Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Geschmackssache, 22. Februar 2007
Die Lebensgeschichte Katharina von Aragons aufbereitet als historischer Roman.
Soviel vorweg: Philippa Gregory ist mit ihrem Porträt der Katholikin am englischen Königshof ein spannendes Porträt der Tudorzeit gelungen und Freunde des historischen Romans werden sicher durchaus ihre Freude daran haben. In wirklich schöner Sprache (der Leser sollte gute bis sehr gute Englischkenntnisse mitbringen) erzählt sie von einer Frau, die sich berufen fühlt die Welt zu verändern. Und wenn schon nicht die Welt, so doch mindestens England, dieses barbarische Land des schlechten Wetters und der mangelnden höfischen Kultur. Alles, was an diesem historischen Roman historisch ist, ist vortrefflich gelungen: vom Leben im Maurenpalast, den Katharinas übermächtige Mutter von den Besatzern ihres Landes erstreitet, bis zur Verlorenheit der kultivierten, katholischen Prinzessin im "gottlosen" Haus Tudor.
Unglücklicherweise hat Ms. Gregory entschieden, dass Katharina sich in ihren ersten Gatten Arthur (den älteren Bruder Heinrich VIII., ihres späteren zweiten Ehemannes) verlieben soll, ja sogar, dass sich eine heimliche und schier unbeschreiblich leidenschaftliche Liebe zwischen den beiden entwickelt bevor Arthur von einer Krankheit dahingerafft wird. Heimlich muss die Beziehung sein damit sie zu Katharinas historisch verbriefter Behauptung passt die Ehe sei nie vollzogen worden. Und unbeschreiblich ist sie tatsächlich. Unbeschreiblich langweilig. Die Geschichte droht im Kitsch zu ersticken und tut es schließlich auch. Man (ich) hatte plötzlich das Gefühl in einem Groschenroman gelandet zu sein und nach der zehnten heimlichen Liebesnacht habe ich das Buch entnervt beiseite gelegt. Wer seine historischen Romane eher historisch mag denn romantisch ist hier an der falschen Adresse. Geschmackssache eben.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Katharina von Aragon - Königin von England, 31. Dezember 2006
Die berührendste Biographie, die ich über die erste Frau Heinrichs VIII gelesen habe. Sie schildert das Leben von Katharina von ihrer Kindheit in Spanien bis zum Scheidungsprozess von Heinrich VIII.
Aus der Sicht Katharinas erzählt, sind für sie vor allem ihre Kindheit in der Allhambra und ihre erste, nur wenige Monate dauernde Ehe mit Arthur, dem älteren Bruder des späteren Heinrichs VIII, prägend.
Dieser nimmt Katharina auf dem Totenbett das Versprechen ab, seinen Bruder
Heinrich zu heiraten, und als dessen Königin ihre gemeinsamen Vorstellungen von einem modernen, mächtigeren England zu verwirklichen.
Als Tochter von Isabella der Katholischen ist sie Heinrich in ihrer über zwanzig Jahre dauernden Ehe nicht nur intellektuell überlegen, sondern besiegt sogar in dessen Abwesenheit in der Schlacht bei Flodden den schottischen König.
Hätte ihr im Jahre 1511 geborener Sohn überlebt, wie anders wäre wohl die Geschichte Englands verlaufen?!
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4.0 von 5 Sternen
Katharina von Aragon, 20. Juli 2009
"The Constant Princess" war mein zweites Buch der Autorin Philippa Gregorys, das erste "the other Boleyn girl" hatte mich total in den Bann gezogen. Mich fasziniert eigentlich alles zu dem Thema Tudors, Heinrich VIII und Elizabeth I. Und ein Buch über die erste Frau Heinrich VIII interessierte mich insofern, weil er dieser Frau doch einen gewissen Respekt entgegengebracht hatte. Wer war also diese Frau?
Katharinas gesamte Biografie, ihr Stolz, ihre Unbeugsamkeit scheint sich nur aus dem Verhältnis zu ihrer Mutter, Isabella von Spanien, erklären zu lassen. Diese kämpferische, disziplinierte, ihren Kindern gegenüber oftmals harte Königin hatte auch über die große Entfernung nach England hin zeit ihres Lebens - und auch über ihren Tod hinaus - einen großen Einfluss auf ihre Tochter, in ihrem Verständnis als Prinzessin, also als Gattin des Thronfolgers, als junge Witwe und später als Königin.
Ph. Gregory beschreibt auch in diesem Buch wieder sehr spannend den Werdegang dieser jungen, kultivierten Spanierin am englischen Hof, der doch um so vieles rauher und ungehobelter war als ihre Heimat.
Sie trotz allen Widrigkeiten erhobenen Hauptes, sie findet immer wieder Kraft, weil sie an ihre Bestimmung, "Queen of England" zu werden oder zu sein glaubt. Der Spannungsbogen ihres Aufstieges am englischen Hof wird bis zu dem Augenblick ihres wohl größten Triumphs, des Sieges über die Schotten 1513, gehalten. Das Buch endet mit einem kurzen Blick auf ihre endgültige Verstoßung vom Hof Heinrich VIII durch die Auflösung ihrer Ehe.
In dem Buch wechseln sich Erzählung in der dritten Person und Tagebucheinträge Katharinas ab. Durch diese Erzählweise werden die inneren Konflikte, ihr fortwährendes Kämpfen sehr deutlich.
Trotz dieser Nähe zu der Hauptfigur bleibt beim Leser dennoch immer eine Distanz bestehen. Die Handlung hat mich lange nicht so emotional berührt wie "the other Boleyn girl". Deshalb möchte ich auch nicht die volle Punktzahl geben. Insgesamt aber ein sehr spannender, historischer Roman. Vielleicht ist ja auch die zwiespältige Haltung des Lesers ggü. Katharina gewollt? Auf der einen Seite Mitleid, auf der anderen Seite aber auch Respekt, möglicherweise Ablehnung vor soviel Beharrlichkeit, Sturheit?
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