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Das deutsche Kaiserreich in der Kontroverse [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Sven Oliver Müller , Cornelius Torp
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

10. Dezember 2008
Das Deutsche Kaiserreich - eine zentrale Epoche Ausgewiesene Experten geben einen Überblick über den aktuellen internationalen Forschungsstand zum Deutschen Kaiserreich und werfen neue, richtungweisende Fragen auf. Der Band liefert einen wichtigen Beitrag zu den anhaltenden Debatten über das Deutsche Kaiserreich (1871-1918). Ausgewiesene Kaiserreichexperten internationaler Provenienz geben einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und werfen neue, richtungweisende Fragen auf. Das Buch ist an vier Achsen ausgerichtet, die Themen und Probleme markieren, auf die sich die Kontroversen über das Kaiserreich in den letzten Jahren konzentriert haben: die Verortung des Kaiserreichs in der deutschen Geschichte; das Verhältnis von Gesellschaft, Politik und Kultur; Formen militärischer Gewalt mit ihrem Brennpunkt im Ersten Weltkrieg und schließlich die transnationale Verflechtung Deutschlands im Zeitalter der »ersten Globalisierung«. Inhalt:Cornelius Torp und Sven Oliver Müller Das sich wandelnde Bild des Deutschen Kaiserreichs I. Das Kaiserreich in der deutschen Geschichte Helmut Walser Smith Jenseits der Sonderwegs-Debatte Benjamin Ziemann:Das Kaiserreich als Epoche der Polykontexturalität Shulamit Volkov:Nochmals zum Antimodernismus im Kaiserreich Richard J. Evans:Britische Historiker und die deutsche Geschichte Dieter Grimm: War das Kaiserreich ein souveräner Staat? John Breuilly:Nationalismustheorien und kritische deutsche Gesellschaftsgeschichte II. Gesellschaft, Politik und Kultur James Retallack:Obrigkeitsstaat und politischer Massenmarkt Frank Bösch:Grenzen des »Obrigkeitsstaates«. Medien, Politik und Skandale im Kaiserreich Heinz-Gerhard Haupt:Gewalt als Praxis und Herrschaftsmittel. Das Deutsche Kaiserreich und die Dritte Republik in Frankreich im Vergleich Ute Planert: Wie reformfähig war das Kaiserreich? Ein westeuropäischer Vergleich aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive Olaf Blaschke: Das Deutsche Kaiserreich im Zeitalter der Kulturkämpfe Stephan Malinowski:Ihr liebster Feind. Die deutsche Sozialgeschichte und der preußische Adel Manfred Hettling:Eine anstrengende Affäre. Die Sozialgeschichte und das Bürgertum Matthew Jefferies:Wilhelminischer Monumentalismus. Zur politischen und kulturellen Rolle der Architektur im Deutschen Kaiserreich Sven Oliver Müller:Die musikalische Weltmacht. Zum Stellenwert der Musikrezeption im Deutschen Kaiserreich III. Krieg und Gewalt Jörg Echternkamp:1914-1945: Ein zweiter Dreißigjähriger Krieg? Vom Nutzen und Nachteil eines Deutungsmodells der Zeitgeschichte Roger Chickering:Ein Krieg, der nicht vergehen will. Zur Frage des methodischen Fortschritts in der Historiographie des Ersten Weltkriegs MacGregor Knox:Erster Weltkrieg und Military Culture . Kontinuität und Wandel im deutsch-italienischen Vergleich Dirk Bönker:Ein German Way of War? Deutscher Militarismus und maritime Kriegführung im Ersten Weltkrieg Jürgen Zimmerer:Kein Sonderweg im Rassenkrieg? Der Genozid an den Herero und Nama 1904-08 zwischen deutschen Kontinuitäten und der Globalgeschichte der Massengewalt Alan Kramer:Deutsche Kriegsverbrechen 1914/1941: Kontinuität oder Bruch? IV. Das Kaiserreich in der Welt Birthe Kundrus:Von der Peripherie ins Zentrum? Zur Bedeutung des Kolonialismus für das Deutsche Kaiserreich Thomas Mergel:Das Kaiserreich als Migrationsgesellschaft Dieter Gosewinkel:Die Nationalisierung der Staatsangehörigkeit im Deutschen Kaiserreich Sebastian Conrad: Globalisierungseffekte: Mobilität und Nation im Kaiserreich Cornelius Torp:Erste Globalis

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 461 Seiten
  • Verlag: Vandenhoeck & Ruprecht; Auflage: 1., Auflage (10. Dezember 2008)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 352536752X
  • ISBN-13: 978-3525367520
  • Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 16 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 712.672 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Sven Oliver Müller ist Historiker und Leiter einer Forschungsgruppe über Musik und Emotionen am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Zu den Schwerpunkten seiner Forschungen gehören die Geschichte des Nationalismus und das Musikleben im 19. und 20. Jahrhundert.


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Von "Hamburger Jung" TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Im Jahr 2008 von Cornelius Torp und Sven Oliver Müller herausgegebenen Buch "Das Deutsche Kaiserreich in der Kontroverse" werfen 27 verschiedene, international renommierte und seit Jahren mit der Geschichte des wilhelminischen Kaiserreiches befasste Historiker ein Blick auf den (immer noch) aktuellen Forschungsstand zur Geschichte des Kaiserreiches. Viele der vertreten Autoren haben in den letzten Jahren sehr lesenswerte Bücher geschrieben und sind auf ihrem Forschungsgebiet wirkliche Kapazitäten. An dieser Stelle seinen neben den Herausgebern nur Jörg Echterkamp, Birthe Kundrus, Stepahn Malinowski, Ute Plantert, Jürgen Zimmerer, Roger Chichering und Volker Berghahn genannt.

In den vier übergeordneten Kapiteln
I. Das Kaiserreich in der deutschen Geschichte
II. Gesellschaft, Politik und Kultur
III. Krieg und Gewalt
IV. Das Kaiserreich in der Welt

werden durch die jeweiligen Autoren Forschungsschwerpunkte, deren Sichtweisen, neue Forschungserkenntnisse und Theorien in Aufsatzform kurz, prägnant, gut lesbar und auch für den historisch in der Geschichte des wilhelminischen Kaiserreiches nicht so bewanderten Leser anschaulich dargestellt. Die verschiedenen Aufsätze enthalten durchweg Anregungen zur Vertiefung, Diskussion oder zum Nachdenken und der Blickwinkel für eine Epoche der deutschen Geschichte wird geschärft, die zwar mittlerweile weit zurück liegt und anhand der Anzahl der Publikationen stets im Schatten der Jahre 1933 - 45 steht, die zu Verstehen für die gesamte deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts aber unerlässlich ist.
Das wilhelminische Kaiserreich ist seit Mitte der neunziger Jahre verstärkt auch in Deutschland wieder in den Focus der deutschen Historiker gerückt, vorher kamen neue Denkanstöße überwiegend von außen, vornehmlich von britischen Historikern. Viele ältere, teilweise liebgewonnene Theorien wie die vom "deutschen Sonderweg" in der europäischen Geschichte verlieren an Bedeutung und ebenso an Anhängern, dafür wird die Bedeutung der internationalen Verflechtungen und dessen was wir heute als "Globalisierung" kennen, ein Phänomen das es auch schon vor hundertzwanzig Jahren in etwas anderer Form gab, mehr in den Vordergrund gerückt. Viele Entwicklungen im Kaiserreich werden deutlich differenzierter betrachtet, gerade was die Innenpolitik, Sozial-, Militär- und Kolonialgeschichte angeht, das Bild des einfachen, rückständigen und modernisierungsfeindlichen "Obrigkeitsstaates" gerät immer mehr ins Wanken. Gerade die 15 in Kapitel II und III des Buches veröffentlichen Aufsätze widmen sich dem Bereich der innen- und sozialpolitischen Beziehungen sowie der Militärgeschichte, sind allesamt überaus lesenswert, regen den Leser zum Nachdenken und Überprüfen des eigenen Bildes vom Kaiserreich an und enthalten zudem einen reichhaltigen Fundus an weiterführenden Literaturhinweisen in den Fußnoten. Aber auch Kapitel I und IV sind hochinteressant und absolut lesenswert, das gesamte Buch kann ich nur jedem an der Geschichte des wilhelminischen Kaiserreiches interessierten Leser wärmstens empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen Zur Erkenntnis und Erhellung der Wahrheit 18. Januar 2010
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Auch Laien können sich über Ergebnisse der Geschichtsforschung freuen, indem Erkenntnisse offenbar werden, die man früher nur ahnte. 27 Experten des deutschen Kaiserreiches haben hier in dieser Zusammenstellung, die von Dr. Sven Oliver Müller und Dr. Cornelius Torp herausgegeben wurde, in ihren Artikeln zum Teil erschütternde Ergebnisse berichtet. So ist das, was man gern mit einer "Sonderwegshistoriographie" bezeichnete, im einzelnen aufgedröselt worden und beginnt nun verbindende Fäden zu spinnen. Dabei wird vor allem das vordringlich Militärische in der ganzen diesbezüglichen Geschichte mit dem Wirtschaftlichen und Sozialen dieser Zeit in Verbidung gebracht. Und das ist es dann auch, was die Eigentümlichkeit dieser und der nachfolgenden Zeit erklären könnte: Es lief halt alles zusammen und ließ ein fürchterliches Phänomen entstehen, in dem Vernichtungswahn die große Rolle spielte.
Neutral betrachtet ist die Entwicklung der deutschen und europäischen Geschichte seit der französischen Revolution bzw. seit Napoleons imperialer Machtausrichtung spürbar bis heute und wohl auch in Zukunft, wenn man den angesprochenen Vernichtungswahn einmal beiseite lässt.
Haben die Militärs in Preußen wie auch die Politiker aus allem damals Neuen gelernt, so ist doch speziell die militärische Weiterentwicklung gerade in Preußen erst einmal geradezu zu einer Philosophie geartet (entartet könnte man auch sagen). Das führte unter Bismarck hin zur Bildung des kleindeutschen Kaiserreiches und da sind wir auch schon beim Thema.
Skrupelloses Handeln im Sinne von Willensanstrengung (Nietzsche), unter dem Vorwand eines sogar in Schulen gelehrten anzustrebenden Zieldenkens führte unter der Ägide preußischer Aggression und Arroganz zum Angriffsgedanken und Angriffskrieg gegenüber Frankreich (endlich einmal heimzuzahlen, was in Jahrhunderten zuvor dem zentral geführten königlichen Frankreich gegenüber einem zersplitterten deutschen Reich immer wieder gelang, Beispiel: Zerstörung von Heidelberg).
Ausruhen auf dem Erfolg des nun gegründeten Kaiserreiches im Spiegelsaal von Versailles? Garnicht möglich bei dem Gedanken an Revanche, der irgendwann auftreten würde. Und so schaukelte sich auf, was sich aufschaukeln mußte.
Der junge Kaiser nahm in die Hand, was er niemals fassen konnte und er war kein Philosoph wie vielleicht sein früh verstorbener Vater. Bratkartoffeln mit Spiegelei und ein glückliches Leben als junger Leutnant in Familie und in Kameradschaft beim Witzeerzählen (nebenbei ein paar erotische Abenteuer).
Wäre es nur dabei geblieben! Militärische Berater und Überheblichkeit aber traten auf den Plan. Vergessen war die (spätere) intelligente Ausgleichspolitik Bismarcks.
Verwandtschaft mit dem englischen Königshaus. Welch eine Möglichkeit! Verwandtschaft mit dem russischen Zaren. Welch eine Möglichkeit!
Alles war vorbereitet. Gut, unter Bismarcks starker auch militärischer Ägide.
Und so suchte man weiter das Abenteuer. Zum Beispiel in den Kolonien. Legte sich mit allen an, baute eine nicht zu bezahlende Riesenflotte und war kein guter Schachspieler. Arroganz und militärische Überheblichkeit legte die Fährte zum Untergang und zum Neuanfang des verbrecherischen Handelns einer Gesellschaft, die die Zeichen der Zeit nie verstand und nie verstehen wird.
Das Zeitalter der Gier fand seine Hohe Zeit und findet immer noch ihr Ziel im imperialen Denken von Supermacht und Weltbeherrschung. Hier, im deutschen Kaiserreich von 1871 bis 1918 findet man ein Beispiel, wohin das führen mag.
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