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Jan Landers hat es geschafft: er ist Tagesschau-Sprecher in Hamburg, und wenn es nach seinem Chef geht, soll er bald auch noch die Tagesthemen übernehmen -- so weit hat es in der Medienwelt noch kein Ossi gebracht! Aber was heißt schon "Ossi", wenn man sich wie Landers kaum noch an seine ostdeutsche Vergangenheit erinnern kann und mehr damit beschäftigt ist, sich den Normen der Hamburger Medien-Meute anzupassen. Doch das Gerücht, er habe als "IM" für die Stasi gearbeitet, zwingt Landers zu einer schmerzhaften Auseinandersetzung mit sich selbst, die gleichsam zu einer Zeit-Reise in die DDR-Vergangenheit wird. Neben Friedrich Anis Psychothriller
German Angst ist Alexander Osangs Romandebüt
Die Nachrichten die vielleicht aussagekräftigste literarische Neuerscheinung zur Lage der Nation in diesem Bücherherbst. Osang, schon als Reporter und Kolumnist der
Berliner Zeitung immer für Überraschungen gut, beweist seine Beobachtungsgabe und sein erzählerisches Talent nun auch in der großen Form.
Die Nachrichten hat alles, was auch Osangs Zeitungs-Miniaturen auszeichnet: einen scharfen Blick für Grundsätzliches, das sich in alltäglichen Details zeigt -- und eine Menschenkenntnis, die mal liebevoll, mal bösartig daherkommt. Ein im wahrsten Sinne des Wortes aufwühlendes Buch: ironisch, aber ernsthaft, irgendwie traurig, und dennoch wunderbar leicht. Und das Fazit? Vielleicht: Wessis und Ossis haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert, es kommt ihnen aber gleich wenig darauf an, sie zu verändern.
--Axel Henrici
Über den Autor
Alexander Osang, geboren 1962 in Berlin, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete nach der Wende als Chefreporter der Berliner Zeitung. Für seine Reportagen erhielt er mehrfach den Egon-Erwin-Kisch-Preis und den Theodor-Wolff-Preis. Nach sieben Jahren als Reporter für den Spiegel in New York lebt er heute wieder in Berlin. Alexander Osangs erster Roman ›die nachrichten‹ wurde verfilmt und mit zahlreichen Preisen, darunter dem Grimme-Preis, ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag und Fischer Taschenbuch Verlag liegen darüber hinaus vor die Romane »Lennon ist tot« und »Königstorkinder« sowie die Glossensammlung »Berlin – New York«.