Produktinformation
|
Tags(Was ist das?)Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte. |
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vom "Ausstieg aus dem Bild" - die documenta dokumentiert nicht mehr. Kuratoren-Modell am Ende?!,
Rezension bezieht sich auf: documenta. eva wissen (Taschenbuch)
Die d12 (Chef Buergel) folgt 2007 nach d10 und d11: wiederum unter dem Primat der Politik. Schonungslos kommentiert der Autor die abgerissene d9-documenta- "Treppe ins Nichts"; (Bild S. 79; "Demontage und Blamage"). Das Buch mit 17 sw-Abildungen beschreibt, wie die documentae ab d4 den "Werkbegriff" (zuvor Malerei, Skulpturen, Graphik) von d zu d erweitert haben (Beuys 6mal vertreten!). "Keine documenta ohne erboste Verrisse" gab es.Der "Ausstieg aus dem Bild" (S. 38) vollzog sich kontinuierlich seit der d4, der historisch gewachsene "Kunstbegriff" wurde stetig erweitert. Name und Anspruch der Kasseler Schau, die documenta documentiere, gingen nach der d3 verloren. Der "Mythos documenta" (S. 6) ging offensichtlich nicht verloren: Trotz des "geradezu diktatorischen" Kuratoren-Modells ("Generalsekretär", "Künstlerischer Leiter" im Alleingang) und privatrechtlich organisierter documenta-GmbH, die mit zur Selbstauflösung der Kategorie Kunst beigetragen haben. Nemeczek stellt dar, dass oft krampfhaft nach "zündenden Konzepten" (S. 36 ff.) gesucht worden ist: Durch Berater, documenta-Rat, Arbeitsausschüsse zur d4 (1968), "documenta-Komités" zur d6 - alle "endlich" abgeschafft ab d7 (1982, N. S. 46) -, später die so genannte Findungskommission, die bis heute (d12) eingesetzt wird (vom d-Aufsichtsrat berufen; z. T. mit Politikern besetzt). In einem "Geheimverfahren" werden seit Ende der siebziger Jahre Leiter oder Leiterin einer documenta gewählt, die "vor Eröffnung kein Konzept mehr publizieren" müssen (S. 47), wodurch sie unbehelligt von öffentlichen Programmdebatten ... noch unabhängiger planen können". Auch die "Künstlerliste" wird den Medien (so auch zur d12) erst spät im Sommer präsentiert, um vorzeitige Kritiken zu verhindern. Lobenswert ist auch, dass Herr Nemeczek nicht vergisst, die Rolle der d-"Superschau"(S.70) im Kunstbetrieb zu erörtern: Über die"Die Rolle von Markt und Sponsoren" wird allerdings nur auf einer Seite berichtet (S.71/72), wobei der "Einfluss auf den internationalen Markt- und Stellenwert vieler Künstler" von Anfang an "die Geschäftsgrundlage der documenta" (?!) gewesen sein soll. Kuratoren bestimmten angeblich "allein (?), was reinkam und wer draußen blieb". Nemeczek vergisst nicht zu erwähnen (S.71), dass "abgewiesene Künstler, die sich unter Hinweis auf den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung und die öffentlichen Zuschüsse in eine documenta einklagen wollten ... regelmäßig vor Gericht" unterlagen. Unter "Literatur & Adressen" S. 94/95 nennt der Kunstkritiker auch den Titel "Documenta vor Gericht. Eine Initiative zur Reform des staatlichen Kunstbetriebs" von Werner Hahn. Leider fehlt der Literaturhinweis auf die renommierte NJW: Prof. Dr. Friedhelm Hufen schreibt in der Neuen Juristischen Wochenschrift: "Muß Kunst monokratisch sein? Der Fall documenta"; 17/1997; vgl. auch ebenda 22/1993. Gefordert wird eine Documenta-Reform; Documenta-Demokratisierung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
|||||||||||||||||||||||||
|