiegel, um zu checken, wie gemein oder häßlich er seit gestern geworden ist. Niemand will wissen, was die eigenen Gedanken verbergen. Palahniuk kann das. Er bedeckt einen mit Häßlichkei und Schönheit, mit Hoffnung und Ausweglosigkeit und mischt die Phantasie mit der Realität, bis man beide nicht mehr voneinander unterscheiden kann. Chuck Palahniuk geht mit seinem neuen Roman diesen besonderen Schritt weiter, den man sich von der großen, neuen Literatur wünscht. Ein leuchtendes Buch mehr im Regal.
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