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In die Wildnis: Allein nach Alaska
 
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In die Wildnis: Allein nach Alaska (Broschiert)

von Jon Krakauer (Autor), Stephan Steeger (Übersetzer)
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (76 Kundenrezensionen)
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Aus der Amazon.de-Redaktion

"Mein Gott, war er ein gescheiter Junge..." Also, warum hat Christopher McCandless eine rosige Zukunft -- College-Ausbildung, materiellen Komfort, außergewöhnliche Begabung und Charme -- gegen den Hungertod in einem ausrangierten Bus in den Wäldern von Alaska eingetauscht? Jon Krakauers Buch versucht, diese Frage zu klären, und obwohl es die Frage nicht mit Gewißheit beantwortet -- beantworten kann --, bringt In die Wildnis. Allein nach Alaska doch eine Menge Licht in die Sache. Nicht nur über McCandless' "Alaska-Odyssee", sondern auch über die Triebkräfte, die Menschen dazu bringen, aus der Gesellschaft "auszusteigen" und sich auf andere Weise auszuprobieren.

Krakauer zitiert Wallace Stegners Schriften über einen jungen Mann, der in den dreißiger Jahren auf ähnliche Weise in der Wüste von Utah verschwand. "Mit 18 sah er sich in einem Traum [...] durch die romantischen Einöden dieser Welt wandern. Kein Mann, in dem noch die Essenz der Jugend fließt, hat diese Träume jemals vergessen." In die Wildnis zeigt uns, daß McCandless zwar extrem, keineswegs aber einmalig war.

Der Autor macht den Eremit zu einem von uns -- etwas, das McCandless selbst nie schaffte. Am Ende des Buchs ist McCandless nicht mehr einfach ein Zeitungsausschnitt, sondern eine sympathische, seltsam anziehende Persönlichkeit. Ob er nun "ein mutiger Idealist oder ein leichtsinniger Idiot" war -- Sie werden Christopher McCandless nicht so schnell vergessen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ein zutiefst bewegendes, ganz unsentimentales Abenteuerbuch.« Die Woche

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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Rehabilitation eines mutigen Träumers, 23. März 2008
Von Joachim Froning (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Chris McCandless hat umgesetzt, was andere nur träumen. Der Traum von Ursprünglichkeit und Unverfälschtheit ist alt, und es gibt immer mehr, die ihn träumen. Das zeigt die Resonanz auf Buch und Film. Aber es gibt eben nur wenige, die ihn auch leben - mit aller Konsequenz. Und da wir ja alle täglich unsere Kompromisse schließen, stempeln wir so jemanden dann gerne als armen Irren ab. Denn schließlich müssen wir ja morgens wieder in den Spiegel sehen ...

Krakauer, versucht, Chris zu rehabilitieren. Es ist ihm ein Anliegen, ihn nicht als armen Irren, als sturen, ahnungslosen Romantiker abgestempelt zu sehen. Die Sehnsucht nach der Einfachheit und der Erhabenheit der Natur teilt und versteht er. Mit diesem Versuch gibt er gleichzeitig all jenen recht, die Chris, alias Alexander Supertramp, auf seiner Reise begegnet sind und ihn kennengelernt haben als einen liebevollen und intelligenten Menschen. Chris' Odyssee ist nicht abzutun als die Reise eines armen Irren, oder eines verwöhnten Vorstadtkindes, das keine Ahnung hat, wie man in der Natur überlebt. Im Gegenteil - Krakauer sagt es an einer Stelle im Buch ganz explizit - die vielen Hobbyjäger, die sich am Wochenende mit allerlei technischer Ausstattung in die "Wildnis" begeben, hätten vermutlich keine zwei Wochen ausgehalten. Chris' Geschichte ist die Geschichte einer Suche nach dem Wahren, Absoluten, nach dem eigenen Ich und dem richtigen Lebensentwurf. Das Schöne ist, das er am Ende all dies gefunden zu haben scheint.

Erstaunlich, wie viel man über Chris erfährt, wie viel Krakauer herausgefunden hat durch mühevolle Detailrecherche. Das ist gut geschrieben und wird nie langweilig. Auch wenn es nicht im eigentlichen Sinne spannend ist, so möchte man doch einfach mehr und besser verstehen, was ihn getrieben hat und vor allem, warum er am Ende viele so allein und ratlos zurücklässt. Am Ende gibt das Buch keine Antwort darauf. Das wäre auch anmaßend. Aber es gibt Hinweise und lädt ein zum Nachdenken.

Also dann: Lesen wir jetzt Jack London und Leo Tolstoi.

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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Großartiges Buch, 9. März 2004
Von Christoph Walter "Felix Krull" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Jon Krakauer beschreibt in diesem Buch das Leben und Sterben von Christopher Mc Candless, einem jungen Abenteurer, der sich im Jahr 1992 in die Wildnis Alaskas aufmachte, wo er nach einigen Monaten, in denen er sich nur von dem, was die Natur hergab, ernährt hatte, schließlich den Hungertod fand.
Akribisch beschreibt der Autor dabei das Leben von Mc Candless, wobei er einen Fokus auf die letzten Lebensjahre des Mannes, der mit nur 24 Jahren starb, legt. Unzählige Personen, die Mc Candless kannten, darunter Familienmitglieder, Schul- und Studienfreunde, sowie Menschen, die den Tramper in ihren Wagen mitnahmen und sich mit dem seltsamen Fremden anfreundeten, wurden von Krakauer für diese eindrucksvolle Charakterstudie befragt.

Nach und nach kommt heraus, dass Christopher Mc Candless zwar ein hoffnungsloser Romantiker und Zivilisationskritiker war, nicht aber - wie ihm von vielen nach seinem Tod vorgeworfen wurde - ein weltfremder Spinner, der von einer Todessehnsucht getrieben wurde. Ein Freund des Toten merkte an, dass Mc Candless im falschen Jahrhundert geboren wurde, da er sich nach einer Wildnis sehnte, die längst nicht mehr existiert. Auch diese Tatsache wurde dem glühenden Verehrer von Tolstoi, London und Thoreau letztlich zum Verhängnis.

Obwohl man als Leser auf der einen Seite über das Verhalten Mc Candless' nur den Kopf schütteln kann, muss man auch seine Lebensweise, die nichts mehr verabscheute als Oberflächlichkeit, anerkennen, ja sogar bewundern. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass einen das Schicksal des jungen Mannes und das seiner Familie, die sehr unter dem Verschwinden des Sohnes zu leiden hatte, sehr nahe geht.

Jon Krakauer versteht es meisterlich, das Leben von Christopher Mc Candless ohne übertriebene Sentimentalität zu beschreiben. Dabei zieht der Journalist und begeisterte Bergsteiger immer wieder Parallelen zu jenen, die ähnlich dachten und handelten wie Mc Candless. Hin und wieder streut Krakauer auch autobiographische Erlebnisse ein, denn auch er selbst hatte, als er in diesem Alter war, einiges mit Mc Candless gemeinsam, was wohl auch erklärt, weshalb gerade dieses Thema Krakauer nicht losgelassen hat.

"In die Wildnis" hätte man nicht besser schreiben können. Das Buch liest sich flüssig und ist spannender als jeder Roman, so dass man die 300 Seiten in Windeseile verschlungen hat. Mich persönlich hat bereits Krakauer's Everest-Drama "In eisige Höhen" sehr fasziniert und auch dieses Buch hat mich gefangen genommen und sehr gerührt.

Absolut empfehlenswert (nicht nur für Abenteuerfreaks)!

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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Nach dem Schluss kommen die Pilger, 28. April 2009
Von Helga Kurz "helgakurz" (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   

Ich habe ein glückliches Leben gelebt. Christopher Johnson McCandless

Rezension zu Buch und Film - und zur Filmmusik. Gedanken zu Chris McCandless.

Der Stampede Trail ist ein gekrümmter Pfad, der sich in der Taiga Alaskas von Osten nach Westen durch die fast menschenleere, hügelige Landschaft aus Sümpfen und lichten Fichtenwäldern zieht. Er ist stellenweise überwuchert und wird kaum genutzt. Die wenigen Menschen, die das tun, sind überwiegend Jäger und Trapper, gefolgt von Rangern, Wissenschaftlern und sehr selten, obwohl die Zivilisation nicht weit entfernt ist, von Abenteurern, Aussteigern auf Zeit, Naturliebhabern; letztere Spinner und Idioten eben, wie sie aburteilend und mitleidlos von den beinharten Alaskanern genannt werden. Seit einiger Zeit kommen auch Pilger. Aber davon später. Der Teklanika, ein Fluss, dessen Beschaffenheit bedingt durch Schneeschmelze stark variieren kann, zieht sich wie ein braunes Band durch die Gegend. Ihn zu überqueren, ist zuweilen der gefährlichste Part auf dem Fußweg zum Bus. Abweisend und fremdschön ist die Landschaft, die sich selbst genug ist. Etwas - der Form und Farben nach - eindeutig von Menschenhand Geschaffenes duckt sich auf einer Lichtung nahe des Wegs, auf der Höhe des Sushana River: eine Busruine, die, ihrer verwitterten Aufschrift nach, in den 1940er-Jahren Teil des öffentlichen Verkehrsystems von Fairbanks war und in der Innenstadt verkehrte. Der Bus mit der Nummer 142 hat seine letzte Fahrt schon lange hinter sich gebracht und dient seit Jahrzehnten den wenigen Vorbeikommenden als behelfsmäßiger Unterschlupf. Ein skurriles Ding, das an dieser surrealen Haltestelle wie das Artefakt einer untergegangenen Kultur wirkt.

Wie kam der Omnibus in die Wildnis und warum trägt er so sehr zur Faszination von Buch und Film bei? Jon Krakauers Geschichte über dieses einstige Fahrzeug ist eingebettet in eine übergeordnete Geschichte. Es ist die Geschichte eines am Ende kompromisslosen, intensiven und kurzen Lebens, eine Recherche über die letzten beiden Jahre im Leben des Chris McCandless, eines jungen, begabten, gebildeten, privilegierten, sportlichen, gesunden, geliebten und lebenshungrigen Nordamerikaners, dem für eine kleine Weile die ganze Welt offen stand und der sich ein gutes Stück davon einverleibte, bevor er, nachdem er noch nicht einmal ein Vierteljahrhundert gelebt hatte, 1992 in diesem Buswrack, in seinem "Magic-Bus" verhungerte, allein und vielleicht einsam. Es ist aber auch eine Geschichte über einige Menschen, die er auf seiner Odyssee traf und die sich noch heute seine Freunde nennen, über seine Eltern und Schwester und ganz bestimmt auch eine Geschichte, die Jon Krakauer fasziniert und betroffen macht. Und bei allem Respekt für das Leid der Menschen, die diesen jungen Mann lieben und vermissen, ist "Into the Wild" auch ein fantastisches amerikanisches Roadmovie, das bei ganz unterschiedlichen Menschen ein Ziehen in der Magengegend auslösen kann, man kann es "Go-West-Syndrom" oder in diesem Fall "Go-North-Syndrom" nennen. Sean Penn wiederum erlag zuerst dem Bild des tiefverschneiten Busses und anschließend der Faszination der Story und hat sie, als er es endlich durfte, ambitioniert und liebevoll verfilmt. Leider bedeutet die Verfilmung für ein Buch stets, dass die Umschlaggestaltung für alle Zeiten von Bildern des Films dominiert wird. Eine leidige, leider erfolgreiche Marketingunsitte, der wir auch den unsterblichen Satz "Das Buch zum Film" zu verdanken haben. Alaska im Frühling und der echte Omnibus sind seit der Existenz des Films vom Umschlag verschwunden.

Jon Krakauer also hat den Bestseller geschrieben, getrieben von dem Wunsch, die letzten beiden Jahre von Chris "Alex Supertramp" McCandless zu rekonstruieren und den jungen Mann, dessen Verhalten in den Medien überwiegend negativ dargestellt wird, vorsichtig zu rehabilitieren. Sean Penn, selbst ein Suchender, Getriebener, war von der Lektüre so angetan, dass er rund ein Jahrzehnt dafür kämpfte, die Geschichte verfilmen zu dürfen. Eddie Vedder, der Frontmann von Pearl Jam, wiederum textete, komponierte und sang dem Film die Musik auf dem Leib, ein Sound, der anders klingt, als das, was man sonst von ihm zu hören gewohnt ist. ("guaranteed", der herausragende letzte Song auf der CD sollte man ruhig eine Weile in die Stille laufen lassen - es lohnt sich, nicht gleich auszuschalten!)

Was immer man über das Buch, dem Film, der auf dem Buch basiert (!) und zur Musik zum Film anmerken möchte - eines muss man den drei Männern uneingeschränkt zugestehen: sie wollten Chris "Alex Supertramp" McCandless, den sie nie kennengelernt haben, unbedingt gerecht werden. Warum? "Alex Supertramp" geisterte auch durch ihre Jugend und sucht sie vielleicht von Zeit zu Zeit immer noch heim. Eddie Vedder drückt es in einem auf der DVD zur Verfügung stehenden Interview sinngemäß so aus: "Ich habe die Musik parallel zum Film, zu dieser Geschichte geschrieben und unterlag dadurch vielen Einschränkungen, die mich aber nicht einengten. Es macht mir fast Angst, wie gut ich Chris verstehe. Zuerst war ich frustriert, weil ich dachte, das läge alles hinter mir, das hätte ich mit meiner Musik, meiner Kunst, mit meiner Art zu leben verarbeitet. Jetzt musste ich feststellen, dass es unter der Oberfläche immer noch da ist." Wie Chris McCandless stammt Eddie Vedder aus einer Familie, deren Fundament aus gewichtigen Lebenslügen bestand. Die Filmmusik hat er nicht "Alex Supertramp" gewidmet, wohl aber Christopher J. McCandless.

Jon Krakauer lässt in das Buch, das eigentlich eine lange Reportage und der Versuch einer Charakterstudie ist, Geschichten anderer Abenteurer und eigene Erlebnisse aus seiner Jugend einfließen. Auch er hatte, als er ungefähr in Chris' Alter war, sein Alaska-Abenteuer. Er ist fest davon überzeugt, dass er ebenfalls als geistesgestört und selbstmordgefährdet eingestuft worden wäre, wenn er auf diesem Trip ums Leben gekommen wäre. Aus seiner Sympathie und seinem Verständnis für "Alex Supertramp" macht er kein Geheimnis, berichtet jedoch auch über Erkenntnisse, die Chris McCandless nicht nur im strahlenden Licht zeigen. Der junge Mann hatte durchaus seine negativen Seiten, mit denen er bei manchen Leuten aneckte. Allerdings schien diese gewollt einsame Gestalt es zu schaffen, bei anderen Menschen versteinerte Gefühle in Bewegung zu bringen und ist deshalb so eindrucksvoll in deren Erinnerungen präsent. In Penns Film ist Chris eine Lichtgestalt ohne Fehl und Tadel, dargestellt mit Haut und Haaren von einem sehr sympathischen Jungen auf der Schwelle zum Mann: Emile Hirsch. Alle Charaktere sind sorgfältig ausgesucht, das ist nicht nur so dahergesagt. In diesem Film steckt Herzblut, im Buch auch. (Hirschs Kajaktrainer Brian Dierker in der ersten Filmrolle seines Lebens als "Rainey" ist ein reines Vergnügen). Die 37 Orte (!) (etliche Namen lassen Amerikasüchtige das Herz höher schlagen) nebst passenden Jahreszeiten, in denen Chris McCandless nachweislich dort war, werden im Film real gezeigt. Nur der "magische" Bus ist nicht echt und ein, von kleinen Abweichungen abgesehen, zusammengeschweißtes Meisterwerk der Nachbildung, geformt aus mehreren anderen Streamlinern dieser Baureihe, die in unterschiedlichen, aber ausnahmslos schlechten Erhaltungsformen auf den Schrottplätzen von Fairbanks ruhten. Gedreht wurde auch an einem anderen Standort, aber ebenfalls am Rand des Denali-Nationalparks, weil Penn aus Respekt für alle McCandless' an Chris' Sterbeort nicht drehen wollte - und vielleicht auch, weil die Landschaft dort weniger spektakulär ist. Denn schon allein die Naturaufnahmen, wie die des unnahbaren Mount McKinley, unterlegt mit Eddie Vedders so passender Musik, heben den Film weit aus der Masse heraus und machen ihn besonders sehenswert. Doch der seltsame Held wird uns nach Lektüre und Film nicht vertrauter. Besonders letzterer trägt zur Legendenbildung bei. Hollywood ist und bleibt auch in seinen besten Werken wie in diesem, das National-Geographies-Bildniveau erreicht, dennoch der ultimative Mythenmacher der westlichen Hemisphäre und so lässt Penn dann doch einiges weg, was der Glorifizierung von Chris McCandless schaden könnte. So zum Beispiel seinen an den Bus gehefteten schriftlichen Hilferuf gegen Ende seines Lebens, der nachweislich existiert. Er richtet sich an eventuell Vorbeikommende, ist klar formuliert und mit dem Namen unterschrieben, den seine Eltern ihm gaben. Er legt nahe, dass der Mann bereit war, zurückzukehren, es aber aus eigener Kraft nicht mehr schaffte. Aus Leichtsinn und Ignoranz, wie die Einheimischen kopfschüttelnd sagen. Chris McCandless, der die intellektuellen Fähigkeiten dazu besaß, hätte vermutlich auch in der Zukunft keine konventionelle Geldscheffel-Karriere angestrebt (er hielt "Karrieren" für eine schlechte Erfindung unserer Zeit), aber Amerika ist immer noch groß, leer und weit; er hätte seine Nische finden können und wusste das sicher auch. In Buch und Film gibt es voneinander abweichende tödlich verlaufende Vergiftungstheorien durch Pflanzen, die beide von Wissenschaftlern der University of Alaska als absolut haltlos abgetan werden. Sie beharren darauf, dass der Tod des Mannes schlicht durch schleichendes Verhungern eintrat. In seinem Körper, der bei der Autopsie keine Spur von Fett mehr aufwies, fanden sie weder Spuren von Toxinen, noch von Alkaloiden. Der Tote wog nur noch rund 30 kg.

Neben Chris McCandless' Leiche fanden sich "kryptische" Aufschriebe und Notizen und einige Taschenbücher mit unterstrichenen Passagen (London, Thoreau, Walden, Tolstoi), die sich überwiegend mit philosophischen Betrachtungen der Natur und dem Prozess der Selbstfindung beschäftigen. Die aus seiner Kamera gewonnen Bilder zeigen viele Selbstportraits, strahlende Gesichter eines lachenden Mannes, der sich wohlzufühlen scheint. Eine der Aufnahmen, er sitzend vor dem Bus und in die Kamera lächelnd, hat Kultstatus... Lesen Sie weiter... ›
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Ich bin vor Ewigkeiten auf die "In die Wildnis" Verfilmung von Sean Penn gestoßen und hab den Film wirklich lieben gelernt. Lesen Sie weiter...
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