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Ein deutsches Leben. Die Geschichte der Margret Boveri 1900 - 1975
 
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Ein deutsches Leben. Die Geschichte der Margret Boveri 1900 - 1975 [Gebundene Ausgabe]

Heike B. Görtemaker
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (14. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406528732
  • ISBN-13: 978-3406528736
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,8 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 984.317 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Margret Boveri: Ein Leben für den Journalismus
Margret Boveri (1900-1975) war die herausragende Journalistin ihrer Zeit. Ihr Leben verkörpert die Grunderfahrungen einer Generation, deren Weg durch zahlreiche Brüche der deutschen Geschichte bestimmt war. Heike B. Görtemaker zeichnet den Lebensweg dieser ungewöhnlichen Frau nach, zu deren Freundes- und Bekanntenkreis so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Theodor Heuss, Ernst von Weizsäcker, Freya von Moltke, Ernst Jünger, Gottfried Benn und Uwe Johnson zählten. Aufgewachsen als Tochter eines Würzburger Zoologen und einer amerikanischen Biologin war Margret Boveri Anfang der dreißiger Jahre zunächst für das Berliner Tageblatt tätig und arbeitete schließlich als Korrespondentin der angesehenen Frankfurter Zeitung in Stockholm, New York und Lissabon. Nach dem Zusammenbruch des "Dritten Reiches" machte sie die Wiedervereinigung Deutschlands zu ihrem Hauptanliegen. Geleitet vom Wunsch nach einem gemeinsamen Deutschland und einem genuin "deutschen Weg" trat Boveri früh für eine Verständigung zwischen Ost und West ein und wurde so Vorreiterin einer neuen Ostpolitik.
Heike B. Görtemaker schildert Boveris ambivalente Haltung zum nationalsozialistischen Regime und verfolgt ihren Aufstieg zu einer der einflußreichsten Persönlichkeiten des deutschen Journalismus der Nachkriegsgeschichte. Neben ihrer Arbeit für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt, die Zeit und den Merkur erlangte sie auch durch ihre zahlreichen Bücher internationale Beachtung.
M argret Boveris Leben repräsentiert ein zentrales Stück deutscher Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Über den Autor

Heike B. Görtemaker, geb. 1964, studierte Geschichte, Volkswirtschaft und Germanistik in Berlin und Bloomington, USA, und arbeitet als Historikerin in Berlin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Margret Boveri war eine erfolgreiche, außergewöhnliche Journalistin des 20. Jahrhunderts. Sie lebte von 1900 bis 1975. Anfang der dreißiger Jahre , als Frauen in diesem Berufsbild noch ganz wenig zu sagen und zu schreiben hatten, arbeitete sie zunächst für das Berliner Tageblatt, nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt und die Zeit. Sie hatte einen illusteren Bekanntenkreis, setzte sich mit Vehemenz für einen neue Ostpolitik ein. Priorität hatte für sie vor allem die Wiedervereinigung Deutschlands.

Heike B. Görtemaker zeigt in dieser Biographie die Lebensgeschichte dieser außergewöhnlichen Frau auf, die es als erste in der deutschen Journalismusgeschichte in eine wichtige Position gebracht hat. Sie zeigt aber auch die widersprüchliche Haltung auf, die Margret Boveri zum nationalsozialistischen Führung gehabt hat.
Sie hat es in einer Zeit, in der etwa in der Frankfurter Zeitung die Teilnahme von Frauen an Redakteurkonferenzen noch unerwünscht war, geschafft in diese Redaktionssitzungen einzuziehen und das Meinungsbild entscheidend mit zu gestalten.

Margret Boveri war auch als Frau eine faszinierende, Aufsehen erregende Persönlichkeit und deswegen war es auch an der Zeit, dass eine Biographie über sie erscheint, in der das private und berufliche Leben einmal aufarbeitet und darstellt wird. Es hat so viele Ebenen auf denen man es betrachten kann. Das Buch hat mich unglaublich fasziniert.

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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anschauliche Lebensdarstellung 20. November 2007
Die Journalistin Margret Boveri gehört zu den interessanteren Figuren des 20. Jahrhunderts, die sich als eigenständiger Kopf über mehrere Jahrzehnte publizistisch in die außenpolitischen Diskussionen einmischte. Neben ihrem eindrucksvollen Tagebuch Tage des Überlebens" aus Berlin im Jahre 1945, das kürzlich neu aufgelegt wurde, liegt nun auf der Basis einer Dissertation die höchst lesenswerte Biographie Boveris aus der Feder der Historikerin Heike Görtemaker vor. Das Buch zeichnet die Karriere Boveris sachlich nach und macht ohne Moralisieren deutlich, unter welchen politischen und sozialen Rahmenbedingungen diese Karriere ihren Lauf nahm, war es doch in den dreißiger Jahren für eine Frau ein ungewöhnlicher Erfolg, in die Schriftleitung einer Zeitung wie der Frankfurter Zeitung einzutreten. Görtemaker läßt nebenbei auch die Situation von Auslandskorrespondenten während der NS-Herrschaft anschaulich werden, gab es doch überall NSDAP-Vertreter, bei denen man sich regelmäßig melden mußte. Auch die zahlreichen Auslandsreisen Boveris, etwa durch den Vorderen Orient, mußten offiziell genehmigt werden und standen unter ständiger politischer Kontrolle. Boveris Haltung zwischen Loyalität zum Deutschen Reich, Abneigung gegen die NS-Ideologie und gegen die Demokratie, vor allem auch in ihrer amerikanischen Form dürfte nicht ungewöhnlich für einen bestimmten Intellektuellentypus gewesen sein. Als Auslandskorrespondentin hatte Boveri privilegierten Zugang zu Nachrichten und Informationen; zum großen Unverständnis ihrer Verwandten, Freunde und Kollegen zog sie es zum Kriegsende hin vor, im Zentrum des Geschehens, nämlich Berlin, zu bleiben, statt etwa in Lissabon oder Madrid auszuharren. So konnte sie zur Chronistin des Untergangs des Dritten Reiches" werden.
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