Produktinformation
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Die ersten 30 Sekunden von To Die Alone lassen einen schon kerzengerade und laut lachend aus dem Sessel springen, denn niemand anders als Boney M./Frank Farian standen für den Eröffnungs-Song "They're Building Walls Around Us" Pate. Da geht die ganze 70s-Disco-Streicher-Orgie nochmal an unserem Ohr vorbei, und trotzdem klingt es bei Moneybrother nicht einmal wie ein zynisches Zitat, sondern einfach frisch, fett und passend. Und so geht es über die ganze Scheibe weiter: bei "Blow Him Back Into My Arms" wird 60er Pop mit 80er Inspiral Carpets Orgel kombiniert, ein extrem angeschrägtes Piano macht aus einer cheesigen Britpop-Ballade wie "Nobody's Lonely Tonight" ein lustiges Stück, swingender Ska-Punk kommt mit den Melodien eines jungen Bruce Springsteen daher (der auf der ersten Moneybrother-Scheibe Bloodpanic aber um einiges präsenter war). Auch einen Prince im Trash-Balladen-Gewand findet man bei "Eventually It'll Break Your Heart".
Was einen allerdings komplett aus den Socken haut, ist die unbekümmerte Punk-Attitüde der Figur Moneybrother, der nicht unbedingt die Töne treffen will, sondern die Herzen und Seelen seiner Hörer, und sich dafür auch mal wie bei "I'm Losing" so kaputt schreit, das er tatsächlich die Tonlage verliert. Insgesamt ist To Die Alone also völlig am Zeitgeist vorbei und gerade deshalb eine bunte kleine Oase des Wohlfühlens. Ziemlich einzigartig heutzutage. --Deborah Denzer
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Beim ersten durchhören der Platte war ich etwas skeptisch...wo sind die einschlägigen beats und wo die fetzigen tanzrhythmen?
Beim zweiten durchhören steigen mir bei" I'm not ready for it, jo" die tränen in die augen...
Genau wie damals bei "feelings getting stronger in the dark"....
beim dritten hören der platte fühle ich die arme, die mich von hinten umarmen und fest an die melodien drücken...
"To die alone" wird einem bei jedem hören sympathischer, die texte sind atemberaubend und die melodien traumhaft wie ein warmer frühlingsmorgen....
Im Vergleich zu "blood panic" ist "To die alone" ruhiger aber irgendwie auch tiefsinniger und berührender.
und ganz die finger von den tanzrhythmen kann der gute moneybrother doch nicht lassen..und das ist auch gut so..
Eine tolle platte.
Während They're Building Walls Around Us noch den Eindruck gibt, als Musik für eine Gruppe zu stehen, beschäftigt sich der Rest der Platte eher mit den eigenen Sorgen, mit denen man sich alleine rumschlagen muss. Dass zu solchen Liedern nicht unbedingt jeder tanzen kann is da nur verständlich, denn wenn man über seine Probleme nachdenkt tanzt man eben nich. Und trotz der teilweise ruhigen Stimmung bringen einen Lieder wie Nobody's Lonley Tonight einfach nur wegen Anders Wendins Stimme und der (mit merkwürdigen Glocken oder was das is) Musik zum Lachen. Die Musik is definitiv mehr klavier- und gitarrenorientiert und die Streichinstrumente werden gezielter eingesetzt, was aber auf keinen Fall negativ ist und die Tragik optimal unterstreicht.Ob das nun tanzbarer Moneybrother ist oder nicht (abgesehen von They're Building Walls Around Us und My !Lil Girl's Straight From Heaven, die auf jeden Fall auf Moneybrother-Art tanzbar sind). Diese Platte ist verdammt gut gelungen!
Eines ist wohl klar, der Party-Kracher ist das nicht, wer aber alleine in Erinnerung an eine verflossene Liebe dahinschmelzen will oder zu zweit am Kaminfeuer kuscheln möchte sollte diese CD auf jeden Fall seiner Sammlung zufügen.
Fazit: Nix zum abhotten - aber sooooo schön!
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