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die nachrichten: Roman [Gebundene Ausgabe]

Alexander Osang
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

11. September 2000
»Er sah gut aus, war pünktlich und versprach sich nicht. Das waren die wichtigsten Eigenschaften eines Nachrichtenvorlesers. Er erfüllte sie.«

»Eine Feier des bösen Blicks.« ›Neues Deutschland‹


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: S. FISCHER; Auflage: 5 (11. September 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100576101
  • ISBN-13: 978-3100576101
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 818.041 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Jan Landers hat es geschafft: er ist Tagesschau-Sprecher in Hamburg, und wenn es nach seinem Chef geht, soll er bald auch noch die Tagesthemen übernehmen -- so weit hat es in der Medienwelt noch kein Ossi gebracht! Aber was heißt schon "Ossi", wenn man sich wie Landers kaum noch an seine ostdeutsche Vergangenheit erinnern kann und mehr damit beschäftigt ist, sich den Normen der Hamburger Medien-Meute anzupassen. Doch das Gerücht, er habe als "IM" für die Stasi gearbeitet, zwingt Landers zu einer schmerzhaften Auseinandersetzung mit sich selbst, die gleichsam zu einer Zeit-Reise in die DDR-Vergangenheit wird. Neben Friedrich Anis Psychothriller German Angst ist Alexander Osangs Romandebüt Die Nachrichten die vielleicht aussagekräftigste literarische Neuerscheinung zur Lage der Nation in diesem Bücherherbst. Osang, schon als Reporter und Kolumnist der Berliner Zeitung immer für Überraschungen gut, beweist seine Beobachtungsgabe und sein erzählerisches Talent nun auch in der großen Form. Die Nachrichten hat alles, was auch Osangs Zeitungs-Miniaturen auszeichnet: einen scharfen Blick für Grundsätzliches, das sich in alltäglichen Details zeigt -- und eine Menschenkenntnis, die mal liebevoll, mal bösartig daherkommt. Ein im wahrsten Sinne des Wortes aufwühlendes Buch: ironisch, aber ernsthaft, irgendwie traurig, und dennoch wunderbar leicht. Und das Fazit? Vielleicht: Wessis und Ossis haben die Welt nur unterschiedlich interpretiert, es kommt ihnen aber gleich wenig darauf an, sie zu verändern. --Axel Henrici

Über den Autor

Alexander Osang, geboren 1962 in Berlin, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete nach der Wende als Chefreporter der Berliner Zeitung. Für seine Reportagen erhielt er mehrfach den Egon-Erwin-Kisch-Preis und den Theodor-Wolff-Preis. Nach sieben Jahren als Reporter für den Spiegel in New York lebt er heute wieder in Berlin. Alexander Osangs erster Roman ›die nachrichten‹ wurde verfilmt und mit zahlreichen Preisen, darunter dem Grimme-Preis, ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag und Fischer Taschenbuch Verlag liegen darüber hinaus vor die Romane »Lennon ist tot« und »Königstorkinder« sowie die Glossensammlung »Berlin – New York«.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Held dieses Buches, Jan Landers, kopiert erfolgreich das Leben im Westen: Was man so anzieht, wie man eine Wohnung einrichtet und worüber man am Tisch redet. Doch ihm fehlt der egozentrische Trieb zur Selbstdarstellung seiner Umwelt; Er funktioniert noch immer nach dem Anreizsystem seiner DDR-Vergangenheit: Wie muss man sich richtig verhalten? ...um nicht negativ aufzufallen und doch nicht zu passiv zu sein? Er will einfach nur ein Teil des Ganzen sein. Er mag es nicht, wenn man ihn auf seine Vergangenheit anspricht. Und doch will er sie nicht verleugnen. Nicht nur, dass die Wertvorstellungen der Westler nicht seine eigenen geworden sind. Nein: Er kann sie nicht erkennen! Was treibt diese Leute an? Nur wenn er in den Osten zurückkehrt, um eine Talkshow in Leipzig zu moderieren, bemerkt er, wie sehr er sich selber mittlerweile verändert hat. Seine "Landsleute" sind ihm vertraut und doch eher eine Bedrohung für ihn und scheinen reflexartig immer wieder von neuem die alten Ost-West-Konflikte durchspielen zu müssen. Und ihre kleinbürgerliche Enge bereitet ihm Platzangst. Nicht nur Ostdeutsche in der Diaspora sollten dieses sehr unterhaltsame aber niemals ins klischeehafte abgleitende Buch lesen! Es ist eine exzellente Charakterstudie, eine Insiderreportage über unser Land und ein guter Roman-Text.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jan Landers - der gesamtdeutsche Jedermann 9. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
10 Jahre musste es dauern, bis der erste gesamtdeutsche Roman entstehen konnte, der die Verwerfungen der Einheit auch literarisch anspruchsvoll schildert. Alexander Osangs Buch liest sich spannend wie ein Krimi und hinterlaesst einen schalen Beigeschmack, wie er auch nach dem Studium einer Stasi-Akte entstehen duerfte. Opportunistische Medien unter Quotendruck, karrieresuechtige Journalisten mit dem Hang zum Moralapostel, besserwisserische Wessis, angepasste Ossis, die sich doch alle nur ihren Anteil am Lebensgleueck sichern wollen - in "die nachrichten" gibt es keine Schwarz-Weiss-Malerei. Vielmehr entwirft der Autor ein bedrueckendes und nachdenklich stimmendes Panorama ost-west-deutscher Realitaet, das auch "Otto Normalverbraucher" einen Spiegel entgegenhaelt: Wer sich dort nicht wiedererkennt, werfe den ersten Stein. Das Buch gehoert fuer mich zu den literarischen Prunkstuecken des Jahres 2000.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Uneingeschränkt lesenswert!!! 23. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Ein absolut empfehlenswertes Buch für Ost- und Westdeutsche. Als Ostdeutscher wird man angeregt, sich intensiver mit der eigenen "DDR-Vergangenheit" zu beschäftigen sowie die eigene Stellung als "Ossi" in der Gesellschaft zu überdenken. Außerdem hat man eine Menge Spaß an alten Erinnerungen, die man schon lange vergessen hatte. Oder weiß noch jemand, wie man ein russisches Verb konjungiert: aja, oi, oi, uju, oi, oi... Für Westdeutsche ist das Buch ebenso interessant, um die Befindlichkeit ihrer Landsleute zu verstehen (wenigstens deren Versuche, sich in den "westdeutschen Kulturkreis" einzuleben). Letztendlich ist der Schreibstil von Osang so gut, daß das Buch viel zu schnell gelesen ist. Ich wünsche mir auf alle Fälle mehr von dem Autor.
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Ich war überrascht
Selber hätte ich das Buch mir nicht gekauft. Aber es wurde mir empfohlen und geliehen. Und ich habe es zügig durchgelesen. Ideal für den Nachttisch. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Peter Silie veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Empfehlenswert
Das Buch liefert Einblicke in die jüngere deutsche Geschichte. Es liest sich recht flott un ich finde es durchaus empfehlenswert. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von paule veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Seine Kolumnen sind klasse...
...leider eignet sich dieser phantastische Schreibstil ueberhaupt nicht fuer Buecher.
Dies ist sein erstes Buch und mein erstes Buch von ihm. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. November 2010 von Pina
3.0 von 5 Sternen Lesevergnügen durch Fehler eingebüßt
Das Buch wurde mir von jemandem empfohlen. Es sei so real, man könne sich vorstellen, mittendrin zu sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Juni 2010 von Corazon
5.0 von 5 Sternen tolles Buch
Habe den Roman schon dreimal gelesen. Er ist einfach perfekt. Amüsant, unterhaltsam, intelligent. Nur zu empfehlen!
Veröffentlicht am 20. Februar 2008 von Jupiter
5.0 von 5 Sternen Eine Perle...
...oder ein ungeschliffener Rohdiamant in der Hörbuchlandschaft ist diese Lesung.
Unprätentiös und ehrlich, leise und unheimlich kraftvoll ist dieser Roman von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Oktober 2005 von fräuleinföbe
4.0 von 5 Sternen Kann man alles vergessen?
1976 versuchte mich die Stasi für ihr Wachregiment zu keilen, was ich damals ablehnte, ohne großen Ärger zu bekommen. Lesen Sie weiter...
Am 13. Oktober 2003 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Ein entbehrlicher Roman!
Eine Geschichte über einen Tagesschau-Sprecher aus der ehemaligen DDR, der nicht weiß, ob er "IM" der Stasi gewesen ist oder nicht, und einem merkwürdigem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Dezember 2002 von Kurt Hahn
3.0 von 5 Sternen Die Liebe zur Agonie
Das Spannende an diesem Buch ist vielleicht, zu erleben, dass ein hervorragender Reporter nicht unbedingt ein guter Schriftsteller sein muss. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Februar 2002 von bernd reufels
5.0 von 5 Sternen Vielleicht DER Wenderoman
Schon lange hat mich kein Buch mehr so gefesselt wie "Die Nachrichten" von Alexander Osang. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Dezember 2001 von "heiner_stix"
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