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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
50 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Todesängste ernst genommen...,
Von
Rezension bezieht sich auf: In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet (Gebundene Ausgabe)
... hat der Psychologe Irvin D. Yalom in seinem neuesten Werk. Er berichtet einfühlsam von seinen Patienten und den verschiedenen Ausprägungen von Todesangst, die er in seiner beruflichen Praxis erlebt hat. Auch seine eigene Angst spart er nicht aus. Mit großer Ernsthaftigkeit und lebendigen Fallschilderungen nähert sich Yalom dem schwierigen Thema.Sein Buch bietet vor allem denjenigen Hilfe, die bereits schlechte Erfahrungen mit anderen Therapeuten gemacht haben, weil ihre Todesangst nicht erkannt oder ernst genommen wurde. Yalom sagt, dass die Todesangst nicht für eine andere Angst steht, sondern für sich selbst, eben als Angst vor dem Sterben, dem Verlassen der Welt und den geliebten Personen. Auch die Angst vor dem Vergessenwerden spielt eine große Rolle und natürlich die Angst, überhaupt nicht richtig gelebt zu haben, wenn das Ende naht. Diese Erkenntnisse bilden zunächst eine klare Grundlage für die Diagnose und weitere Hilfestellung für eine Therapie. Nimmt man die Todesängste ernst, so gibt es mehrere Möglichkeiten, mit ihnen umzugehen. Da der Autor trotz seiner religiösen Erziehung selbst keinen Trost im Glauben findet, ist er gezwungen, die Angst vor dem Tod allein verstandesmäßig zu lösen und muss ohne diese Stütze (oder Krücke) auskommen. Sein Buch bietet daher insbesondere all jenen wertvolle Hilfe, die ebenfalls nicht an ein religiöses Jenseits glauben können. Besonders tröstlich kann hierbei Yaloms Symmetrie-Aussage zum Tod sein. Er erinnert die Menschen daran, dass sie vor ihrer Geburt schließlich auch nicht gelebt haben und nun mit dem Tode ganz einfach wieder in diesen ursprünglichen Zustand zurückkehren. So kann der Tod etwas von seinem Schrecken verlieren. Auch das Weiterleben in Kindern oder in beruflichen Werken kann Trost bieten. Das Buch zeichnet mehrere konkrete Möglichkeiten auf, wie man die Angst in den Griff zu bekommen und sogar mit Hilfe der Todesangst ein besseres Leben führen kann. Ich persönlich empfehle das Buch als eines von mehreren zu dem Thema Tod. Es ist sehr gut lesbar, ordentlich recherchiert und kann vielen Menschen helfen. Es bietet allerdings keine vollständigen Überblick zum Thema und ist möglicherweise nicht für Jeden das Richtige. Mir persönlich kam ein wenig das Argument zu kurz, dass der Tod nicht nur ein Furcht einflößendes Schreckgespenst sondern auch ein nützlicher Ratgeber für entscheidende Fragen im Leben ist. Auch hätte man vielleicht noch den Erlösungsgedanken eingehender behandeln können. Wer einmal jemanden im Alter oder nach schwerer Krankheit friedlich sterben sah, verliert den Schrecken vor dem Tod. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Von der Gesellschaft tabuisiertes Thema aufgearbeitet,
Von
Rezension bezieht sich auf: In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet (Gebundene Ausgabe)
Irvin Yalom, US Amerikanischer Psychotherapeut und -analyitker, hat mich wieder einmal mit der Art uns Weise, wie er seiner beruflichen Tätigkeit nachgeht, sehr beeindruckt.Für mich ist er ein Redekünstler. "In die Sonne schauen" ist eine Mischung aus einer Lebenshilfe - Lektüre und einem Fachbuch mit philosophischen Untermalungen. Im Buch werden laufend praktische Beispiele dargestellt und aufgezeigt, wie die Gepräche zwischen Therapeut und Patient verlaufen können und mit welchen Werkzeugen der Therapeut effizient arbeitet um so den Patienten auf die eigentliche Ursache, seiner Beschwerden, aufzuklären. Da dieses Buch von Todesängsten handelt, wählt Yalom verschiedenste Fälle aus, damit der Leser sich ein Bild machen kann, wie tief die Todesanst bei vielen sitzt und wie sie sich auswirkt, durch Zwangsgedanken/handlungen, oder etwa zwischenmenschlichen Problemen. Zwischendrinnen schreib Yalom über die Träume seiner Patienten und zeigt, wie diese mit den aktuellen Gedankengängen und Ängsten zusammenhängen. Besonders angetan, war ich von den Standpunkten verschiedener Philosophen. Unter anderen werden Epikur und Nietsche zitiert und erklärt, wie er deren Ansätze in die Therapie einbaut. Philosophie und Psychotherapie sind meiner Meinung nach untrennbar. An vielen Stellen im Buch, konnte ich Wiederholungen von früheren Büchern, die er geschrieben hat bemerken. Ich empfand es aber nicht als störend, im Gegenteil, der Kontext wurde neu erstellt. Sehr mutig vom Autor, hab ich das Kapitel über seine Erfahrungen, die er im Zusammenhang mit dem Tod machte, gefunden, obwohl Therapeuten in der Regel nicht gern von sich selber berichten. Ich empfand es als ein wertvolles Kapitel im Buch. Gegen Ende richtet sich Yalom vorwiegend an Therapeuten und gibt Ratschläge, wie sie das Thema Tod am besten behandeln und als Thema einbringen. Um es kurz zusammenzufassen: Das Buch bleibt dem Leser positiv als Unterhaltungs- und Fachliteratur in Erinnerung und es bereichert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wohltuend ehrliche Auseinandersetzung,
Von
Rezension bezieht sich auf: In die Sonne schauen: Wie man die Angst vor dem Tod überwindet (Gebundene Ausgabe)
I. Yalom betrachtet den Tod unmissverständlich als das Ende jeglichen Bewusstseins und vergleicht den Zustand des Todes mit dem Zustand vor der Geburt: nicht da sein.Oberflächlich gesehen scheint diese Betrachtung, die Angst vor dem Tod eher zu vergrößern als zu vermindern, zielen doch alle Religionen oder esoterische Glaubensgebäude darauf ab, dem eigenen Bewusstsein in irgendeiner Art und Weise Unsterblichkeit zu verleihen. Aber: Gerade die Kompromisslosigkeit, mit der Yalom den Tod als das absolute Ende der eigenen Person betrachtet, ist erstaunlich wohltuend. Yalom führt sehr deutlich aus, dass - auch wenn ICH nicht mehr bin - mein Leben weiter wirkt, beeinflusst und Kreise zieht, d. h. alles, was ich tue wirkt in einem fort. Insofern schärft Yalom mit diesem Buch das Bewusstsein für das Leben jetzt und hier, das umso größer ist, je mehr wir unser Wirken hier über unser Leben hinaus anerkennen. Das absolute Ende unseres Seins anzuerkennen macht lebendiger als alle schalen Versprechen, die uns - ebenso unwissend wie wir es selbst sind - eine fortwährende Existenz nach dem Tod glauben machen wollen. Ein unbedingt empfehlenswertes Buch für alle, die sich ernsthaft mit den Themen Vergänglichkeit, Abschied und Tod auseinandersetzen möchten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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